Schütze stellt sich nach Schussangriff in Jomtien

Tatverdächtiger räumt Schüsse ein und spricht von Notwehr

Der 38-jährige Tatverdächtige stellte sich am Nachmittag bei der Polizeiwache Pattaya City den Ermittlern. Bild: TMN.TV
Der 38-jährige Tatverdächtige stellte sich am Nachmittag bei der Polizeiwache Pattaya City den Ermittlern. Bild: TMN.TV

PATTAYA: Nach den Schüssen auf einen Honda City in Jomtien hat sich der mutmaßliche Täter der Polizei gestellt. Der 38-Jährige räumt den Schusswaffeneinsatz ein, spricht jedoch von Notwehr. Nach seinen Angaben sei er vom späteren Geschädigten verfolgt worden und habe lediglich den Fluchtweg freischießen wollen.

Der 38-jährige Verdächtige, genannt „Bull“, stellte sich am Samstagnachmittag (11. Juli 2026) bei Pol Col Anek Sarathongyu, dem Leiter der Polizeiwache Pattaya City. Er übergab den Ermittlern eine umgebaute Schreckschusspistole im Kaliber .380, die nach Angaben der Polizei bei der Tat verwendet worden sein soll. Der Mann erklärte, dass er sich aufgrund des zunehmenden Fahndungsdrucks zur Aufgabe entschlossen habe.

Eigene Darstellung des Beschuldigten

Bei seiner Vernehmung schilderte der Beschuldigte, dass er nach Feierabend lediglich einen großen Lautsprecher zu einem Bekannten gebracht habe, der unter dem Namen „Oh Jomtien“ bekannt sei. Er habe nicht gewusst, dass dieser zu diesem Zeitpunkt bereits in einen Streit mit dem späteren Geschädigten verwickelt gewesen sei. Als er eintraf, habe der Mann angenommen, er wolle seinen Freund unterstützen. Trotz seiner Erklärungsversuche sei er beschimpft worden.

Bild 2: Die sichergestellte umgebaute Schreckschusspistole soll bei dem Vorfall in Jomtien verwendet worden sein. Bild: TMN.TV
Bild 2: Die sichergestellte umgebaute Schreckschusspistole soll bei dem Vorfall in Jomtien verwendet worden sein. Bild: TMN.TV

Aus Angst vor einem Angriff habe er die Waffe gezogen, um sein Gegenüber einzuschüchtern und sich zu schützen. Einen Schuss habe er an dieser Stelle jedoch nicht abgegeben. Dabei sei allerdings das Magazin der Pistole auf den Boden gefallen. Nachdem er es wieder aufgehoben habe, sei er mit seinem Motorrad davongefahren.

Auf der Jomtien Second Road sei er anschließend von dem Honda City verfolgt worden. Da er nicht gewusst habe, ob die Insassen bewaffnet seien oder ihn angreifen wollten, habe er einen Schuss abgegeben, um sich den Fluchtweg freizumachen. Erst später habe er erfahren, dass das Projektil die Tür des Fahrzeugs getroffen hatte.

So schildert das Opfer den Vorfall

Der Vorfall ereignete sich am Freitagmorgen (10. Juli 2026) an der Einmündung der Soi Jomtien 5 zur Jomtien Second Road. Nach bisherigen Erkenntnissen war es zuvor zu einem Streit zwischen dem Geschädigten und Bekannten des Beschuldigten gekommen. Der Fahrer des Honda City gab an, dass der Mann zunächst versucht habe, auf ihn zu schießen, doch die Waffe habe nicht ausgelöst. Als er den Motorradfahrer anschließend verfolgte, seien zwei weitere Schüsse auf sein Fahrzeug abgegeben worden, bevor der Täter flüchtete.

Die Polizei wirft dem Beschuldigten derzeit unerlaubten Besitz einer Schusswaffe sowie das Mitführen einer Schusswaffe an einem öffentlichen Ort ohne berechtigten Grund vor. Die Ermittlungen dauern an. Der 38-Jährige kündigte an, die Vorwürfe vor Gericht anzufechten und die Freilassung gegen Kaution zu beantragen.

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Ingo Kerp 12.07.26 13:50
Wenn der 38-jährige Mann, aus welchem Grund auch immer, mit einer wie im Bild gezeigten Schreckschußpistole Löcher in ein Auto schießen konnte, hat er die Waffe umgebaut, um damit scharfe Munition zu verschießen. Der Größe nach dürften es 9 mm Patronen gewesen sein. Wenn dem so ist, dann dürfte die Strafe wohl entsprechend ausfallen.

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