Nachrichten aus der Sportwelt am Donnerstag

Der Deutsche Johannes Vetter jubelt bei der Siegerehrung nach seinem Sieg im Speerwurf der Männer. Foto: epa/Jean-christophe Bott
Der Deutsche Johannes Vetter jubelt bei der Siegerehrung nach seinem Sieg im Speerwurf der Männer. Foto: epa/Jean-christophe Bott

Doppelerfolg für Speerwerfer Vetter und Weber in Zürich

ZÜRICH: Der Weltjahresbeste Johannes Vetter hat beim Diamond-League-Finale in Zürich das Speerwerfen gewonnen.

Mit 89,11 Metern blieb der 28 Jahre alte Offenburger wie bei den Olympischen Spielen aber unter der 90-Meter-Marke. In Tokio war er nach einer Serie von 90-Meter-Würfen als Topfavorit gestartet, aber nur Neunter geworden. Mit dem Sieg am Donnerstag sicherte Vetter zudem einem Startplatz für die WM im Juli 2022 in Eugene/USA. Komplettiert wurde der deutsche Erfolg in Zürich durch den Mainzer Julian Weber, der mit 87,03 Metern Zweiter wurde.


Europameisterin Christin Hussong gewinnt Speerwurf in Zürich

ZÜRICH: Europameisterin Christin Hussong hat den Speerwurf beim Diamond-League-Finale in Zürich gewonnen.

Mit 65,26 Meter gewann die 27-Jährige aus Zweibrücken am Donnerstag vor der Olympia-Dritten Kelsey-Lee Barber (Australien/62,68). Damit rehabilitierte sie sich für ihren Olympia-Auftritt in Tokio, wo sie nur Neunte geworden war.


Diamond-League-Finale: Hindernis-Europameisterin Krause wird Neunte

ZÜRICH: Hindernis-Europameisterin Gesa Krause ist beim Finale der Diamond League in Zürich nur auf den neunten Platz gelaufen.

Die 29-jährige Olympia-Fünfte vom Verein Silvesterlauf Trier kam am Donnerstag in 9:32,69 Minuten ins Ziel. Den Sieg sicherte sich Norah Jeruto in 9:07,33 Minuten vor Hyvin Kiyeng (beide Kenia), die 9:08,55 Minuten schnell rannte. Olympiasiegerin Peruth Chemutai aus Uganda wurde in 9:20,16 Minuten Siebte.


Verstappen: Stärker in Monza als in den vergangenen Jahren

MONZA: WM-Spitzenreiter Max Verstappen geht von einer stärkeren Leistung von Red Bull im Tempo-Tempel von Monza aus als in den vergangenen Jahren. Unklar ist ihm aber, ob es gegen den dort in der jüngeren Vergangenheit überlegenen Mercedes reicht. «Es ist schwer zu sagen, wo wir stehen», sagte der 23 Jahre alte Niederländer am Donnerstag. Gewinnen konnte Verstappen in der Formel 1 bisher noch nicht im Königlichen Park rund 20 Kilometer entfernt von Mailand.

Er gehe auch nicht davon aus, dass die Kräfteverhältnisse an diesem Wochenende beim Großen Preis von Italien wie zuletzt bei seinem Heim-Triumph in Zandvoort seien. Dort hatte Verstappen mit seinem siebten Saisonerfolg Titelverteidiger Lewis Hamilton die WM-Führung wieder entrissen. Er führt mit drei Punkten Vorsprung auf den 36 Jahre alten Silberpfeil-Superstar. Weil es in Italien an diesem Samstag auch noch ein Sprintrennen gibt, sind im Maximalfall insgesamt 29 Punkte zu holen.


Deutsche Mannschaft bei Tischtennis-EM ohne Boll und Ovtcharov

DÜSSELDORF: Die deutsche Tischtennis-Nationalmannschaft wird bei der Team-Europameisterschaft in knapp drei Wochen auf ihre beiden Topspieler Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov verzichten. Die Männer-Mannschaft werde stattdessen vom Weltranglisten-17. Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken) und das Frauen-Team von der Einzel-Europameisterin Petrissa Solja (TSV Langstadt) angeführt, gab der Deutsche Tischtennis-Bund am Donnerstag in einer Pressemitteilungen zu der EM vom 28. September bis 3. Oktober im rumänischen Cluj-Napoca bekannt.


