Bangkok plant F1-Straßenerennen

Foto: Generiert Mit Dall-e
Foto: Generiert Mit Dall-e

BANGKOK: Bangkok könnte schon bald Austragungsort eines Formel-1-Straßenrennens werden, wie der thailändische Tourismus- und Sportminister Sorawong Thienthong kürzlich verkündete.

In Gesprächen mit Jean Todt, dem Vorstandsvorsitzenden der Fédération Internationale de l‘Automobile (FIA), erörterte Minister Sorawong die Pläne, das prestigeträchtige Motorsportevent in die Hauptstadt zu holen. Dies würde einem früheren Vorschlag von Premierminister Paetongtarn Shinawatra folgen und könnte noch vor Jahresende offiziell bestätigt werden.

Minister Sorawong betonte, dass die Formel 1 weit mehr als nur ein Autorennen sei. „Sie zieht Autofans und Millionäre aus aller Welt an und hat das Potenzial, eine außergewöhnlich positive Stimmung und erhebliche wirtschaftliche Vorteile für Thailand zu bringen“, erklärte der Minister.

Nach seinen Angaben könnte ein solches Event über 12 Milliarden Baht pro Veranstaltung generieren. Der Minister erinnerte daran, dass bereits 2015 unter der Leitung des damaligen Tourismus- und Sportministers Chumpol Silapa-archa die Idee eines Straßenrennens diskutiert wurde. Damals war eine Strecke im historischen Rattanakosin-Inselbereich im Gespräch, die allerdings aufgrund der dort vorherrschenden Holzpfahlbauweise ungeeignet schien. Die Regierung prüft nun alternative Standorte in der Hauptstadt und plant, im Dezember ein Update zu den Machbarkeitsstudien zu veröffentlichen.

Zusätzlich dazu ist im Eastern Economic Corridor (EEC) durch private Investoren eine weitere Formel-1-Strecke geplant. Laut EEC-Generalsekretär Chula Sukmanop befindet sich das Projekt in der Entwurfsphase, wobei die Strecke nicht nur für jährliche Formel-1-Rennen, sondern ganzjährig für Besucher zugänglich gemacht werden soll.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Ole Bayern 14.10.24 03:10
Hirngespinste 1. Ranges .....
..... wie Herr Winter schon schreibt .... dem Herrn Minister Sarawong fällt die Kinnlade herunter , wenn er erst einmal konkrete Zahlen vorgelegt bekommt, was der denn nun Spaß effektiv kostet. Aber offensichtlich hat er in einer ersten Kostenbetrachtung einfach nur übersehen, das die Kalkulation nicht in THB ist sondern in US$ angegeben ist.
Neben den jährlichen Lizenzgebühren von ca. 50 Mio US$ kommt ja noch der Neubau der Strecke selbst , ca. 1 Mrd US$ hinzu , sowie Unterhaltung derselben inkl. Servicebereiche von nochmals an die 100 Mio US$ jährlich. Die dazu nötigen Eintrittspreise und Preise für TV Rechte zum Event, sind in Thailand in der notwendigen Masse einfach nicht erziehlbar. Dies ist ja schon in Europa DAS eigentliche Problem . In SIN ... ich war selbst einmal schon dort .... beginnen die Eintrittspreise für das WE ( 3 Tage ) mittlerweile bei ca. 50.000 THB . ( 1250 US$ ) . Hotel , Essen , Flug , kommt alles noch hinzu . Thailand kann - und muß - sich diese Event ganz einfach nicht leisten ... aber nur meine Meinung . Aber wir werden ja sehen ....

