Polizeieinsatz nach Explosionsgeräusch nahe US-Botschaft in Oslo
OSLO: Im Bereich der US-Botschaft in Norwegen gibt es einen lauten Knall. Verletzt wurde ersten Angaben zufolge niemand.
Nach einem Explosionsgeräusch in der Nähe der US-Botschaft in der norwegischen Hauptstadt Oslo kommt es dort zu einem Großeinsatz der Polizei. Es gebe keine Berichte über Verletzte in der diplomatischen Vertretung, erklärte die Polizei. Es gab demnach zunächst keine gesicherten Informationen, was dort genau passiert ist. Der Polizeieinsatz dauere an, hieß es.
Größtes Schlittenhunderennen der Welt offiziell gestartet
ANCHORAGE: Rund zehn Tage lang mit einem Hundegespann so schnell wie möglich in Alaska durch die Wildnis - das ist Iditarod. Es ist das größte und härteste Hundeschlittenrennen der Welt.
In Alaska sind 37 Männer und Frauen mit ihren Gespannen bei einem Hundeschlittenrennen namens Iditarod gestartet. Etwa zehn Tage und rund 1.600 Kilometer liegen vor den Kontrahentinnen und Kontrahenten bei dem größten und härtesten Hundeschlittenrennen der Welt.
25 Männer und 12 Frauen sind in diesem Jahr bei dem 54. Rennen dabei - neben Amerikanern und Kanadierin auch ein Mann aus der Schweiz, ein Mann und eine Frau aus Norwegen und eine Frau aus Dänemark, wie die Veranstalter mitteilten. 14 sind zum ersten Mal dabei, 3 haben das Rennen zuvor bereits gewonnen. Ziel ist die Ortschaft Nome an der Beringsee.
Das Iditarod führt - oft bei Schneestürmen und extremen Minustemperaturen - von Anchorage aus durch die Wildnis Alaskas. Es gilt als große Belastung für Mensch und Tier. Tierschützer-Proteste gegen die Veranstaltung haben in den vergangenen Jahren stetig zugenommen.
Der Wettkampf wurde 1973 gegründet und hat seinen Namen von einem Fluss und einem heute verlassenen Ort im Westen Alaskas. Das Rennen erinnert an eine Hundeschlitten-Expedition im Jahr 1925, bei der ein Gegengift nach Nome gebracht wurde. Auf dem Iditarod-Trail wurden im 20. Jahrhundert auch Waren und Post transportiert.
Trump: Haben die venezolanische Regierung anerkannt
DORAL: Nach Maduros Festnahme übernimmt Delcy Rodríguez das Ruder in Venezuela. Washington und Caracas verstehen sich laut Trump nun sehr gut - während die Opposition auf Neuwahlen hofft.
Die USA haben die venezolanische Regierung laut Präsident Donald Trump offiziell anerkannt. «Wir haben sie tatsächlich rechtlich anerkannt», sagte Trump bei einem Treffen mit lateinamerikanischen und karibischen Regierungschefs in Doral im US-Bundesstaat Florida. Die USA und die Übergangsregierung Venezuelas einigten sich jüngst darauf, ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen.
Seit der Festnahme des autoritär regierenden Staatschefs Nicolás Maduro durch das US-Militär im Januar führt Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin das ölreiche südamerikanische Land.
Die venezolanische Opposition, darunter Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado, betrachtet die Regierung unter Rodríguez als nicht legitim. Früher war Rodríguez die Vizepräsidentin von Maduro. Washington und andere Länder hatten die Wiederwahl von Maduro nach der von Betrugsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl im Jahr 2024 nicht anerkannt.
Laut Washington zielt die Zusammenarbeit mit der Regierung von Rodríguez nun unter anderem darauf, dem venezolanischen Volk schrittweise zu helfen, die Voraussetzungen für einen friedlichen Übergang zu einer demokratisch gewählten Regierung zu schaffen.
Kolumbien wählt Parlament - Stimmungstest vor Präsidentenwahl
BOGOTÁ: Kolumbien wählt ein neues Parlament und stimmt zugleich über Vorwahlen für Präsidentschaftskandidaten ab. Die Abstimmung gibt erste Hinweise auf das Kräfteverhältnis vor der Präsidentenwahl im Mai.
Kolumbien wählt am Sonntag ein neues Parlament und stellt zugleich in mehreren politischen Lagern die Weichen für die Präsidentenwahl im Mai. Bei der Abstimmung werden 103 Sitze im Senat und 183 Mandate im Abgeordnetenhaus neu vergeben. Gleichzeitig bestimmen mehrere Parteien und Bündnisse in internen Vorwahlen ihre Kandidaten für das Präsidentenamt.
Beobachter erwarten ein stark zersplittertes Parlament. Umfragen sehen zwar das linke Regierungsbündnis «Pacto Histórico» von Präsident Gustavo Petro als größte Kraft, allerdings ohne Aussicht auf eine eigene Mehrheit. Das Wahlergebnis gilt auch als erster politischer Stimmungstest für die Präsidentenwahl am 31. Mai.
Mehr als 41 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Rund 3.000 Kandidaten bewerben sich um Sitze im neuen Kongress für die Amtszeit 2026 bis 2030. Erste Ergebnisse werden noch am Abend (Ortszeit) erwartet.
Hauchdünner Vorsprung: Bronze für Para-Biathlet Maier
TESERO: Marco Maier wird mit nur 0,2 Sekunden Vorsprung Dritter im Biathlon - trotz Trainingsrückstand nach Krankheit. Es ist nicht seine erste paralympische Medaille.
Biathlet Marco Maier hat zum Auftakt der Paralympischen Spiele in Italien dank eines fehlerfreien Schießens und mit nur 0,2 Sekunden Vorsprung Bronze im Sprint gewonnen. Der 26-Jährige sicherte sich die Medaille trotz Trainingsrückstands nach einer überstandenen Krankheit hinter den beiden Chinesen Jiayun Cai und Xiaobin Liu. Nach seinem überraschenden Doppel-Silber in Peking vor vier Jahren ist es Maiers dritte paralympische Medaille.
Auch der 56-jährige Alexander Ehler blieb am Schießstand fehlerfrei und belegte Platz neun. Steffen Lehmker als dritter deutscher Starter musste einmal in die Strafrunde und kam auf Rang 13.