Zwei 14-Jährige im Pool ertrunken

Freundinnen geraten beim Tauchen in einem Wohnanlagenpool in Not

Rettungskräfte und Ersthelfer kämpfen am Beckenrand um das Leben der beiden Mädchen. Bild: TMN.TV
Rettungskräfte und Ersthelfer kämpfen am Beckenrand um das Leben der beiden Mädchen. Bild: TMN.TV

PATTAYA: Ein tragischer Badeunfall hat am Samstagabend (13. Juni 2026) in einer Wohnanlage in Nong Prue zwei 14-jährige Mädchen das Leben gekostet. Nach ersten Ermittlungen wollten die Freundinnen ihre Tauchversuche mit dem Handy filmen, gerieten jedoch im tiefen Wasser in Not und ertranken.

Gegen 19.00 Uhr erhielt die Polizei von Nong Prue die Meldung, dass zwei Mädchen in einem Gemeinschaftspool einer Wohnanlage in der Soi Khao Noi ertrunken seien. Polizeibeamte und Rettungskräfte der Sawang Boriboon Foundation Pattaya rückten daraufhin zum Unglücksort aus.

Rettungskräfte kämpfen vergeblich

Vor Ort bot sich ein tragisches Bild. Rettungskräfte versuchten noch, die beiden 14-jährigen Mädchen wiederzubeleben. Es handelte sich um Arocha N. („Khao Hom“) und Patcharamon O. („Fias“). Die Wiederbelebungsmaßnahmen blieben jedoch erfolglos. Nach ersten Erkenntnissen hatten sich die beiden bereits längere Zeit unter Wasser befunden. Aus Nase und Mund trat Wasser sowie Blut aus. Beide wurden noch am Beckenrand für tot erklärt. Angehörige und Bewohner der Wohnanlage reagierten mit großer Bestürzung.

Zahlreiche Bewohner versammeln sich nach dem tragischen Unglück in der Wohnanlage. Bild: TMN.TV
Zahlreiche Bewohner versammeln sich nach dem tragischen Unglück in der Wohnanlage. Bild: TMN.TV

Bei der Untersuchung fanden die Beamten am Beckenrand zwei Mobiltelefone, die an Trinkflaschen angelehnt waren und weiterhin Videos aufzeichneten. Die Geräte wurden als Beweismittel sichergestellt. Nach ersten Erkenntnissen hatten die Mädchen offenbar einen Tauchwettbewerb gefilmt. Die Aufnahmen sollen nun detailliert ausgewertet werden.

Handys liefern wichtige Hinweise

Ein 17-jähriger Bewohner der Wohnanlage berichtete, dass er sich mit Freunden in der Nähe des Pools aufgehalten und zunächst nichts Ungewöhnliches bemerkt habe. Erst als jemand darauf aufmerksam wurde, dass eine Person ungewöhnlich lange unter Wasser geblieben sei, habe die Gruppe nachgesehen. Eine ältere Bewohnerin erklärte ihnen, dass die beiden Handys und die Wasserflaschen bereits seit längerer Zeit unbeaufsichtigt dort gestanden hätten. Beim Blick auf die Telefone sei aufgefallen, dass die Videoaufnahme bereits seit mehr als einer Stunde lief.

Der Gemeinschaftspool der Wohnanlage wurde nach dem Unglück für die Ermittlungen abgesperrt. Bild: TMN.TV
Der Gemeinschaftspool der Wohnanlage wurde nach dem Unglück für die Ermittlungen abgesperrt. Bild: TMN.TV

Als die Jugendlichen in das Wasser blickten, entdeckten sie die beiden Mädchen auf dem Beckenboden. Sie holten sofort Hilfe. Ein älterer Bewohner sprang in den rund drei Meter tiefen Pool und brachte die beiden an die Oberfläche. Zu diesem Zeitpunkt zeigten sie jedoch bereits keine Lebenszeichen mehr.

Eltern brechen am Pool in Tränen aus

Die Mutter von Fias, die 42-jährige Khanittha Phawaharn, und der Vater des Mädchens eilten nach Erhalt der Nachricht zum Unfallort. Als sie ihre Tochter regungslos am Beckenrand liegen sahen, brachen beide in Tränen aus. Der Vater umarmte seine Tochter und rief sie verzweifelt auf, mit ihm nach Hause zu kommen.

Polizeibeamte sichern Spuren und dokumentieren den Todesfall am Unglücksort. Bild: TMN.TV
Polizeibeamte sichern Spuren und dokumentieren den Todesfall am Unglücksort. Bild: TMN.TV

Nach Angaben der Mutter hatte ihre Tochter zuvor die Erlaubnis erhalten, sich mit ihrer Freundin Khao Hom zu treffen, um gemeinsam eine Tanzübung für ein Schulprojekt vorzubereiten. Später habe das Mädchen telefonisch gefragt, ob sie noch schwimmen gehen dürfe. Die Mutter habe sie ausdrücklich davor gewarnt, sich in den tiefen Bereich des Pools zu begeben.

Kameras zeigen die letzten Minuten

Die Auswertung der Überwachungskameras ergab, dass die beiden Mädchen gegen 17.35 Uhr ins Wasser gingen und ihre Mobiltelefone zur Videoaufnahme aufstellten. Bereits etwa zwei Minuten später geriet eines der Mädchen offenbar in Schwierigkeiten und begann in der Mitte des Beckens um Hilfe zu kämpfen. Die Freundin schwamm zu ihr, um sie zu retten. Ermittler gehen derzeit davon aus, dass beide dabei ihre Kräfte verloren und aufgrund der Wassertiefe den Beckenrand nicht mehr erreichen konnten.

Erst etwa eine Stunde später bemerkten andere Bewohner die ungewöhnliche Situation. Die eingeleiteten Rettungsmaßnahmen kamen jedoch zu spät. Die Polizei wertet nun sämtliche Beweismittel, darunter die Videoaufnahmen der Mobiltelefone und die Bilder der Überwachungskameras, aus, um die genaue Ursache des Unglücks abschließend zu klären.

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