PATTAYA: Das Central Investigation Bureau (CIB) hat in Pattaya eine mutmaßliche russische Betrügergruppe ausgehoben. Ein 35-jähriger Russe und eine 20-jährige Thailänderin wurden nach Haftbefehlen des Provinzgerichts Chonburi festgenommen. Sie sollen Teil eines internationalen Online-Betrugsnetzwerks gewesen sein und Bargeld von sogenannten Mule-Konten abgehoben haben. Beide Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe.
Nach Angaben der Ermittler erfolgte der Zugriff durch Beamte der Abteilung zur Bekämpfung von Straftaten im Bereich Verbraucherschutz (CPPD) der CIB. Demnach wurde der russische Verdächtige in einem Condominium im Bezirk Bang Lamung festgenommen, während die thailändische Beschuldigte vor einem Massagesalon im Bezirk Sattahip aufgrgriffen wurde.
Onlinebetrug verursachte hohe Schäden
Auslöser der Ermittlungen war ein Auftrag des Zentrums zur Bekämpfung von Technologiekriminalität der Königlich Thailändischen Polizei, das eine Serie von Online-Betrugsfällen untersuchte. Nach Erkenntnissen der Fahnder sollen die beiden Verdächtigen als sogenannte „Cash-Runner“ Bargeld von Konten abgehoben haben, die zuvor durch Betrug eingerichtet oder genutzt worden waren. Die Behörden sprechen von erheblichen finanziellen Schäden und einem hohen Geldumlauf in der Touristenregion Pattaya.

Nach Sammlung der Beweise erließ das Provinzgericht Chonburi Haftbefehle gegen beide Beschuldigte. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler neun ATM-Karten, drei Mobiltelefone sowie einen Laptop sicher. Anschließend wurden die Verdächtigen der Polizeistation Nongkham übergeben, wo die weiteren Ermittlungen geführt werden. Beide weisen die Vorwürfe bislang zurück.
ATM-Karten und Geräte sichergestellt
Der Einsatz stand unter der Leitung von Pol. Lt. Gen. Natsak Chewanasai, Kommandeur der CIB, sowie weiterer Führungskräfte der CPPD. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Beteiligten dauern an.
