Hoffnung auf baldiges Steuerabkommen

Pichai: Vorschlag liegt vor, Entscheidung noch offen

Thailands Vizepremierminister und Finanzminister Pichai Chunhavajira zeigt sich optimistisch: Thailand erwartet baldige Einigung im Steuerstreit mit den USA. Foto: epa-efe/Narong Sangnak
Thailands Vizepremierminister und Finanzminister Pichai Chunhavajira zeigt sich optimistisch: Thailand erwartet baldige Einigung im Steuerstreit mit den USA. Foto: epa-efe/Narong Sangnak

BANGKOK: Thailands Vizepremierminister und Finanzminister Pichai Chunhavajira hat am Dienstag (29. Juli 2025) den Stand der laufenden Steuerverhandlungen mit den Vereinigten Staaten erläutert und bekräftigt, dass Gespräche weiterhin im Gange seien. Die thailändische Seite habe ihren Vorschlag bereits eingereicht und warte nun auf eine Rückmeldung aus Washington. Er rechne mit einer baldigen Einigung.

„Wir werden das definitiv bald abschließen. Heute finalisieren wir die Einzelheiten des Abkommens“, sagte Pichai gegenüber der Presse.

Zollentscheidung wird in Kürze erwartet

Auf die Frage, ob Thailand mit einem US-Zollsatz von 36 Prozent rechnen müsse, erklärte Pichai, dass ein derart hoher Satz nicht zur Anwendung kommen solle. Ein konkreter Zeitpunkt für die Bekanntgabe des Ergebnisses stehe zwar noch nicht fest, er rechne jedoch mit einer Entscheidung vor oder kurz nach dem 1. August 2025. „Vielleicht wird es am 2. August verkündet – nur einen Tag später. Ich denke, es wird bald geschehen“, so der Minister weiter.

Waffenruhe soll Steuerdeal nicht belasten

Bezüglich der Waffenruhe mit Kambodscha, die im Rahmen der Gespräche ebenfalls thematisiert wurde, räumte Pichai ein, dass dies möglicherweise einen psychologischen Einfluss auf die Steuerfrage haben könne. Er betonte jedoch, dass der vorgelegte Vorschlag beidseitige Vorteile biete und das Hauptziel darin bestehe, die Wettbewerbsfähigkeit thailändischer Unternehmen zu stärken.

USA soll thailändische Situation verstehen

Mit Blick auf mögliche Auswirkungen der anhaltenden Grenzkonflikte auf die Verhandlungen zeigte sich Pichai zuversichtlich. Er sei überzeugt, dass die Vereinigten Staaten Verständnis dafür hätten, dass Thailand militärische Aktivitäten nicht über Nacht vollständig einstellen könne. Man werde die Lage sorgfältig weiter evaluieren.

Verlängerung liegt bei den Vereinigten Staaten

Ob im Falle einer ausbleibenden Einigung eine Fristverlängerung möglich sei, ließ Pichai offen. Thailand sei jederzeit zu weiteren Gesprächen bereit, betonte er. Eine Verlängerung liege jedoch im Ermessen der US-Seite.

Zur Frage, ob die Grenzlage ein zusätzlicher Belastungsfaktor in den Gesprächen sei, erklärte Pichai abschließend: „Heute müssen wir uns auf die Sicherheit unseres Landes konzentrieren. Sobald wir die wirtschaftlichen Fragen geklärt haben, gehen wir die nächsten Schritte an.“

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Hermann Hunn 30.07.25 14:40
dafür liefern die USA in das betr. Land zollfrei ?
Das ist einmal mehr das Nachplappern der allgegenwärtigen Polemiker und Aluhut-Träger. Die theatralisch vorgezeigten Listen des von seinen Speichellecker als zukünftigen "Nobel-Preisträger" (Nippel-Preisträger ist zutreffender) Donald Trump zeigen nur die in % verhängten US-IMPORT-Sätze gegen die aufgelisteten Staaten. Dass die so "bestraften" Länder US-Produkte "zollfrei" zu importieren haben, ist ein Hirngespinst fehlgeleiteter und ebenfalls selbsternannten "Wirtschaftsfachexperten". Die darbende US-Autoindustrie wird vermutlich nur noch für den eigenen Markt produzieren können. Sehr zur Freude von japanisch und chinesischen Hersteller. Auch die Investitionen der Pharmaindustrie wird sich längerfristig als ein Schuss in den Ofen erweisen. Woher kommen die Grundprodukte, wenn nicht aus China?

Letztendlich wird es für den nächsten POTUS eine Herkulesarbeit sein, das bisher angerichtete Wirtschaftschaos wieder in geregelte Bahnen zu führen.
Ingo Kerp 30.07.25 11:50
Der sich seit einiger Zeit bei den Zollverhandlungen abzeichnende Trend, auf Grund der Erpressung durch Trump, ist die willkürliche Festlegung eines x-beliebigen Zollsatzes nach Trump's Gutdünken und dafür liefern die USA in das betreffende Land zollfrei. Da bedarf es keiner weiterer Verhandlungen mehr.

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