Israelis müssen für Mord 25 Jahre ins Gefängnis

Dolev Zuarez (l.) und Eyal Bokel (r.). Foto: Archiv
Dolev Zuarez (l.) und Eyal Bokel (r.). Foto: Archiv

KOH SAMUI: Ein Gericht hat zwei Israelis des Mordes an einem Landsmann für schuldig befunden und sie zu einer Haft von 25 Jahren verurteilt.

Eine Überwachungskamera hat festgehalten, wie Eyal B. und Dolev Z. den 34-jährigen Maor M. am helllichten Tag töteten. Sie erfassten mit ihrem SUV auf der Choeng Mon Road vor dem Samui International Hospital M.s Motorrad, so dass dieser und seine Freundin auf die Fahrbahn stürzten. Während sich M. und sein Freund, der ein anderes Motorrad lenkte, sich um die verletzte Rashel O. kümmerten, stiegen die beiden Verurteilten aus dem Geländewagen und stachen mehrfach auf M. ein. Er wurde im Krankenhaus für tot erklärt, seine Freundin war schwer verletzt worden. B. und Z. flohen von der Insel, wurden aber noch am selben Tag auf dem Flughafen Don Mueang verhaftet. Sie waren von Surat Thani aus mit der Thai Lion Air nach Bangkok geflogen.

Der Mord an M. war eine Reaktion auf eine Fehde zwischen zwei israelischen Banden, berichteten israelische Medien. M. und ein Komplize wurden des versuchten Mordes an Baruch B. im Jahr 2015 beschuldigt, dem Bruder von Eyal B. Dieser Angriff kam nur zwei Monate nachdem M.s Bruder erschossen worden war.

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Leserkommentare

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Ernst Schwartz 23.08.18 06:06
Die beiden
sind früher kaum beim Mossad gewesen, sonst wäre irgend ein unschuldiger Thai so stark mit Indizien eingedeckt worden, inklusive seiner ID-Card am Tatort, dass die beiden ungeschoren weiter hätten ihren Urlaub beenden können. Der geneigte Leser weiss, auf was ich damit zeigen will.
klaus berbel 22.08.18 15:04
Keine Todesstrafe
25 Jahre Haft ist ja schon mal sehr gut. Bleibt nur zu hoffen, dass die vollständig in Thailand verbüßt werden. Wer jemanden erst anfährt und dann aussteigt um diese Person dann auch noch abzustechen, hat nichts anderes als die voll Breitseite eines Thaigefängnisses verdient. Da es auch noch Gangmitglieder waren, wäre die Todesstrafe natürlich auch nicht schlecht gewesen, da der Planet Erde solch ekelhaftes Pack nicht braucht.
Ingo Kerp 22.08.18 13:24
25 Jahre Haft, ein gerechtes Urteil und erfreulicherweise keine Todesstrafe.