Mopedvermietung: Kein Deal mit Chinesen

Foto: Gruber
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KOH SAMUI: Eine groteske Entwicklung gibt es bei der wildwüchsigen Unternehmerschaft der Motorradvermieter auf Koh Samui.

Weil sich Unfälle mit chinesischen Urlaubern häuften und viele Vermieter von Kleinmotorrädern auf dem Schaden sitzen blieben, droht ein Boykott chinesischer Kunden. Ein Unternehmen an Chawengs Beach Road hatte Ende November bei einem Gesamtfuhrpark von 48 automatischen Rollern nur noch 11 unbeschädigte Gefährte – „alle anderen sind in Reparatur“, klagte der Inhaber.

Während früher, bei westlichen Kunden, die Abwicklung eines Unfallschadens hochprofitabel ablief, gibt es mit chinesischen Bruchpiloten riesige Probleme wegen der nicht versicherten Motorräder. Immer häufiger schicken Vermietungsfirmen chinesische Gäste weiter. Alteingesessene „Samuianer“ quittieren das mit Ironie. „In den 90iger Jahren gaben Vermieter keine Gefährte an die aggressiv auftretenden Israelis ab, jetzt scheinen die Chinesen an der Reihe zu sein…“

Die Polizeiunfallstatistik gibt Vermietern mit Vorbehalten Recht. Die Zahl chinesischer Unfallopfer liege deutlich höher als die anderer Nationalitäten, bestätigte ein Sprecher der Polizeidirektion Bophut.

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Heinz Jörg 18.02.18 15:05
... an der hochprofitabelen Abwicklung ...
Genau das ist der Punkt und die Polizei macht das Spiel mit. Ich habe erlebt wie in Plai Leam/Koh Samui ein junger Franzose mit seinem geliehenem Moped nicht mehr schnell genug bremsen konnte und ganz sachte mit dem Reifen an die Stoßstange eines SUV-Taxis gestoßen ist. Imnuh war der Fahrer hinten am Taxi und redete fordernd auf den Jungen, der völlig genervt war, drohnend ein. Es dauerte nicht lange, da kam ein angeblicher Inhaber einer Autowerkstat und sah sich den Schaden an. Der bestand darin, dass auf dem Staub der Abdruck vom Reifenprofil zu sehen war. Der Fachmann forderte 50.000 THB für die Beseitigung. Mein Bungalow war wenige Schritte entfernt, von dort holte ich einen Eimer mit Wasser und etwas Putzmittel und ruckzuck waren die Abrücke weg. Jetzt zeigten der Fahrer und der "Fachmann" auf Kratzer die auf der lackierten Stoßstange waren. Inzwischen kam Polizei. Meine Forderung nach Touristenpolizeio wurde ignoriert. Jetzt nahm ich das Moped und stellte es an der Stoßstange in Höhe der Kratzer. Es war zu erkennen, das eine Berührung an dieser Stelle nicht möglich war. An dem Moped war kein Schaden sichtbar. Zwischenzeitlich kam es mit dem "Fachmann" und mir zu Handgreiflichkeiten. Die Polizei schaute zu und tat nichts. Meinen genervten Franzosen empfahl ich nichts zu bezahlen. Darauf wurde das Moped beschlagnahmt und der Franzose musste nach Chaweng zum Kommandoleiter, ich begleitete ihn. Dort bestand der "Fachmann" auf die 50.000 THB, die wir nicht zahlten.
Jürgen Franke 08.01.17 22:19
Nach Hinterlegung einer kostendeckenden
Kaution dürfte doch der Vermietung eines Mopeds nichts im Wege stehen. Zu Handgreiflichkeiten kann es doch nur kommen, wenn die normale Kommunikation etwas schwierig wird.
bernd wambach 28.12.16 18:01
Story geht hoffentlich weiter
Das hoffe ich auch!
Jürgen Franke 23.12.16 16:02
Diese interessante Story geht
hoffentlich noch weiter.