BVB kann mit Reus planen - Auch Hummels vor Comeback

DORTMUND: Die Personalsituation ist alles andere als ideal, aber immerhin stehen BVB-Trainer Marco Rose für das Verfolger-Duell mit Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr/Sky) wieder die Nationalspieler Marco Reus und wohl auch Mats Hummels zur Verfügung. «Marco geht's besser, ich gehe davon aus, dass er spielen kann. Bei Mats läuft es gut, er ist seit zwei Tagen im Training. Da sind wir im Austausch», sagte Borussia Dortmunds Chefcoach am Donnerstag. Definitiv nicht dabei sein werden am Samstag Thorgan Hazard (Sprunggelenk), Emre Can und Nico Schulz (beide Muskelverletzungen).


Sky: Liverpool sieht keine Grundlage für Sperre der Brasilien-Profis

LIVERPOOL: Der FC Liverpool hofft einem Medienbericht zufolge trotz einer FIFA-Sperre für seine brasilianischen Spieler, die betroffenen Profis am kommenden Premier-League-Spieltag einsetzen zu können. Nach Informationen des britischen Senders Sky Sports vom Donnerstag sieht der Club keine Grundlage für die Sperre. Roberto Firmino, Fabinho und Torwart Alisson Becker sollen am Sonntag nicht bei Leeds United spielen dürfen, weil Liverpool dem Trio die Reise zu den Länderspielen mit Brasilien untersagt hatte. Der Club sieht sich allerdings wegen der Corona-Pandemie im Recht.


Fußball-Nationalmannschaft mit Ersatzflieger in Frankfurt gelandet

FRANKFURT/MAIN: Mit gut neun Stunden Verspätung ist die Fußball-Nationalmannschaft nach dem 4:0-Sieg im WM-Qualifikationsspiel auf Island wieder in Frankfurt gelandet. Ein defekter Ersatzstromgenerator in der Maschine aus Reykjavik hatte in der Nacht einen Zwischenstopp im schottischen Edinburgh erzwungen. Mit einem Ersatzflieger setzten Hansi Flick und ein Großteil seines Kaders letztlich am Nachmittag die Reise in die Heimat fort.


Club-WM dieses Jahr nicht in Japan - FIFA sucht neuen Gastgeber

TOKIO: Die Club-WM des Fußball-Weltverbands FIFA mit Champions-League-Sieger FC Chelsea und Trainer Thomas Tuchel wird in diesem Dezember nicht in Japan stattfinden. Der japanische Verband habe erklärt, dass man aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht mehr in der Lage sei, das Turnier zu veranstalten, teilte die FIFA am Donnerstag mit. Details zu einem anderen Gastgeber sollen demnach «zu gegebener Zeit» bekanntgegeben werden.


FIFA-Berater schlagen Ausrichtung der WM alle zwei Jahre vor

NYON: Die Technische Beratungsgruppe des Weltverbands FIFA schlägt offiziell die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaften alle zwei Jahre vor. Das kündigte FIFA-Direktor Arsène Wenger am Donnerstag an. Der einstige Toptrainer war zuvor in Doha mit etlichen Ex-Stars des Weltfußballs zusammengekommen. Zu der Beratungsgruppe gehören auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann sowie Rio-Weltmeister Sami Khedira. Dem Vorschlag zufolge sollen die Änderungen nach der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko mit erstmals 48 Nationen greifen. 2027 würden dann die Turniere der Konföderationen ausgerichtet werden, also auch die Europameisterschaft, die im jetzigen Modus erst 2028 wieder auf dem Kalender stünde. 2028 würde dann erneut eine WM gespielt werden.