VG Ole
Bernhard Winter 13.10.24 23:20
CO2 Ausstoß?
Wenn die halbe Stadt gesperrt wird, damit nur noch 20 Autos im Kreis rasen können, dürfte sich doch die CO2 Bilanz in diesen Tagen erheblich verbessern :-)
Aber der Plan wird sich eh in Luft auflösen, wenn der euphorisierte Herr Sorawong mal die finanziellen und technischen Vorgaben der FIA im Details prüft. F1 ist ein teures Prestigeprojekt, Geld verdienen kann ein Staat nicht damit (weswegen es auch in D keine solchen Rennen mehr gibt).
Lutz E. 13.10.24 20:00
Super Idee!
Sollte es regnen, könnte man Speedboot-Rennen als Ersatz veranstalten. Leute, ernsthaft, investiert das Geld in die eigene Bevölkerung. Zusammen mit noch 20% der Tourismusausgaben, könnte das immerhin schon für eine angemessene Altersvorsorge für diejenigen genügen, die das Geld für das Land erarbeiten.
leschim alex 13.10.24 19:30
Seit Cannabis vor 2 Jahren legalisiert .....
..... wurde gibt es immer mehr von diesen schwach- und groessenwahnsinnigen Plaenen.
Gibt es keine Probleme in Thailand die es wert waeren angefasst und beseitigt zu werden ?
Maximilian Blaha 13.10.24 18:10
Formula ONE
F1 in Städten hat schon ein ganz besonderes Flair. Irre. Monaco, Melbourne, Singapur, Baku ... toll! Aber natürlich trägt der Autorennsport nichts zur Klimaerhaltung bei. Aber dies ja kaum ein Auto im Betrieb! Ist also schon egal, wenn man die CO2 Belastung der gewollten aber unnötigen, unsäglichen Kriege, etwa in der Ukraine, betrachtet! Alles Gute den Planern in Bangkok!
Harald N.. 13.10.24 18:00
Bei der gebotenen Qualität der Straßen wäre ein Rennen, etwas überzeichnet gesagt, von Offroadfahrzeugen eher angebracht.
Jürgen Franke 13.10.24 17:00
Wenn man damit offensichtlich
viel Geld verdienen kann und kein Schaden angerichtet wird, bin ich auch mit diesem Unsinn einverstanden.
Dracomir Pires 13.10.24 15:00
Ich bin nicht so negativ ...
.... eingestellt wie die anderen Kommentierer. Selbstverständlich würde ich nach Bangkok fahren, um ein F-1-Rennen zu schauen, denn so ein Spektakel habe ich noch nie live miterlebt.
Dirk 13.10.24 14:00
Alter Verwalter
Man kann die Gier und Verzweiflung nach Geld förmlich spüren, es wird jeden Tag eine neue Sau durch Thailand getrieben. Aber beruhigt euch, bis die Schlaglöcher und Straßen den Vorgaben entsprechen wird noch viel Zeit vergehen.
Roland Rieser 13.10.24 13:10
F1 Rennstrecke im Isaan
Genau, statt in Bangkok eine F1 Strecke zu bauen, sollten sie eine Strecke im nördlichen Isaan erstellen.
Der südliche Isaan hat schon den Chang Circuit Buriram.
Bangkok und Umgebung haben den Thailand Circuit, den Bira und KeangKrachan.
Irgentwo in der Nähe eines Flughafens, Udon oder KhonKean wird sich doch ein Areal finden lassen, dass dann auch Geld in den ärmeren Teil spült.
So eine Strecke kann das ganze Jahr über genutzt werden, siehe Buriram.
Günter Jack 13.10.24 13:00
Man stelle sich vor, da sollen dutzende dieser roehrenden Boliden durch die Hauptstadt rasen und die ohnehin schon miserable Luft noch mehr verpesten. Und das alles findet unter der Ueberschrift "nachhaltiger Tourismus in Thailand" statt.
Jomtien Franky 13.10.24 12:40
Völliger Stuss!
Die Straßen von Bangkok sind ohnehin jeden Tag so hoffnungslos überlastet, und jetzt käme zunächst der Bau einer solchen Strecke hinzu, plus beim Event das tagelange Absperren der halben Stadt. Was wollen die noch tun, um den Verkehrskollaps zu fördern? Booooh glaubse!
Titus 13.10.24 12:00
Thailand ist schon sehr merkwürdig. Armut hier, Armut dort, überall wird gejammert, und da macht man sich Gedanken über die Austragung eines F1 Rennens!!! Wem soll das bitte nützen? Ganz bestimmt fließt kein Baht aus den daraus generierten Einnahmen in den Isaan! Wie heißt es so schön - Schuster bleib bei deinen Leisten! Bangkok ist weder Monza noch Silverstone!
Titus 13.10.24 12:00
Thailand ist schon sehr merkwürdig. Armut hier, Armut dort, überall wird gejammert, und da macht man sich Gedanken über die Austragung eines F1 Rennens!!! Wem soll das bitte nützen? Ganz bestimmt fließt kein Baht aus den daraus generierenden Einnahmen in den Isaan! Wie heißt es so schön - Schuster bleib bei deinen Leisten! Bangkok ist weder Monza noch Silverstone!
Ingo Kerp 13.10.24 11:40
Nachdem Singapur eine F1 Strecke hat, muß Thailand wohl nachziehen. Die Antrittsgebühr für das Rennen dürfte bei ca. 2 Milliarden THB liegen, die Thailand zu zahlen hat, außer den Kosten für die Bereitstellung der Strecke, Fahrerlager, Parkplätzen und vielem mehr. Wie sich die zu generierenden 12 Milliarden THB Einnahme errechnen, bleibt das Geheimnis des Veranstalters.
Dieter Kowalski 13.10.24 09:00
Bei der thailändischen Straßenbaukompetenz, kann da wohl gar nichts schief gehen...

Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.