Dorfbewohner erschießt wilden Elefanten

Foto: Khaosod
Foto: Khaosod

PRACHUAP KHIRI KHAN: Die Polizei hat einen Dorfbewohner verhaftet, der im Nationalpark Kui Buri einen wilden Elefanten erschossen hatte.

Laut Rakpong Boonyoi, Chef des Nationalparks, ereignete sich der Vorfall am Samstag, als Parkranger den wilden Elefanten von einer Gummiplantage zurück in den Wald trieben. Die Ranger hörten einen Schuss und fanden den Elefanten auf einer Plantage tot in einem Graben liegen. Ein 49 Jahre alter Dorfbewohner stand in der Nähe und hielt eine Schrotflinte in der Hand. Er gab an, den Dickhäuter in Notwehr erschossen zu haben. Der Elefant war 15 bis 20 Jahre alt und wog zwischen 1,5 und 2 Tonnen.

Rakpong sagte, im letzten Monat seien im Nationalpark vier wilde Elefanten, darunter der jetzt getötete, durch Stromschlag oder Schüsse ums Leben gekommen. Die Beamten seien bemüht, mit Hilfe der örtlichen Führer, der Polizei und des Militärs Zusammenstöße zwischen den wilden Tieren und der örtlichen Bevölkerung zu verhindern. Im Nationalpark Kui Buri sollen rund 300 wilde Elefanten leben.

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Siam Fan 04.07.20 05:37
@Oliver Harms 29.06.20 22:56
Ich finde den Bericht nicht, auch nicht ueber Suchfunktion.
Hansruedi Bütler 02.07.20 18:21
Thomas Knauer
Ich glaube, jetzt könnte ich mir vorstellen, was der effektive Grund sein könnte.
Es gibt tödliche Schockzustände, die auch durch Schmerz entstehen.
Dasselbe geschieht auch, wenn die Geschwindigkeit der Schrotkugel hochgenug ist.
Kommt natürlich auf die Treibladung und das Gewicht des Schrots an.
Das Kaliber muss nicht zwingend einen Einfluss auf die Tötungswirkung haben.
Aber vermutlich beschreiben Sie folgendes Szenario:
Zweitens kann die Schockwirkung das Stück stoppen und an Ort und Stelle binden.
Diese Schockwirkung wirkt auf das zentrale Nervensystem.
Sie kommt dadurch zu Stande, dass die Energie in Form einer Druckwelle auf den Wildkörper abgegeben wird. Diese Druckwelle ist es auch, die mehr Gewebe zerstört, als die eigentliche Geschossmasse. Die Druckwelle und ihre Ausbreitung ist maßgeblich von der Auftreffgeschwindigkeit abhängig.
Im Gegensatz zur abgegebenen Gesamtenergie in Joule bildet dabei das Geschossgewicht eine nur untergeordnete Rolle. Eventuell ist es bei Schrot untergeordnet, aber sehr interessant.
Sehen Sie Herr Knauer, so habe ich wieder etwas, was ich eigentlich in einer anderen Art kannte, nun durch Sie neu erlernt. Vielen Dank. MfG HRB
Thomas Knauer 02.07.20 17:22
Hansruedi Bütler,

hab da keine Zahlen oder Untersuchungen. Ist lediglich die Erklärung der Waidmänner warum ich beim Häuten der Kaninchen und Hasen in der Decke selten mehr als 2 oder 3 Schrotpartikel und im Fleisch keine finde. Wobei wenn es unerfahrene sind hab ich die Tiere auch schon gespickt mit Schrot bekommen und entsorgt. Wildenten stehen jetzt nicht auf meinem Speiseplan so dass ich hier keine Erfahrungen habe.
Bei den meisten in meiner Bekanntschaft verwendeten Waffen handelt es sich um Drillinge, ich selbst habe immer die Armbrust bevorzugt, sie war sehr lange ohne Waffenschein zu führen und bei der Jagd auf Sauen immer sehr effektiv, konnten mehrere Tiere erlegt werden bevor der Rest floh.
Hansruedi Bütler 02.07.20 16:22
Thomas Knauer,
finde Ihre Angaben zum Druckgeschehen sehr interessant. Haben Sie Angaben?
Kann mir aber dann schlecht erklären, wie Blei-Schrot in eine geschossene Ente gelangen sollten.
Die Wirkung der Schrotladung hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: Anzahl der Schrote im Ziel, Deckung der Garbe und der Geschwindigkeit.
Als Anhalt sagt man, dass ein waidgerechter Schrotschuss bis ca. 35 m - 40 m mit Blei (bei Weicheisen 30 m-35 m) möglich ist.
Zudem sei erwähnt, dass die Schrotgarbe bei 35 m Entfernung ca. 3,5 m lang ist, sprich nicht alle Kugeln treffen auch zeitgleich im Ziel ein. Mit der S&B 12/70 mit 3,25 mm Kugeln, erreicht man auf 40 m, eine „volle Abdeckung“ von ca. 90 bis 114 cm im Durchmesser.
D.h. in diesem Bereich befindliche Objekte werden getroffen. Glauben Sie, dass Tiere auf diese Distanz durch den Luftdruck und nicht das Schrot, getötet werden.
Würde mich auf diesbezügliche Angaben freuen. Man lernt nie aus. Beste Grüsse HRB
Thomas Knauer 02.07.20 14:52
Wer mit Schrot Kaninchen und Vögel jagt wird sicher drauf achten das er weit genug entfernt ist und großflächig streut. Getötet werden die Tiere nicht durch die Schrotkörner sondern den Druck.
Ich sehe allerdings um Chanthaburi oder Bua Yai wenig Jäger, Waffen gibt es aber in fast jedem Haushalt.
In den Obstgärten und auch in den Reisfeldern sowie auf Brachflächen sehe ich immer wieder Fallen(Schlingen).