BANGKOK: Nach einer aktuellen Studie werden rund 10 Prozent der thailändischen Bevölkerung bis zum Jahr 2050 wegen des durch den Klimawandel verursachten stetig steigenden Meeresspiegels ihr Zuhause verlieren. Das wären sieben Millionen Menschen.
Ihr Grund und Boden werden unter Wasser stehen, sagen Forscher von Climate Central voraus, einer Wissenschaftsorganisation mit Sitz in New Jersey (USA). Die umfassende neue Studie zeigt, dass die steigende See bis 2050 dreimal mehr Menschen treffen könnte als in früheren Studien angegeben. Das trifft einige der größten Küstenmetropolen der Welt, wie Bangkok. Die Autoren eines Papiers, das letzte Woche veröffentlicht wurde, entwickelten eine genauere Methode zur Berechnung der Landhöhe auf der Grundlage von Satellitenmessungen, eine Standardmethode zur Abschätzung der Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs auf große Gebiete. Die vorherigen Zahlen seien viel zu optimistisch, so die Forscher. Die Studie zeigt, dass derzeit rund 150 Millionen Menschen an Land leben, das bis zur Mitte dieses Jahrhunderts, in nur 30 Jahren, unterhalb der Flutgrenze liegen wird.