BANGKOK: Thailands Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul wird vom 16. bis 19. Juni 2026 nach Russland reisen, um am ASEAN-Russland-Gipfel in der Stadt Kasan teilzunehmen. Bei dem Treffen am 17. und 18. Juni wollen die Teilnehmer das 35-jährige Bestehen der Beziehungen zwischen Russland und der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN würdigen.
Nach Angaben des thailändischen Außenministeriums wurden die Vorbereitungen für den Gipfel bereits bei der 22. ASEAN-Russland-Sitzung hochrangiger Beamter in Kasan erörtert. Auch das ASEAN-Sekretariat bezeichnet das Treffen als wichtigen Schritt zur Stärkung der strategischen Partnerschaft zwischen beiden Seiten.
Putin lädt ASEAN-Staaten nach Kasan ein
Der russische Präsident Vladimir Putin hat die Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Vertreter der ASEAN-Mitgliedstaaten zu dem Gipfel eingeladen. Erwartet werden Delegationen aus Brunei, Timor-Leste, Vietnam, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Singapur, Thailand und den Philippinen. Zudem sollen ein Sondergesandter des myanmarischen Präsidenten sowie der ASEAN-Generalsekretär teilnehmen.
Im Mittelpunkt der Gespräche stehen nach Angaben der Organisatoren die weitere Entwicklung der strategischen Partnerschaft zwischen Russland und ASEAN sowie aktuelle regionale und internationale Themen. Darüber hinaus sollen Möglichkeiten einer vertieften Zusammenarbeit in den Bereichen Politik, Wirtschaft und humanitäre Angelegenheiten erörtert werden.
Neue Impulse für die Partnerschaft
Die ASEAN-Staaten und Russland wollen den Gipfel nutzen, um die künftige Ausrichtung ihrer Beziehungen festzulegen. Medienberichten zufolge begrüßten die ASEAN-Mitglieder den russischen Vorschlag, das Jubiläumstreffen in Kasan auszurichten, und sehen darin eine Chance, der Zusammenarbeit neue Impulse zu verleihen.
Die Teilnahme Anutins erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen rund um Russland. Trotz unterschiedlicher Positionen innerhalb der ASEAN-Staaten zum russischen Angriff auf die Ukraine hält die Staatengemeinschaft an ihrem Dialog mit Moskau fest und setzt die Zusammenarbeit im Rahmen regelmäßiger hochrangiger Treffen fort.