Neues aus der Wirtschaft am Donnerstag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,1467 US-Dollar

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1467 (Mittwoch: 1,1406) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8720 (0,8767) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84873 (0,85093) britische Pfund, 185,99 (185,22) japanische Yen und 0,9250 (0,9256) Schweizer Franken fest.


Sprit immer teurer - Dieselpreis springt mehr als 6 Cent

MÜNCHEN: Die Spritpreise steigen vor dem Hintergrund der erneuten Eskalation im Iran-Konflikt immer schneller. Diesel verteuerte sich alleine von Dienstag auf Mittwoch im Tagesdurchschnitt um 6,2 Cent, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Das ist - abgesehen vom Ende des Tankrabatts - der höchste Tagessprung seit fast vier Monaten. Im Tagesschnitt des Mittwochs kostete ein Liter Diesel 2,132 Euro. Zum ersten Mal seit Mitte Mai hat der Kraftstoff damit Superbenzin der Sorte E10 überholt, das am Mittwoch 2,117 Euro pro Liter kostete.


Uber übernimmt Delivery Hero für Milliardensumme

BERLIN: Der US-Fahrdienstleister Uber übernimmt den deutschen Essenslieferdienst Delivery Hero für eine Milliardensumme. Das Berliner Unternehmen bestätigte, dass es sich mit dem US-Konzern zusammenschließt. Demnach bietet Uber je Delivery-Hero-Aktie 41,50 Euro. Damit wird das Unternehmen insgesamt mit knapp 13 Milliarden Euro bewertet.


BGH: Kein Pausen-Hinweis bei der Fitnessstudio-Kündigung

KARLSRUHE/ESSEN: Wer seinen Fitnessstudiovertrag online kündigen will, soll möglichst ohne Umwege ans Ziel kommen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass die Seite, auf die Kundinnen und Kunden zur Bestätigung einer Kündigung geleitet werden, keine Informationen zu Alternativen wie einer Pause des Vertrags enthalten darf.


Wohnungsbestand wächst schneller als die Bevölkerung

WIESBADEN: In den vergangenen zehn Jahren ist in Deutschland der Wohnungsbestand schneller gewachsen als die Bevölkerung. Seit 2015 sind rund 2,5 Millionen Wohnungen hinzugekommen, sodass es zum Jahresende 2025 in Deutschland etwa 44,0 Millionen Wohnungen gab, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren rund 6,0 Prozent mehr als Ende 2015. In diesem Zeitraum ist die Bevölkerung um 1,6 Prozent auf 83,5 Millionen Menschen gewachsen.


Brenner-Streit: EuGH-Gutachter rügt Tiroler Beschränkungen

LUXEMBURG: Mehrere österreichische Verbotsregeln für Lkws auf der Brennerroute verstoßen einem Gutachten des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zufolge gegen EU-Recht. Nach Ansicht von Generalanwalt Manuel Campos Sánchez-Bordona sind das Nacht- und Winterfahrverbot sowie Einschränkungen bei bestimmten Gütertransporten rechtswidrig. Die umstrittenen Blockabfertigungen seien dagegen nicht zu beanstanden, hieß es. Ein Urteil folgt erst später, die Richterinnen und Richter in Luxemburg müssen sich dabei nicht an die Schlussanträge halten.


Chemie schrumpft weiter - Prognose für 2026 gesenkt

FRANKFURT/MAIN: Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland sieht sich weiter in der Krise. Im ersten Halbjahr 2026 lag die Produktion nach Angaben des Branchenverbands VCI rund drei Prozent unter dem Vorjahreswert, der Umsatz sank um ein Prozent auf 106 Milliarden Euro. Zugleich seien die Investitionen das dritte Jahr in Folge rückläufig, wie der Verband mitteilte.


Niedrige Pegelstände in Flüssen beeinträchtigen Schifffahrt

KÖLN/DRESDEN: Viele deutsche Flüsse wie der Rhein, die Elbe oder die Donau sind derzeit von starkem Niedrigwasser betroffen - das hat auch Auswirkungen auf die Schifffahrt. «Binnenschiffe können derzeit weniger Ladung aufnehmen als bei höheren Wasserständen», teilt Fabian Spieß, stellvertretender Geschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.


Wo Elektroautos stark gefragt sind - und wo gerade nicht

FLENSBURG: In Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sind Elektroautos derzeit besonders beliebt. In keinem anderen Bundesland war ihr Anteil an den Neuzulassungen im ersten Halbjahr so hoch wie im Westen und Norden, wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. In Hamburg und Sachsen-Anhalt waren sie dagegen zuletzt eher Ladenhüter. Bundesweit ist der Anteil reiner Elektroautos (BEVs) an den Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr deutlich auf 24,8 Prozent gestiegen. Im Gesamtjahr 2025 waren es nur 19,1 Prozent. Bundesweit reicht die Spanne allerdings von knapp einem Sechstel bis knapp ein Drittel.

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