BANGKOK: Deutsche Behörden haben der thailändischen Polizei noch nicht erlaubt, Phra Phrommedhi zu vernehmen.
Der hochrangige Mönch wird der Geldwäsche und der Veruntreuung von Tempelgeldern verdächtigt. Er war nach Frankfurt geflohen und dort festgenommen worden. Der stellvertretende Premierminister General Prawit Wongsuwan sagte am Dienstag weiter, es sei nicht gesichert, dass das Polizeiteam unter der Leitung des Polizeichefs General Chakthip Chaijinda den Mönch, wie geplant, am Mittwoch nach Thailand begleiten wird. Das Team habe 14 Plätze auf einem Flug mit der Thai Airways nach Bangkok gebucht.
Premierminister General Prayut Chan-o-cha erklärte, er habe keinen formellen Bericht über die Verhaftung von Phra Phrommedhi in Deutschland erhalten. Außenminister Don Pramudwinai bestätigte Medienangaben nicht, wonach der Mönch in Deutschland Asyl beantragt habe. Der Prüfprozess könnte bis zu drei Monate dauern.
Phra Phrommedhi, der zuerst nach Laos floh, wurde am Freitag bei seiner Ankunft am Frankfurter Flughafen von der deutschen Einwanderungsbehörde inhaftiert. Es wird vermutet, dass er in Deutschland beim Wat-Dhammakaya-Netzwerk um Hilfe nachsuchen wollte. Dhammakaya hat mehr als 20 Tempel oder Koordinationszentren in Europa. Sieben der Zentren befinden sich in Deutschland - in Berlin, Bayern, Hamburg, Baden-Württemberg (2), Nordrhein-Westfalen und das Wat Phra Dhammakaya in Frankfurt. Phra Phrommedhi hatte 2011 und 2015 den bayrischen Tempel besucht.