Experten erarbeiten Sanierungsplan für die THAI

In einem Terminal des internationalen Flughafens Suvarnabhumi in Bangkok. Foto: epa/Narong Sangnak
In einem Terminal des internationalen Flughafens Suvarnabhumi in Bangkok. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Verkehrsminister Saksayam Chidchob wird nächste Woche Premierminister Prayut Chan-o-cha eine Liste von 15 Personen übergeben, die einen Sanierungsplan im Einklang mit dem Konkursgesetz für die Thai Airways International (THAI) ausarbeiten sollen.

Am Dienstag hatte das Kabinett einem Vorschlag zugestimmt, der vorsieht, dass die hoch verschuldete nationale Fluggesellschaft mit einem vom Konkursgericht überwachten Sanierungsprozess gerettet werden soll. Das Kabinett billigte auch, dass das Finanzministerium seinen Anteil an der THAI um drei Prozent auf weniger als 50 Prozent reduziert, wodurch die Airline ihren Status als staatliches Unternehmen verliert.

Der Minister sagte, die Fluggesellschaft werde aus dem gerichtlich überwachten Sanierungsprozess gestärkt hervorgehen. Das Verkehrsministerium ist beauftragt, ein Gremium zur Erstellung des Sanierungsplans zu benennen, der an das Gericht weitergeleitet wird. Wenn das Gericht diesen Plan genehmigt, müssen noch die Aktionäre grünes Licht geben. Unter den 15 Mitgliedern sollen Sachverständige aus der Luftfahrtindustrie sein.

Die THAI wird sowohl in Thailand als auch in den USA Konkurs anmelden, da bis zu 35 Prozent ihrer Gesamtschulden bei ausländischen Gläubigern liegen. Der größte Teil der Schulden betrifft das Leasing von Flugzeugen. Saksayam ist zuversichtlich, dass der Sanierungsplan bis nächsten Monat abgeschlossen sein wird und dann die THAI mit der Arbeit an der Sanierung beginnen kann.

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Hansruedi Bütler 22.05.20 12:03
Sorry, Erwin
In der Eile hatte ich Deine freundliche und angenehme Anrede übersehen, die mir besser gefällt als gar manche andere die "analog" daherkommt. Bilb xsund und LG, Hansruedi
Hansruedi Bütler 21.05.20 17:42
@Erwin Gasser
Nein Herr Gasser, an Wunder glaube ich nicht, aber wenn die Thai nicht mehr als Staatsfirma geführt wird, ist ein Teil des Druckes weg. Schreibt die neue Thai (wie wird sie wohl heißen?) wieder rote Zahlen, kann sich der Staat weiter zurückziehen. Nur durch eine grössere Privatisierung sehe ich eine Chance die Vetternwirtschaft weiter zu reduzieren. Mit 51,3% Staatsanteilen war das unmöglich.
Peter Fässler 21.05.20 13:39
Wunder geschehen immer wieder
"Verkehrsminister Saksayam Chidchob wird nächste Woche Premierminister Prayut Chan-o-cha eine Liste von 15 Personen übergeben". Thai Airways (TG) ist eine private, börsenkotierte Firma und ist vor allem wegen den politischen Interventionen von absolut unfähigen Parlamentsmitglieder und deren Komitees zugrunde gerichtet worden; gewisse einflussreiche Posten wurden vetternwirtschaftlich verteilt. Jeder langte zu; so wie Einkaufen im Supermarkt mit dem Unterschied, dass es beim Ausgang bei TG keine Kasse gab. Milliarden von (Steuergelder-)Baht wurden buchstäblich vernichtet und den neusten Versuch, noch einmal 50 Milliarden Steuergelder abzuzweigen, ging dank der sozialen Medien daneben. TG wäre mit oder ohne Corona-Thema hops gegangen und daran waren ausschliesslich die Angestellten und deren Schaffen schuld. Produkte und Preisausrichtungen wurden komplett am Passagier vorbei geplant und umgesetzt und sind ein Armutszeugnis sondergleichen. Die Chidchob-Familie Kaisers im heimischen Buriram; Bruder Newin Chidchob war früher auch Minister (und überwarf sich dann mit Thaksin); Vater Chai Chidchob war zuletzt Sprecher des Repräsentantenhauses und setzte Thanathorn's politischen Grabstein. Politisch ist die Familie mit allen Wassern gewaschen, von einem Auswahlverfahren für fähige Konkursverwalter versteht die ganze Meschpoche gar nichts. Interessant wäre, die Details der 15 Kandidaten zu kennen; da gibts sicher ein paar Schenkelklopfer darunter ;-) Mal sehen!
Erwin Gasser 21.05.20 13:38
Onkel-Tanten-Neffen Trick
Lieber Hansruedi, glaubst Du noch an Wunder ??? 55555
Ingo Kerp 21.05.20 13:27
Es scheint derzeit der einzig moegliche Weg der Thai Airways zu sein, um wieder im Flugverkehr mitmischen zu koennen. Wenn Thai jetzt noch schlanker wird, entsprechende Manager mit Airwayqualifikationen hat, koennte es im derzeit stark schrumpfenden Luftfahrtmarkt evtl. eine Zukunft geben.