Behörden überprüfen chinesische Baustelle

Behörden finden keine Hinweise auf illegale Beschäftigung

Bei der gemeinsamen Inspektion wurden die Arbeits- und Aufenthaltsdokumente der ausländischen Beschäftigten auf der Baustelle überprüft. Bild: TMN.TV
Bei der gemeinsamen Inspektion wurden die Arbeits- und Aufenthaltsdokumente der ausländischen Beschäftigten auf der Baustelle überprüft. Bild: TMN.TV

PATTAYA: Die thailändischen Behörden haben ein Großprojekt an der South Pattaya Road überprüft, nachdem Anwohner Bedenken wegen möglicher Verbindungen zu chinesischem Graukapital geäußert hatten. Dabei wurden keine Hinweise auf illegale Beschäftigung gefunden. Lediglich zehn chinesische Staatsangehörige verstießen gegen die Meldepflicht ihres Aufenthaltsortes.

Am Montag (15. Juni 2026) um 10.00 Uhr führte die Einwanderungsbehörde der Provinz Chonburi unter Leitung von Pol. Col. Napatsapong Khositsuriyamanee gemeinsam mit Beamten der Polizeiwache Pattaya, der Bezirksverwaltung Bang Lamung sowie der Bauaufsicht der Stadt Pattaya eine Kontrolle auf einer großen Baustelle an der Pattaya South Road im Tambon Nong Prue durch.

Verdacht auf chinesisches Graukapital

Hintergrund der Kontrolle waren Beschwerden von Anwohnern. Aufgrund der Größe des Projekts und der hohen Zahl ausländischer Arbeitskräfte war die Sorge aufgekommen, dass Verbindungen zu chinesischem Graukapital bestehen könnten.

Beamte verschiedener Behörden kontrollieren die Arbeits- und Aufenthaltsdokumente ausländischer Beschäftigter auf der Großbaustelle in Pattaya. Bild: TMN.TV
Beamte verschiedener Behörden kontrollieren die Arbeits- und Aufenthaltsdokumente ausländischer Beschäftigter auf der Großbaustelle in Pattaya. Bild: TMN.TV

Bei der Überprüfung stellten die Behörden fest, dass sich das Bauprojekt auf einem rund 22 Rai großen Grundstück befindet. Dort arbeiten mehr als 20 chinesische Fachtechniker sowie etwa 150 bis 200 Arbeitskräfte aus Myanmar. Die Kontrolle der Unterlagen ergab, dass alle Beschäftigten über gültige Arbeitserlaubnisse verfügen und legal beschäftigt sind.

Großprojekt mit drei Veranstaltungshallen

Das Projekt wird im Rahmen einer Investition zwischen dem thailändischen Investitionsförderungsamt BOI und der Songcheng Holding (Thailand) Co., Ltd. umgesetzt. Geplant ist eine großflächige Touristenattraktion auf einem Areal von mehr als 149.000 Quadratmetern. Vorgesehen sind drei Veranstaltungshallen sowie weitere Einrichtungen wie Parkflächen für rund 400 Fahrzeuge, ein geordnetes Zufahrts- und Ausfahrtssystem und ausgewiesene Wendemöglichkeiten.

Die Luftaufnahme zeigt das weitläufige Baugelände an der Pattaya South Road, auf dem eine groß angelegte Touristenattraktion entstehen soll. Bild: TMN.TV
Die Luftaufnahme zeigt das weitläufige Baugelände an der Pattaya South Road, auf dem eine groß angelegte Touristenattraktion entstehen soll. Bild: TMN.TV

Nach Angaben der Behörden wurden keine Verstöße im Zusammenhang mit illegaler Beschäftigung oder unerlaubter Erwerbstätigkeit festgestellt. Sämtliche ausländischen Arbeitskräfte verfügten über die erforderlichen Dokumente und Genehmigungen.