Hülkenberg-Hoffnung auf Formel-1-Cockpit 2022 dahin

MONZA: Nico Hülkenberg rechnet sich keine Chancen mehr auf eine Stammplatz-Rückkehr in die Formel 1 im kommenden Jahr aus. Der 34-Jährige, der in dieser Saison Ersatzpilot bei Aston Martin ist, sagte bei «bild.de» am Donnerstag, dass er keine Gespräche mit Alfa Romeo führe, wo noch ein Platz für die nächste Saison unbestätigt ist. «Das wäre ja die letzte Option auf einen festen Sitz 2022 gewesen, nachdem alle anderen Cockpits vergeben sind», erklärte Hülkenberg, der privat in diesem Monat mit seiner Ehefrau Egle der Geburt eines Mädchens entgegenfiebert.

In Sachen Motorsport-Zukunft sagte Hülkenberg: «Das Leben geht weiter. Ich habe spannende Anfragen aus anderen Serien und gerade keine Eile, eine Entscheidung zu treffen.» Er ist in diesem Jahr auch als TV-Experte im Einsatz.

Hülkenberg war 2010 nach einigen Erfolgen in anderen Rennserien in die Formel 1 gekommen. Er bestritt für mehrere Rennställe insgesamt 179 Rennstarts - ein Sieg gelang Hülkenberg dabei nie, was ein Negativrekord in der Königsklasse des Motorsports ist. Auch aufs Podest schaffte es der gebürtige Emmericher in der Formel 1 nie.


Vettel zur Zukunftsfrage bei Aston Martin: «Bald eine Antwort»

MONZA: Sebastian Vettels Zukunft in der Formel 1 bleibt zunächst ungeklärt. «Es gibt keine Neuigkeiten von meiner Seite», sagte der viermalige Weltmeister am Donnerstag bei der Pressekonferenz zum Großen Preis von Italien in Monza: «Ich rede mit dem Team.»

Vettel betonte aber auf Nachfrage: «Mir macht es Spaß, mit dem Team zu arbeiten.» Dem Rennstall stehe eine strahlende Zukunft bevor. «Ich denke dass wir bald eine Antwort haben werden», sagte Vettel.

Der mittlerweile 34-Jährige war vor dieser Saison von Ferrari zu Rückkehrer Aston Martin gewechselt. Mit dem britischen Automobilbauer verlief die bisherige Saison allerdings teilweise auch etwas schleppend. Auf einen Sieg wartet der 53-malige Grand-Prix-Gewinner seit nunmehr fast zwei Jahren. Den ersten hatte er 2008 in Monza gefeiert, damals im Toro Rosso.


Mick Schumacher zu neuem Vertrag: «In den finalen Schritten»

MONZA: Die Zukunft von Mick Schumacher bei Haas dürfte sich bald klären. «Ich glaube, dass wir in den finalen Schritten sind mit dem Team», sagte der 22 Jahre alte Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher am Donnerstag im Fahrerlager von Monza. Die Bestätigung sei noch nicht fertig, aber sie würden daran arbeiten, hatte unmittelbar zuvor Teamchef Günther Steiner gesagt: «Alles geht in die richtige Richtung.»

Inwiefern auch das teaminterne Duell nun in eine richtige Richtung geht, wird sich zeigen. In Zandvoort war Mick Schumacher zuletzt von seinem gleichaltrigen russischen Stallkollegen Nikita Masepin beinahe in die Boxenmauer gedrängt worden.

«Wir haben uns teamintern unterhalten», sagte Schumacher, verriet aber keine Details der Zusammenkunft vor dem Großen Preis von Italien: «Es sollte auch teamintern bleiben.» Er hoffe aber, «dass wir eine Entscheidung getroffen haben, die für beide passt». Teamchef Steiner hatte zuvor betont, keine Teamorder ausgeben zu wollen.


Skisport-Weltcups in Bayern wieder mit Zuschauern geplant

BAYERISCH EISENSTEIN: Die Skisport-Weltcups in Bayern sollen in der kommenden Saison wieder mit Zuschauern stattfinden. Das teilte der Deutsche Skiverband (DSV) am Donnerstag am Rande der Deutschen Biathlon-Meisterschaften am Großen Arber in Bayerisch Eisenstein mit. Nach einem Gespräch mit dem Innenministerium plane man - unter Berücksichtigung der dynamischen Corona-Lage - derzeit zumindest mit einer Teilauslastung der Arenen.


