Aktivisten gedenken der Revolution von 1932

Pro-Demokratie-Aktivisten präsentieren auf einer Kundgebung am Mittwoch eine Attrappe der spurlos verschwundenen Gedenktafel an die Siamesischen Revolution von 1932. Foto: epa/Narong Sangnak
Pro-Demokratie-Aktivisten präsentieren auf einer Kundgebung am Mittwoch eine Attrappe der spurlos verschwundenen Gedenktafel an die Siamesischen Revolution von 1932. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Politische Aktivisten verschiedener Gruppen haben am Mittwoch im ganzen Land mit friedlichen Versammlungen des Jahrestags der Revolte von 1932 gedacht, die die absolute Monarchie im damaligen Siam beendete.

In Bangkok versammelten sich 30 bis 40 Demonstranten am Demokratie-Denkmal der Stadt und spielten auf einer Großleinwand ein Video ab, in dem die Rede der Führer der Volkspartei nachgespielt wurde, nachdem sie vor 88 Jahren die Regierung von König Prajadhipok gestürzt und in Thailand eine konstitutionelle Monarchie eingeführt hatten.

„Heute vor 88 Jahren, im Morgengrauen, ergriff die Volkspartei die Macht und wandelte das Regierungssystem in eine Demokratie um", sagte Anon Nampa. Aktivisten forderten Änderungen an der gegenwärtigen Verfassung, die von der Junta vor der Koalitionsregierung geschrieben worden war. „Wir wollen den Jahrestag der Revolte nutzen, um unseren Standpunkt zur Problematik der gegenwärtigen Verfassung, die vom Militär entworfen wurde, darzulegen", sagte Anusorn Unno von einem Komitee, das für eine Volksverfassung kämpft.

In Khon Kaen versammelten sich etwa zehn Studenten der Universität Khon Kaen, um das Gebiet um das Denkmal der Demokratie in der Provinz zu säubern. Die jungen Menschen kamen gegen 6.30 Uhr morgens mit Besen und Reinigungsflüssigkeiten am Denkmal an der Straße nach Srichan an. Sie hielten Stoffbanner mit Botschaften in der Hand, um die Passanten an den Wandel zu erinnern, der vor 88 Jahren stattfand. Ein Kernmitglied der Gruppe, das die „Bangkok Post“ darum bat, nicht namentlich genannt zu werden, sagte, die Aktivität sei als symbolische Gedenkfeier zum Jahrestag der Revolution vom 24. Juni 1932 gedacht, um die Menschen der neuen Generation an die Bedeutung der Demokratie zu erinnern.

Die Polizei überwachte Proteste in mindestens 12 Provinzen. Während des Coronavirus-Ausnahmezustands sind große öffentliche Versammlungen verboten, aber die Behörden haben die Demonstrationen nicht blockiert. Premierminister Prayut Chan-o-cha ging am Dienstag in seiner Rede nicht direkt auf die Proteste an, sagte aber den Menschen: „Verletzt nicht die Monarchie und verstoßt nicht gegen das Gesetz".

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