Explosion in Munitionslager bei Idlib

​Mindestens sechs Tote und über 150 Verletzte in Nordwestsyrien

Foto von Andy Watkins auf Unsplash
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IDLIB: Granatsplitter fliegen Hunderte Meter weit, als im Nordwesten Syriens ein Lager für Munition explodiert. Es ist der zweite Vorfall dieser Art innerhalb weniger Wochen.

Bei der Explosion eines Munitionslagers im Nordwesten Syriens sind mindestens sechs Menschen getötet und mehr als 150 weitere verletzt worden. Das teilte das Gesundheitsministerium nach der Explosion in der Provinz Idlib mit.

Aus ärztlichen Kreisen eines Krankenhauses nahe der Explosion hieß es, acht Menschen seien getötet worden. Einige der Verletzten seien in Lebensgefahr. «Wir haben dringende ärztliche Unterstützung von Feldkrankenhäusern in der Nähe erbeten.»

Augenzeugen berichteten von einer Reihe schwerer Explosionen und dicken Rauchwolken am Himmel. «Granatsplitter landeten Hunderte Meter weit verteilt in der Gegend», sagte Chalid al-Ahmed, der in einem Vertriebenenlager in der Nähe lebt.

Panik unter Anwohnern

Zivilschützer und andere Rettungskräfte versuchten, die Opfer aus den Trümmern zu bergen. Unter einigen Anwohnern in der Gegend brach Panik aus. Viele Menschen flüchteten laut Augenzeugen aus Angst vor weiteren Explosionen. Katastrophenschutz-Minister Riad Saleh sprach von einem «mysteriösen» Vorfall. Zivilisten wurden aufgerufen, die Gegend zu meiden.

Im syrischen Bürgerkrieg war Idlib im Nordwesten die letzte Hochburg der Rebellen gegen die Regierung des inzwischen gestürzten Machthabers Baschar al-Assad. Die Region ist weiterhin unsicher und es kommt häufig zu militärischen Einsätzen und Bewegungen örtlicher Milizen.

Die Ursache für die Explosion war zunächst unklar. Schon Anfang dieses Monats war in der Nähe ein Munitionslager explodiert.

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