Verstöße gegen Meldepflicht geahndet

Allerdings wurde bei zehn chinesischen Staatsangehörigen festgestellt, dass sie ihrer gesetzlichen Pflicht zur Meldung ihres Aufenthaltsortes innerhalb von 24 Stunden nach Bezug der Unterkunft nicht nachgekommen waren. Gegen sie wurden Bußgelder von jeweils 2.000 Baht verhängt.

Das Großprojekt befindet sich noch in der Bauphase und soll nach derzeitiger Planung im November eröffnet werden. Bild: TMN.TV
Das Großprojekt befindet sich noch in der Bauphase und soll nach derzeitiger Planung im November eröffnet werden. Bild: TMN.TV

Das Bauprojekt befindet sich weiterhin in der Errichtungsphase. Die Fertigstellung und offizielle Eröffnung werden nach derzeitiger Planung für November dieses Jahres erwartet.

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thomas covenant 17.06.26 08:20
@norbert
"..angeblich.." 5555
Klaus Berbel 17.06.26 08:10
Die Bedenken über chin. Graukapital kann ich schon verstehen. Wir haben doch noch alle das eingestürzte Hochhaus in Bangkok vor Augen. Wenn jetzt auf einer Baustelle chin. Ingenieure, Facharbeit etc rumlaufen und Birmesen herumkommandieren, dann ist es so sicher wie das Amen in der Kirche, dass dort alles getan wird, um durch mangelde Basustandards irgendwie Geld zu veruntreuen, um es in die eigene Tasche stecken zu können. So viel Korruption wie möglich, sodass es grade nicht auffällt ist da immer die Devise.
Chris Jomtien 16.06.26 20:00
Das Land des Lächelns
Gestern sah ich zufällig eine solche Aktion in den th. Nachrichten. Es war eine Fabrikbaustelle, irgendwo in der Nähe von Pattaya, jedenfalls im Bezirk Banglamung. Die vorwiegend myanmrischen Bauarbeiter und die chinesischen Ingenieure wurden mit harschen Befehlen zusammen getrieben und angwiesen sich auf die Erde zu hocken, mit den Händen hinter ihnen Köpfen verschränkt. Anschließend wurde Ihren über Megafon irgendwas mitgeteilt. Danach durften sie ihre Pässe und Arbeitsgenehmigungen vorzeigen. Einige dieser Leute wurden daraufhin in Handschellen gelegt und auf die Ladeflächen von Pickups verladen. Während der gesamten Aktion liefen die Sirenen der Einsatzfahrzeuge durchgehend, eine beängstigende Atmosphäre verbreitend. Offenbar ging die Fahrt zu einem "one Stop" Servicebüro von Immigration, Arbeitsbehörde und BOI, vermutlich um die 2.000 Baht Gebühr zu entrichten. So macht Arbeiten in Thailand nachhaltig Freude und insbesondere fördert es das Interesse ausländischer Unternehmer, in Thailand zu investieren.
Wer jetzt denkt, "das geschieht ja nur mit Chinesen und asiatischen Gastarbeitern", irrt. Die 2.000 Baht Strafe für nicht rechtzeitig gemeldeten Aufenthaltsort kann jeden treffen. Zum Beispiel wenn man Freunde oder Verwandte besucht und über Nacht bei denen bleibt ohne dieses der Immigration zu melden. Außer der Geldstrafe und einem Eintrag ins Register hat das zwar noch keine weiteren Auswirkungen, aber was jetzt noch nicht ist, kann von heute auf morgen kommen.
Roman Knöpfel 16.06.26 13:30
@ Norbert
Da Denunzianten, wenn sie einen Treffer für die Behörden gelandet haben, finanziell belohnt werden, wundert mich das überhaupt nicht.
Norbert Schettler 16.06.26 10:40
Es wundert mich
immer wieder, was besorgte Mitbürger und Anwohner für Gedanken haben. Beschwerden über angebliches chinesisches Graukapital...da muss man erst mal drauf kommen. Oder sind da andere Interessenskonflikte im Spiel?

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