Bayern-Leihe Chris Richards bei Hoffenheim heißer Startelf-Kandidat

ZUZENHAUSEN: Bayern-Leihgabe Chris Richards darf bei der TSG 1899 Hoffenheim gleich auf einen Startelf-Einsatz hoffen. Der kurz vor Transferschluss erneut verpflichtete Außenverteidiger ist für Sebastian Hoeneß für die Bundesliga-Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FSV Mainz 05 eine große Option. «Er ist fit und macht einen guten Eindruck. Ich bin froh, dass er da ist. Ob er direkt ran darf, das muss ich sehen», sagte der Trainer der Kraichgauer am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.


Positiver Corona-Test: Hannover-Neuzugang Trybull in Quarantäne

HANNOVER: Fußball-Zweitligist Hannover 96 muss wegen eines positiven Corona-Tests vorerst auf seinen Neuzugang Tom Trybull verzichten. Der 28-Jährige habe sich sofort in Quarantäne begeben. Die Tests bei allen anderen Spielern, Trainern und Betreuern seien negativ, teilten die Niedersachsen am Donnerstag mit. Mittelfeldspieler Trybull war erst Ende August von Norwich City in England zu den 96ern gewechselt und sollte eigentlich am Samstag beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli (13.30 Uhr/Sky) zum ersten Mal für seinen neuen Club auflaufen.


Steigende TV-Quoten für Fußball-Nationalmannschaft

KÖLN: Der dritte Auftritt der Fußball-Nationalmannschaft mit dem neuen Bundestrainer Hansi Flick ist bei den TV-Zuschauern der erfolgreichste gewesen. Die Übertragung des 4:0-Sieges gegen Island in der WM-Qualifikation sahen am Mittwochabend im Durchschnitt 7,34 Millionen Menschen bei RTL. Das entspricht nach Angaben des Senders einem Marktanteil von 28,9 Prozent. Die Übertragung aus Island lag über den Werten der Spiele gegen Armenien (7,11 Millionen) und Liechtenstein (6,74 Millionen).


Dopingfall im kasachischen Nationalteam - «einige Vitamine»

KOSTANAY: Der kasachische Fußball-Nationalspieler Ruslan Waljullin ist positiv auf Doping getestet worden. Das teilte sein Club Tobol Kostanay mit. Demnach wurde der Spieler im Qualifikationsspiel zur Conference League am 12. August gegen MSK Zilina positiv getestet. Da die positive Probe aber erst am 2. September bekannt wurde, spielte Waljullin noch in der WM-Qualifikation für sein Land und erzielte am 1. September beim 2:2 gegen die Ukraine beide Treffer. In den weiteren Spielen stand er nicht mehr im Aufgebot. Auf welches Mittel Waljullin positiv getestet wurde, ist nicht bekannt.


Fußballstar Marcus Rashford will sich weiter in Politik einmischen

LONDON: Der englische Fußball-Nationalspieler Marcus Rashford will sich auch in Zukunft nicht aus der Politik heraushalten. Das kündigte der Stürmer vom Premier-League-Club Manchester United am Donnerstag in einem Gastbeitrag in dem konservativen Magazin «The Spectator» an. Der 23-Jährige hatte sich in den vergangenen Jahren als energische Stimme in der Sozialpolitik etabliert. Unter anderem setzte er sich erfolgreich bei der Regierung mit der Forderung durch, dass kostenlose Schulmahlzeiten in der Pandemie auch während der Ferienzeiten an bedürftige Kinder ausgeteilt werden sollten.


Qualifikantin Raducanu bei US Open im Halbfinale gegen Sakkari

NEW YORK: Die britische Qualifikantin Emma Raducanu trifft nach ihrem sensationellen Siegeszug bei den US Open im Halbfinale auf Maria Sakkari. Die Griechin gewann am Mittwochabend (Ortszeit) gegen die Favoritin Karolina Pliskova aus Tschechien 6:4, 6:4 und zog zum zweiten Mal in ihrer Karriere in ein Grand-Slam-Halbfinale ein. Die erst 18 Jahre alte Raducanu hatte zuvor in 82 Minuten mit 6:3, 6:4 gegen die sechs Jahre ältere Tennis-Olympiasiegerin Belinda Bencic aus der Schweiz gewonnen. Im anderen Halbfinale spielen die erst 19 Jahre alte Kanadierin Leylah Fernandez und Aryna Sabalenka aus Weißrussland gegeneinander.


