Libysche Konfliktparteien treffen in Genf zusammen

Foto: epa/Claudio Peri
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GENF (dpa) - Zwei Wochen nach der Berliner Libyen-Konferenz kommen Vertreter der beiden Hauptwidersacher des Bürgerkriegs in Genf zusammen.

Die ersten Gespräche zwischen je fünf Vertretern aus dem Lager von Ministerpräsident Fajis Al-Sarradsch und von dem abtrünnigen General Chalifa Haftar waren bereits am Montag geplant, wie die Vereinten Nationen mitteilten. Die Gespräche leite der UN-Sondergesandte für Libyen, Ghassan Salamé. Ob beide Parteien in einem Raum waren, teilte das UN-Büro nicht mit.

In Libyen war nach dem Sturz und der Tötung des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Die Regierung von Al-Sarradsch ist international anerkannt, hält aber nur kleine Gebiete rund um die Hauptstadt Tripolis im Westen des Landes. Gegen Al-Sarradsch kämpft Haftar mit seinen Verbündeten, die weite Teile des ölreichen Landes beherrschen und ebenfalls aus dem Ausland unterstützt werden.

Bei der Berliner Konferenz hatten sich teils in den Bürgerkrieg verwickelte Länder zu einer Einhaltung des Waffenembargos und einem Ende der militärischen Unterstützung für die Konfliktparteien in Libyen verpflichtet. Sowohl Al-Sarradsch als auch Haftar waren dabei, ohne dass sie direkt miteinander sprachen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte dabei ein baldiges Treffen beider Seiten in Aussicht gestellt. Es soll die Grundlage für einen gefestigten Waffenstillstand schaffen.

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