Tod am Jomtien Beach gibt Rätsel auf

Verschwundenes Motorrad beschäftigt die Ermittler der Polizei

Der Fundort am Jomtien Beach wurde nach dem Auffinden des Leichnams weiträumig abgesperrt. Bild: TMN.TV
Der Fundort am Jomtien Beach wurde nach dem Auffinden des Leichnams weiträumig abgesperrt. Bild: TMN.TV

PATTAYA: Der Tod eines 47-jährigen Bodypainting-Künstlers am Jomtien Beach beschäftigt die Polizei. Der Mann wurde am Montagmorgen (6. Juli 2026) leblos am Strand in der Nähe der Soi Jomtien 10 aufgefunden. Da sein Motorrad verschwunden ist und Überwachungskameras einen bislang nicht identifizierten Mann mit dem Fahrzeug zeigen sollen, schließen die Ermittler derzeit keine Möglichkeit aus.

Rettungskräfte und Beamte der Spurensicherung fanden den Verstorbenen mit dem Gesicht nach unten im Sand liegend vor. Er trug keine Oberbekleidung und war nur mit einer langen Jeans bekleidet. In unmittelbarer Nähe lagen eine Halskette und ein Mobiltelefon. Wenige Meter entfernt fanden die Einsatzkräfte unter einem Sonnenschirm eine Mappe mit Vorlagen für Körperbemalungen, seine Arbeitsutensilien, ein rotes T-Shirt sowie Sandalen, die verstreut am Boden lagen. Der Verstorbene wurde später als der 47-jährige „Ot“ identifiziert. Er bot Touristen am Strand temporäre Körperbemalungen an.

Freund schildert letzte Begegnung

Ein 63-jähriger Freund gab an, den Verstorbenen zuletzt lebend gesehen zu haben. Demnach habe dieser ihn am Vorabend zwischen 19 und 20 Uhr mit einer halb gefüllten Flasche Reiswhisky besucht und erklärt, dass er an diesem Tag nur wenig verdient und deshalb billigen Schnaps gekauft habe. Anschließend habe er sich zum Trinken an den Strand gesetzt. Wegen des starken Seewindes habe er den Bereich später verlassen. Dass er wenige Stunden später tot aufgefunden werden würde, habe niemand erwartet.

Freunde des Verstorbenen schilderten der Polizei die letzten bekannten Stunden vor seinem Tod. Bild: TMN.TV
Freunde des Verstorbenen schilderten der Polizei die letzten bekannten Stunden vor seinem Tod. Bild: TMN.TV

Nach Auswertung erster Überwachungskameraaufnahmen rückte das verschwundene Motorrad des Verstorbenen in den Mittelpunkt der Ermittlungen. Die Aufnahmen zeigen am frühen Morgen einen unbekannten, oberkörperfreien Mann, der mit einem weißen Honda Click-Motorrad an der Strandpromenade anhält, sich kurz mit zwei LGBTQ-Personen unterhält und anschließend auf einem Gehweg Platz nimmt. Wenig später ist zu sehen, wie derselbe Mann das Motorrad startet und den Bereich verlässt. Nach Angaben von Freunden könnte es sich um das Motorrad des Verstorbenen handeln. Ob der Fahrer tatsächlich dessen Eigentümer oder eine andere Person war, ist bislang ungeklärt.

Spielschulden rücken in den Fokus

Ein weiterer Freund des Verstorbenen äußerte den Verdacht, dass an dem Todesfall möglicherweise eine weitere Person beteiligt gewesen sein könnte. Er verwies auf die verstreut aufgefundenen persönlichen Gegenstände sowie das fehlende Motorrad. Zudem habe der 47-Jährige von Spielschulden in Höhe von rund 2.000 Baht berichtet und kurz vor seinem Tod noch 100 Baht geliehen. Die Polizei betont jedoch, dass es sich dabei bislang ausschließlich um Aussagen von Zeugen und Bekannten handelt, die durch weitere Ermittlungen überprüft werden müssen.

Der Leichnam wurde nach Abschluss der Spurensicherung zur Obduktion abtransportiert. Bild: TMN.TV
Der Leichnam wurde nach Abschluss der Spurensicherung zur Obduktion abtransportiert. Bild: TMN.TV

Der Leichnam wurde zur Obduktion überstellt, um die genaue Todesursache festzustellen. Gleichzeitig werten die Ermittler weitere Überwachungskameraaufnahmen aus, suchen nach dem verschwundenen Motorrad und wollen alle auf den Videoaufnahmen erkennbaren Personen befragen. Nach Angaben der Polizei werden derzeit weder ein Unfall noch ein natürlicher Tod oder ein mögliches Fremdverschulden ausgeschlossen. Die Ermittlungen dauern an.

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