Straßenrad-EM: Olympiasiegerin Brennauer Dritte im Einzelzeitfahren

TRIENT: Olympiasiegerin Lisa Brennauer hat bei den Straßenrad-Europameisterschaften in Trient die Bronzemedaille im Einzelzeitfahren gewonnen. Die Allgäuerin lag am Donnerstag nach 22,4 Kilometern 1:02 Minuten hinter Siegerin Marlen Reusser aus der Schweiz. Platz zwei ging an die Niederländerin Ellen van Dijk mit einem Rückstand von 19 Sekunden. Lisa Klein, die zusammen mit Brennauer bei den Sommerspielen Gold im Vierer auf der Bahn geholt hatte, folgte 1:22 Minuten zurück auf dem vierten Platz.


Nach Ausschreitungen: Nizza-Marseille nochmal auf neutralem Platz

PARIS: Das wegen Ausschreitungen zwischen Zuschauern und Spielern abgebrochene Spiel in der französischen Fußball-Liga zwischen OGC Nizza und Olympique Marseille muss wiederholt werden. Die Disziplinarkommission des Ligaverbandes LFP entschied außerdem, dass die Partie auf neutralem Platz stattfinden wird. Neben dem Wiederholungsspiel muss Nizza zwei weitere Meisterschaftsspiele ohne Zuschauer austragen, teilte der Ligaverband mit. Außerdem wird der Tabellenvierte der Meisterschaft mit dem Abzug von zwei Punkten bestraft, einer davon ist zur Bewährung ausgesetzt.


Ersatzflieger da: Fußball-Nationalteam auf dem Weg in die Heimat

EDINBURGH: Gut sieben Stunden nach der ursprünglich geplanten Landung in Frankfurt am Main hat die Fußball-Nationalmannschaft nach einem erzwungenen Zwischenstopp im schottischen Edinburg ihre Rückreise vom WM-Qualifikationsspiel in Island fortsetzen können. «Wir sitzen nun im Ersatzflieger. Geht gleich los nach Frankfurt und München», hieß es Donnerstagmittag auf dem Twitter-Konto des Teams. Die Ersatzmaschine musste erst nach Edinburgh kommen. Sie sollte die DFB-Delegation, Spieler, den Trainerstab um Hansi Flick sowie die Betreuer nun heimbringen. Die in der Nacht in Reykjavik gestartete Chartermaschine mit einem Großteil der Mannschaft an Bord musste offenbar wegen eines Defekts auf dem Flughafen von Edinburgh landen.


Haas-Teamchef: Nichts «Persönliches» zwischen Masepin und Schumacher

MONZA: Teamchef Günther Steiner geht nicht davon aus, dass das giftige Stallduell zwischen Mick Schumacher und Nikita Masepin zu einer neuen Fahrerpaarung in der nächsten Saison führt. Er räumte aber auch ein, dass der amerikanische Rennstall Haas das Problem zwischen und mit den beiden jungen Formel-1-Piloten lösen muss. «Es gibt einige Teamkollegen, die keine Freunde sind», betonte Steiner am Donnerstag im Fahrerlager von Monza. «Wir müssen es hinkriegen, und dann können sie als Teamkollegen auch weitermachen», sagte er und zeigte sich zuversichtlich, «dass wir es fixen können».

Zuletzt in Zandvoort am vergangenen Wochenende hatte Masepin Schumacher beinahe in die Boxenmauer gedrängt, als dieser versucht hatte, den Russen zu überholen. «Ich möchte verstehen, wo ihre Linie ist und dann unsere Linie festlegen», sagte Steiner vor dem Großen Preis von Italien an diesem Sonntag (15.00 Uhr/Sky). Mit Blick auf Masepin, der nicht erst seit seinem Einstieg in die Formel 1 in diesem Jahr als sehr forscher Fahrer bekannt ist, ergänzte Steiner: «Du kannst nie aufgeben. Wir müssen einen Weg finden, dass er nicht so aggressiv fährt.»

