LOPBURI: Etwa 200 HIV-Patienten des Wat Phra Bat Nam Phu in der Provinz Lopburi werden künftig in das staatliche Gesundheitssystem überführt, nachdem die Spenden für das bekannte Aids-Hospiz nahezu vollständig eingebrochen sind.
Hintergrund ist ein Finanzskandal um den ehemaligen Abt Luang Phor Alongkot, der das Hospiz 1992 gegründet hatte und im vergangenen Monat nach seiner Verhaftung zusammen mit seiner Influencer-Assistentin „Mor Bee“ wegen Unterschlagung und Geldwäsche aus dem Mönchsorden ausgetreten war.
Staat übernimmt Versorgung der Patienten
Die Enthüllungen haben zu einem massiven Vertrauensverlust unter buddhistischen Gläubigen geführt. Während das Hospiz zuvor monatlich Spenden in Millionenhöhe erhielt, wurde inzwischen berichtet, dass an manchen Tagen kein einziger Baht mehr eingegangen ist. Am Donnerstag (4. September 2025) leitete Lopburis Vizegouverneur Pratchaya Pepatung eine Sitzung am Tempel, um sicherzustellen, dass alle verbliebenen Patienten weiterhin eine angemessene Versorgung erhalten. Die Teilnehmer einigten sich darauf, die Betreuung künftig durch staatliche Einrichtungen und Stiftungen zu übernehmen.
Die Patienten werden künftig in Gruppen betreut
Dem Plan zufolge werden die Patienten in Gruppen aufgeteilt. Selbstständig lebende Patienten sollen von verschiedenen Stiftungen betreut werden. Die 13 derzeit bettlägerigen oder vollständig pflegebedürftigen Patienten werden in vier speziell ausgewiesene Einrichtungen verlegt. Für die Patienten des erweiterten Tempelprojekts „Thammarak Nivet 2“ übernehmen die Provinzbehörden der Ministerien für öffentliche Gesundheit sowie für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit die Verantwortung.
Übergang braucht Zeit und Ermittlungen laufen
Pratchaya betonte, dass der Übergang Zeit in Anspruch nehmen werde, um die Patienten über alle Schritte zu informieren und medizinisch angemessen zu begleiten. Unterdessen haben die Behörden die Ermittlungen gegen Luang Phor Alongkot beschleunigt, um diese noch vor dem Treffen des neuen „Centre for the Protection and Promotion of Buddhism“ in der kommenden Woche abzuschließen. Um die akute Notlage zu lindern, spendete das Hilfskomitee von Lopburi zuletzt 500 Kilogramm Reis an das Hospiz.