Heftige Regenfälle in 40 Provinzen

Meteorologen warnen vor Überschwemmungen und starkem Wind

Ein Motorradfahrer kämpft sich durch überflutete Straßen in Bangkok nach heftigem Regen. Foto: Ki-illustration
Ein Motorradfahrer kämpft sich durch überflutete Straßen in Bangkok nach heftigem Regen. Foto: Ki-illustration

BANGKOK: Das Meteorologische Amt hat für 40 Provinzen Thailands eine Unwetterwarnung herausgegeben. Besonders stark betroffen sind die Zentralregion, der Norden und Teile des Südens. In Bangkok und Umgebung ist mit Überschwemmungen zu rechnen. Die Bevölkerung soll Vorsichtsmaßnahmen treffen und sich auf anhaltende Regenfälle einstellen.

Die thailändische Wetterbehörde warnte am Sonntag (2. November) vor heftigen Regenfällen in großen Teilen des Landes. In rund 80 Prozent der Gebiete soll es zu Starkregen und Gewittern kommen, insbesondere in den Provinzen Tak, Kamphaeng Phet, Nakhon Sawan, Uthai Thani, Chainat, Kanchanaburi, Ratchaburi, Suphanburi, Nakhon Pathom, Ayutthaya, Phetchaburi und Prachuap Khiri Khan. Laut Meteorologischem Departement könne es in einigen Gebieten zu Überschwemmungen kommen.

Wie die Zeitung Khaosod berichtet, sind in der Zentralregion 80 Prozent der Fläche von Niederschlägen betroffen. Betroffen sind auch die Provinzen Singburi, Ang Thong, Lopburi, Saraburi, Samut Sakhon und Samut Songkhram. In Bangkok und den umliegenden Provinzen sei mit teils schweren Regenfällen zu rechnen. Mehrere Straßen in der Hauptstadt könnten zeitweise überflutet werden.

Norden und Nordosten mit kühler Luft

Im Norden bleibt das Wetter am Morgen kühl mit vereinzelten Gewittern in etwa 70 Prozent der Gebiete, darunter Mae Hong Son, Chiang Mai, Tak, Sukhothai, Kamphaeng Phet, Phitsanulok, Phichit und Phetchabun. Die Temperaturen liegen zwischen 22 und 24 Grad, auf Berggipfeln zwischen 8 und 15 Grad. Auch im Nordosten ist mit Regen in 60 Prozent der Provinzen zu rechnen, besonders in Chaiyaphum, Nakhon Ratchasima und Buriram.

Warnung an Landwirte und Schiffsführer

Das Meteorologische Amt rät Landwirten, Schutzmaßnahmen gegen mögliche Schäden an landwirtschaftlichen Erzeugnissen zu treffen. Gleichzeitig sollen sich Bewohner wetterbedingten Gesundheitsrisiken bewusst sein und vorsichtig in überfluteten Gebieten unterwegs sein. In der Andamanensee herrscht mäßiger Wellengang mit Wellenhöhen zwischen einem und zwei Metern, bei Gewittern darüber. Fischer und Bootsführer werden aufgefordert, Gewitterzonen zu meiden.

Für die Hauptstadtregion sagt der Wetterdienst 80 Prozent Regenwahrscheinlichkeit voraus, teilweise mit Starkregen. Die Temperaturen liegen zwischen 25 und 32 Grad, begleitet von südöstlichen Winden mit bis zu 20 Kilometern pro Stunde. Behörden haben Einsatzkräfte in Bereitschaft versetzt, um bei möglichen Überflutungen in besonders gefährdeten Stadtteilen wie Bang Na, Lat Krabang und Ratchada schnell reagieren zu können.

Stürme über dem Golf von Thailand

Über der Andamanensee und dem Golf von Thailand herrscht laut TMD mäßiger Wellengang mit Höhen zwischen einem und zwei Metern, bei Gewittern deutlich höher. Besonders Fischer und Bootsführer werden eindringlich gewarnt, sich von Gewittergebieten fernzuhalten. Auch in den südlichen Küstenregionen kann es zu kurzzeitigen Überschwemmungen kommen.

Ungewöhnlich starker November-Monsun

Der aktuelle Regen wird von einer besonders aktiven Monsunrinne verursacht, die sich ungewöhnlich weit nördlich verlagert hat. Meteorologen gehen davon aus, dass die Instabilität noch bis Anfang nächster Woche anhält, bevor kühlere Luftmassen aus China für Wetterberuhigung sorgen. Für viele Regionen bedeutet das jedoch anhaltende Nässe und die Gefahr weiterer Überschwemmungen – insbesondere entlang des Chao-Phraya-Flussbeckens.

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