Masepins schwerreicher Vater ist einer der wichtigen Geldgeber bei dem Rennstall. Sportlich konnte sein Sohn in diesem Jahr noch nicht überzeugen und sorgte stattdessen mit waghalsigen und riskanten Manövern auch bei anderen Piloten für Unverständnis.

Zum Duell zwischen Schumacher und Masepin, die beide 22 Jahre alt sind, ergänzte Steiner: «Ich denke nicht, dass es etwas Persönliches ist, es sind die Umstände. Sie kämpfen nur gegen sich, gegen keinen anderen.» Er wolle beiden aber nicht vorschreiben, wer in der ersten Kurve vorn sei, bleibe auch vorn. «Das ist nicht produktiv. Es geht darum, aufzuzeigen, was hartes, aber sauberes Rennfahren ist», sagte Steiner.


Olympiasiegerin Mihambo hat «eine etwas bessere Saison» erwartet

ZÜRICH: Trotz ihres Olympiasieges hadert Malaika Mihambo mit dem Erreichten in dieser Saison. «Ich habe eine etwas bessere Saison erwartet», sagte die 27 Jahre alte Weitspringerin nach ihrem enttäuschenden fünften Platz mit nur 6,65 Metern beim Diamond-League-Finale am Mittwoch in Zürich. «Es war ein sehr hartes Jahr, aber okay mit Tokio.» Bei den Sommerspielen hatte sie mit einem Sprung über 7,00 Metern im letzten Versuch die Goldmedaille geholt.

Bei vielen Meetings hingegen hatte Mihambo jedoch Probleme mit der Umstellung vom verkürzten Anlauf, den sie 2020 wegen Rückenbeschwerden gewählt hatte, wieder zurück auf den langen Anlauf. Beim Start in Zürich behinderten sie außerdem Probleme mit einer Fersenprellung am Sprungbein.

In Berlin beim Istaf wird Mihambo ihren letzten Wettkampf in dieser Saison bestreiten. «Danach geht es in die Ferien, um den Kopf frei zu bekommen, nicht an Sport zu denken, tief durchzuatmen», sagte die Athletin von der LG Kurpfalz. «Und im nächsten Jahr möchte ich es dann besser machen.» Höhepunkte in 2022 sind die European Championships in München im August, in der die EM der Leichtathleten eingebettet ist, und zuvor die WM im Juli in Eugene/USA. Bei beiden Großereignissen geht die Deutsche als Titelverteidigerin an den Start.


Ex-US-Präsident Trump kommentiert Boxkampf von Evander Holyfield

HOLLYWOOD: Am 20. Jahrestag der Terror-Anschläge vom 11. September kommentiert der ehemalige US-Präsident Donald Trump den Boxkampf zwischen Evander Holyfield und Vitor Belfort. Zusammen mit seinem Sohn Donald Trump Jr. werde der Republikaner am Samstag im Hard Rock Hotel in Hollywood im US-Bundesstaat Florida sein und von dort seine Meinung kundtun, berichteten US-Medien am Mittwoch unter Verweis auf Angaben des Veranstalters. Beim Pay-Per-View-Anbieter FITE.TV kostet die Option mit dem Trump-Doppelpack als Kommentatoren anstelle des regulären Kommentars 49,99 US-Dollar. Trump war vor seiner Zeit als US-Präsident mehrfach Veranstalter von Box-Kämpfen in seinem Casino.


Trainer Foda: «Jeder weiß, was wir für den ÖFB geleistet haben»

WIEN: Österreichs in der Kritik stehender Fußball-Nationaltrainer Franco Foda hat sich zu seiner Zukunft als Coach der ÖFB-Auswahl geäußert. «Wir wissen alle, wie der Fußball funktioniert, wir kennen zudem die extremen Stimmungsschwankungen in beide Richtungen», sagte er in einem Interview des «Kicker» (Donnerstag). «Aber intern weiß jeder, wie wir arbeiten im Trainerteam. Jeder weiß, was wir für den ÖFB geleistet haben, und deshalb schenkt man uns nach zwei Niederlagen weiter das Vertrauen.» Der frühere deutsche Nationalspieler war nach dem 2:5 in Israel sowie dem 0:1 am Dienstagabend gegen Schottland unter Druck geraten. In der Gruppe F rangiert Österreich mit zwei Siegen und einem Remis aus sechs Spielen nur auf dem vierten Platz.

