BANGKOK: Die thailändische Regierung treibt den Ausbau der nationalen Flughafeninfrastruktur mit mehreren Großprojekten voran. Verkehrsminister Phiphat Ratchakitprakarn erklärte vor einem Besuch bei der Airports of Thailand Public Company Limited, dass es das Ziel der Regierung sei, akute Probleme im Verkehrssektor zu lösen und gleichzeitig die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes langfristig zu stärken.
Im Mittelpunkt der Gespräche mit der Betreibergesellschaft der wichtigsten internationalen Flughäfen des Landes standen drei kurzfristige Maßnahmenpakete. Zum einen sollen bereits laufende Bauprojekte beschleunigt und möglichst rasch fertiggestellt werden. Dazu zählt unter anderem die Beschaffung von Technologien zur Erkennung und Abwehr unbemannter Fluggeräte wie Drohnen.
Zudem sollen Ausschreibungen für bereits genehmigte oder vorbereitete Projekte beschleunigt werden. Geplant ist unter anderem die Vergabe zusätzlicher Konzessionen für Vorfeld- und Bodenabfertigungsdienste sowie für den Betrieb von Frachtlagerhäusern am Suvarnabhumi Airport.
Andaman- und Lanna-Airport geplant
Darüber hinaus will die Regierung mehrere Großprojekte noch vor Beginn der Ausschreibungen dem Kabinett zur Genehmigung vorlegen. Dazu gehören die östliche Erweiterung des Passagierterminals am Suvarnabhumi Airport, der Entwicklungs-Masterplan 2025 für den Flughafen, die zweite Ausbauphase des Don Mueang International Airport sowie Studien für neue Flughäfen mit den Arbeitstiteln Andaman Airport (Phang Nga) und Lanna Airport (Lamphun).
Nach Angaben von AOT-Präsidentin Paweena Jariyathitipong plant das Unternehmen in den kommenden fünf Jahren Investitionen von rund 80 Milliarden Baht zur Erweiterung der Flughafenkapazitäten. Der Großteil der Projekte habe die Machbarkeitsprüfungen bereits abgeschlossen und befinde sich derzeit zur Prüfung beim Nationalen Wirtschafts- und Sozialentwicklungsrat sowie weiteren zuständigen Behörden.
Suvarnabhumi-Ausbau bis 2030
Als erstes Vorhaben soll noch in diesem Jahr die sogenannte East Expansion am Suvarnabhumi Airport umgesetzt werden. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund zwölf Milliarden Baht wurde bereits an das Kabinettssekretariat weitergeleitet. Nach einer Genehmigung könnte die Ausschreibung sofort beginnen. Die Vergabe soll etwa vier Monate dauern, sodass der Baustart gegen Ende dieses Jahres erwartet wird. Die Bauzeit ist auf vier Jahre angesetzt, die Inbetriebnahme ist für 2030 vorgesehen.
Parallel dazu plant AOT die dritte Ausbauphase des Don Mueang International Airport mit einem Gesamtbudget von rund 69 Milliarden Baht. In einem ersten Abschnitt sollen Infrastrukturmaßnahmen und das neue Terminal 3 mit Kosten von etwa 30 Milliarden Baht umgesetzt werden. Das Projekt wartet derzeit noch auf die Prüfung durch die zuständigen Planungsbehörden. Der Baustart könnte Anfang kommenden Jahres erfolgen.
Phuket-Airport soll stark wachsen
Zum Investitionsprogramm gehören außerdem der Entwicklungs-Masterplan 2025 für den Suvarnabhumi Airport mit Infrastruktur- und Versorgungssystemen im Umfang von rund 20 Milliarden Baht sowie die zweite Ausbauphase des Phuket International Airport. Dort soll die jährliche Passagierkapazität von derzeit 12,5 Millionen auf 18 Millionen Fluggäste erhöht werden.
Nach Angaben der AOT verfügt das Unternehmen über ausreichende finanzielle Mittel für die geplanten Investitionen. Ein Teil der Finanzierung soll aus vorhandenen Rücklagen erfolgen. In den ersten fünf Jahren seien daher keine zusätzlichen Kreditaufnahmen vorgesehen.