KOH SAMUI: Nach dem Fund mutmaßlicher Sprengsätze in den südlichen Touristenhochburgen Phuket und Krabi haben die Behörden auf Koh Samui ihre Sicherheitsvorkehrungen deutlich verstärkt. Seit Samstag (28. Juni 2025) werden alle Fahrzeuge und Personen, die über Fährverbindungen vom Festland auf die Insel gelangen, einer gründlichen Kontrolle unterzogen.
Die Maßnahmen erfolgen im Schulterschluss zwischen Polizei, Militär, Einwanderungsbehörden, Touristenpolizei und Soldaten des Internal Security Operations Command (Isoc) der Region 4. Ziel ist es, eine mögliche Ausweitung der Bedrohung auf die bei Touristen beliebte Insel in der Provinz Surat Thani zu verhindern.

Mutmaßliche Anschlagsserie im Süden
Hintergrund ist eine Reihe von Vorfällen in Phuket und Krabi, bei denen unter anderem ein verdächtiges Motorrad mit mutmaßlichem Sprengstoff in der Nähe des Flughafenterminals in Phuket sowie weitere verdächtige Gegenstände an Stränden und touristischen Orten entdeckt wurden. Alle Objekte konnten von Sprengstoffexperten (EOD) unschädlich gemacht werden. Die Behörden gehen davon aus, dass die Vorfälle miteinander in Verbindung stehen und Teil eines koordinierten Destabilisierungsversuchs im Süden sein könnten.

Inselpolizei kontrolliert alle Zufahrten
Pol Lt Gen Surapong Thanomjit, Kommandeur der Polizeiregion 8, wies alle Dienststellen in gefährdeten Gebieten an, ihre Wachsamkeit zu erhöhen. Auf Koh Samui kontrollieren Einsatzkräfte jedes Fahrzeug, das von den Fähren auf die Insel kommt, und beobachten Personen, die als potenziell verdächtig eingestuft werden. Zusätzliche Kontrollpunkte wurden entlang der Ringstraße der Insel sowie an den Piers eingerichtet, die Verbindungen zu den Nachbarinseln Koh Phangan und Koh Tao bieten.

Dialog mit Moscheegemeinde in Maret
Parallel dazu suchten Bezirksbeamte und Militärvertreter die Nurul-Ihsan-Moschee im Unterbezirk Maret auf, um mit islamischen Gemeindevertretern ins Gespräch zu kommen. Dabei baten sie um Unterstützung bei der Identifizierung unbekannter oder auffälliger Personen, die kürzlich zugezogen sein könnten.
Die Bevölkerung wurde zudem aufgerufen, wachsam zu sein und verdächtige Gegenstände oder unbeaufsichtigtes Gepäck – insbesondere in touristischen Zonen – umgehend der Polizei zu melden. Ziel sei es, mögliche Anschläge bereits im Vorfeld zu verhindern.