Der scheidende Verbandspräsident Leo Windtner hatte Foda nach den Pleiten gestützt, ist selbst aber nur noch bis zum 17. Oktober im Amt. Wie sein Nachfolger - entweder Gerhard Milletich oder Roland Schmid - sich verhalten wird, ist offen. «Wenn wir die Playoff-Spiele erreichen - Platz 1 ist ja nicht mehr realistisch -, läuft mein Vertrag bis März, wenn wir dann die Qualifikation noch schaffen sollten, vielleicht sogar über die Nations League, bis zum Ende der WM in Katar. Alles andere kann ein Trainer nicht beeinflussen», sagte Foda.


Dritter Sieg unter Flick: DFB-Team mit 4:0-Sieg gegen Island

REYKJAVIK: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat auch ihr drittes Spiel unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick gewonnen und die Tabellenführung in der WM-Qualifikation gefestigt. Die DFB-Auswahl siegte am Mittwoch gegen Island in Reykjavik 4:0 (2:0) und liegt mit 15 Punkten weiter auf Platz eins der Gruppe J. Serge Gnabry (4.), Antonio Rüdiger (24.), Leroy Sané (57.) und Timo Werner (89.) erzielten im insgesamt 100. WM-Qualifikationsspiel einer deutschen Mannschaft die Tore gegen den EM-Viertelfinalisten von 2016.


Novak Djokovic und Alexander Zverev spielen Halbfinale der US Open

NEW YORK: Novak Djokovic hat bei den US Open das Halbfinale erreicht und trifft dort wie schon bei den Olympischen Spielen auf den Deutschen Alexander Zverev. Der 34 Jahre alte Serbe gewann sein Viertelfinale gegen Matteo Berrettini aus Italien in der Nacht zu Donnerstag (Ortszeit) in New York 5:7, 6:2, 6:2, 6:3 und hat damit weiter die Chance auf den Grand Slam, also den Sieg bei den vier wichtigsten Tennis-Turnieren in diesem Jahr. Djokovic teilt sich zudem mit Roger Federer und Rafael Nadal den Rekord von 20 Grand-Slam-Siegen und könnte mit einem Erfolg in Flushing Meadows davon ziehen.


Italien baut Weltrekord aus - England verpasst Sieg in Polen

BERLIN: Fußball-Europameister Italien hat seinen Weltrekord weiter ausgebaut und liegt in Gruppe C klar auf WM-Kurs. Die Squadra Azzurra siegte am Mittwoch gegen Litauen mit 5:0 (4:0) und ist damit nun seit 37 Spielen ohne Niederlage. EM-Finalist England hat in Gruppe I in letzter Minute einen Riesenschritt in Richtung Katar verpasst. Ein Tor von Damian Szymanski nach Vorarbeit von Robert Lewandowski in der Nachspielzeit rettete Polen ein 1:1 (0:0) gegen die Three Lions. In Gruppe B hat Spanien Schützenhilfe von Griechenland erhalten. Der Europameister von 2004 fügte Schweden beim 2:1 (0:0) die erste Niederlage zu. Spanien kam zu einem 2:0 (1:0) im Kosovo.


Champions League der Frauen: Wolfsburg und Hoffenheim weiter

BERLIN: Der zweimalige Titelträger VfL Wolfsburg hat sich in die neu eingeführte Gruppenphase der Fußball-Champions-League der Frauen gezittert. Die deutschen Pokalsiegerinnen setzten sich am Mittwochabend in ihrem Zweitrunden-Rückspiel bei Girondins Bordeaux erst im Elfmeterschießen mit 3:0 durch. Nach der Verlängerung hatte es 2:3, nach der regulären Spielzeit 1:2 aus Sicht des VfL gestanden. Die erste Partie in Wolfsburg hatte der Bundesligist in der vergangenen Woche mit 3:2 gewonnen. Weniger zittern musste die TSG 1899 Hoffenheim. Nach dem deutlichen 3:0 im Hinspiel reichte er Mannschaft von Trainer Gabor Gallai im Playoff-Rückspiel gegen den schwedischen Rekordmeister FC Rosengard ein 3:3 (2:1).


