Flughafengebühr steigt deutlich

AOT erwartet trotz höherer Ticketpreise stabile Nachfrage

Die Flughafengesellschaft AOT erhöht ab dem 20. Juni 2026 die internationale Passagier-Servicegebühr an ihren sechs Flughäfen. Bild: Airports of Thailand (AOT)
Die Flughafengesellschaft AOT erhöht ab dem 20. Juni 2026 die internationale Passagier-Servicegebühr an ihren sechs Flughäfen. Bild: Airports of Thailand (AOT)

BANGKOK: Die staatliche Flughafengesellschaft Airports of Thailand (AOT) hat eingeräumt, dass die geplante Erhöhung der internationalen Passagier-Servicegebühr (Passenger Service Charge/PSC) Flugtickets verteuern wird. Gleichzeitig zeigte sich das Unternehmen überzeugt, dass die höhere Gebühr die Nachfrage nach Flugreisen nicht spürbar beeinträchtigen werde.

Die neue Gebühr soll ab dem 20. Juni 2026 an allen sechs von AOT betriebenen Flughäfen gelten. Die internationale PSC steigt dabei von bislang 730 auf 1.120 Baht pro Passagier.

AOT verteidigt Gebührenerhöhung

AOT-Präsidentin Paweena Jariyathitipong erklärte am Mittwoch (6. Mai 2026), dass die Anpassung umfassend geprüft worden sei und den Standards der International Civil Aviation Organization (ICAO) entspreche. Sämtliche Kostenstrukturen würden auf festgelegten Prinzipien und überprüfbaren Daten basieren. Die höheren Gebühren würden sich zwar zwangsläufig in den Ticketpreisen niederschlagen, nach Einschätzung von AOT jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf die Wahl des Reiseziels haben.

Nach Angaben der AOT sollen die zusätzlichen Einnahmen ausschließlich für den Ausbau und die Modernisierung der Flughäfen verwendet werden. Paweena betonte zugleich, dass die Gebührenerhöhung nicht dazu dienen solle, Einnahmeverluste auszugleichen, die durch das Ende von Duty-free-Konzessionsverträgen mit King Power entstanden seien.

Flugpreise stark vom Öl abhängig

Die AOT verwies außerdem darauf, dass Schwankungen bei Flugpreisen weiterhin deutlich stärker von den internationalen Kerosinpreisen beeinflusst würden. Angesichts globaler Konflikte habe die Flughafengesellschaft bereits Maßnahmen vorbereitet, um mögliche Auswirkungen auf den Luftverkehr abzufedern.

Die Erhöhung gilt als stärkste Anhebung der Passagier-Servicegebühr seit fast zwei Jahrzehnten. Gleichzeitig wächst die Diskussion darüber, ob Reisende künftig tatsächlich spürbare Verbesserungen bei Infrastruktur und Servicequalität erhalten werden. Zwar gelten zusätzliche Investitionen in die Flughäfen als notwendig, dennoch gibt es Bedenken, ob die höheren Kosten für Passagiere mit sichtbaren Verbesserungen im Reiseerlebnis einhergehen.

Milliardenprojekte für Suvarnabhumi

Der Flughafen Suvarnabhumi Airport fertigt derzeit nach Angaben der AOT rund 46 Millionen Passagiere pro Jahr ab. Geplant sind dort unter anderem eine Erweiterung des östlichen Terminals im Umfang von zwölf Milliarden Baht sowie ein weiteres Infrastrukturprojekt für einen künftigen Südterminal im Wert von rund 20 Milliarden Baht.

Weitere Ausbauprojekte betreffen den Don Mueang International Airport mit einer dritten Ausbauphase im Umfang von rund 30 Milliarden Baht sowie den Phuket International Airport, dessen erste Erweiterungsphase mit rund zehn Milliarden Baht veranschlagt wird. Durch sämtliche Projekte soll die Gesamtkapazität der sechs AOT-Flughäfen bis zum Jahr 2034 auf insgesamt 180 Millionen Passagiere steigen.

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Michael Meier 08.05.26 12:00
hääääää ?
30€ halten die Leute ab davon nach Thailand zu fliegen ? 1x weniger soi 6 und die Kohle ist wieder eingespart !
Dieter Kowalski 08.05.26 09:50
@ Herr Guempel
Die sogenannte passenger service charge beträgt in Thailand künftig umgerechnet knapp 30 Euro.
Kambodscha verlangt 25,50 € und Vietnam höchstens 21,30 € (durchschnittlich aber nur 15,30 €).
Damit ist Thailand am Teuersten.
Die 60 Tage Visafreiheit steht gerade auf der Kippe, und wird höchstwahrscheinlich fallen.
Zudem ist Thailand sehr erfinderisch was neue Gebühren anbelangt. Ich kann mir durchaus vorstellen, das aufgrund der grasierenden Bevorteilung von Touristen, der eine oder andere auf künftige Thailand Urlaube verzichten wird.

Manfred Guempel 08.05.26 09:15
Flughafen Gebühren steigen deutlich
Also was hier einige schreiben ist für mich nicht nachvollziehbar.
Jemand macht eine Prognose, 10 % weniger Touristen! Wenn 40 Millionen einreisen, sollen deswegen 4 Millionen also weniger kommen? Nie!
Auch wenn die Gebühren um 390 B. steigen, wird es nicht weniger werden..
Alle vergessen, Einreise 60 Tage f r e I !!!
Nicht jetzt einige schreiben, gehen nach Vietnam, Cambodia usw. Einreise 25 - 45 !!! Dollar!
Warum für Peanuts soviel schreiben?
Nick H. 08.05.26 09:15
Wo ist das Problem?
Für ein 14 Tage-Visum bezahlt man in Nepal 30 US$, fur 30 Tage 50. Und das muss man auch noch umständlich im Voraus beantragen und bezahlen. Wo ist das Problem?
marek holdmann 07.05.26 18:30
Flughafen Gebühren
Ich bin überzeugt das diese Erhöhung mindestens 10 Prozent an besuchen kosten wird
Sandro Rudin 07.05.26 18:10
Das muss sein
Sonst ist ja zuwenig Geld da, um die Baufirmen der reichen Thai-Mogule zu finanzieren, welche die ganzen zwingend notwendigen Erweiterungen für die Flughäfen umsetzen, die dann alle unbenutzt herumstehen.
Thailand Fan 07.05.26 17:50
Zusammengefasst: Da die Flugpreise stark von den Kerosinpreisen beeinflusst werden, federt man die Auswirkung auf den Flugverkehr durch Erhöhung der Flughafengebühr von 730 auf 1120 Baht ab ...
Kammasomachen
Heinz Bergmann 07.05.26 15:00
Ob das bei sinkenden Zahlen im Tourismus
die richtige Maßnahme ist, möchte ich bezweifeln. Ich würde gleichzeitig auch noch die Anzahl der Tage bei Visa on Arival auf 20 Tage reduzieren !
Kambodscha und Vietnam reiben sich schon die Hände !
Ingo Kerp 07.05.26 12:20
Wenn es irgendwo noch eine Möglichkeit gibt noch weitere Gelder zu generieren, ist Thailand erfinderisch genug, diese Möglichkeit zu finden.
Andreas Hamm 07.05.26 11:20
Soso, diese 390 Baht und wahrscheinlich zusaetzlich die 300 Baht " Einreisegebuehr."
Ist fast eine Verdopplung des jetzigen Preises. Nur weiter so Thailand, die Touristen werden es ( mit Fernbleiben) danken. Dieser ganze Hokuspokus bei jetzt schon sinkenden Tourizahlen.

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