Brasilianische Fußballer am Premier-League-Wochenende gesperrt

LONDON: Gleich mehrere brasilianische Fußballstars dürfen am kommenden Premier-League-Spieltag voraussichtlich nicht für ihre englischen Teams spielen, darunter Thiago Silva vom FC Chelsea, Torwart Alisson vom FC Liverpool und Gabriel Jesus von Manchester City. Grund ist eine Regel der FIFA, auf die sich der brasilianische Fußballverband beruft. Demnach können Spieler für einen fünftägigen Zeitraum gesperrt werden, wenn ihre Clubs sie nicht an Länderspielen mit ihrem Nationalteam teilnehmen lassen. Zunächst war offen, ob die Vereine gegen die Maßnahme vorgehen wollten.


Kiel und Flensburg siegen zum Start der Handball-Bundesliga

KIEL: Die beiden Topfavoriten THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt sind mit deutlichen Erfolgen in die neue Saison der Handball-Bundesliga gestartet. Ein lange Zeit enges Spiel gegen den HBW Balingen-Weilstetten gewannen die Kieler am Mittwochabend vor 9000 Zuschauern letztlich noch klar mit 33:24 (13:11). Anders als der Titelverteidiger löste Vizemeister Flensburg seine Aufgabe von Beginn an äußerst souverän und setzte sich locker mit 31:18 (14:9) bei GWD Minden durch. Bundesliga-Rückkehrer HSV Hamburg dagegen verlor trotz starker Leistung am Ende knapp mit 27:28 (16:15) gegen Frisch Auf Göppingen.


Enttäuschung für Olympiasiegerin Mihambo: Nur Fünfte in Zürich

ZÜRICH: Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo ist beim Diamond-League-Finale in Zürich nur Fünfte geworden. Die 27 Jahre alte Leichtathletin von der LG Kurpfalz erreichte am Mittwoch mit ihrem besten Sprung nur 6,65 Meter und den fünften Rang. Damit entging Mihambo nicht nur die Siegprämie von 30.000 Dollar, sondern auch der mit einem Disziplinerfolg verbundene Startplatz für die Weltmeisterschaften im Juli 2022 in Eugene/USA. Mit 6,96 Metern sprang die Olympia-Vierte Ivana Spanovic (Serbien) auf den ersten Platz.


IOC suspendiert Nordkorea wegen Verzicht auf Olympia-Teilnahme

LAUSANNE: Nordkoreas Olympisches Komitee wird bis Ende 2022 aus der olympischen Gemeinschaft ausgeschlossen. Weil Nordkorea als einziges Land keine Athleten zu den Sommerspielen nach Tokio schickte, habe es gegen die olympische Charta verstoßen, entschied die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees am Mittwoch. Mit der «einseitig getroffenen Entscheidung» habe Nordkorea «seine Verpflichtungen nicht erfüllt», sagte IOC-Präsident Thomas Bach. Im Zuge der Suspendierung werde Nordkoreas NOK keine Olympia-Zuschüsse und Fördermittel aus IOC-Töpfen mehr erhalten.


Räikkönen fällt auch in Monza aus - Kubica springt erneut ein

MONZA: Der frühere Weltmeister Kimi Räikkönen darf nach seiner Corona-Infektion auch nicht beim nächsten Formel-1-Rennen in Monza starten. Die Behörden hätten eine Freigabe für den 41 Jahre alten Finnen verweigert, teilte sein Team Alfa Romeo am Mittwoch vor dem Großen Preis von Italien mit. Räikkönen müsse sich weiter zu Hause selbst isolieren, hieß es. Der Champion von 2007, der in der Vorwoche vor dem Grand Prix im niederländischen Zandvoort positiv auf das Coronavirus getestet worden war, wird erneut vom Polen Robert Kubica vertreten. «Ich kann es nicht erwarten, dem Team in Monza ein weiteres Mal zu helfen», sagte der 36-Jährige.

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