BANGKOK: Ärzte und Gesundheitswissenschaftler haben die Öffentlichkeit davor gewarnt, dass E-Zigaretten ein Vielfaches der Nikotinmenge von normalen Zigaretten enthalten können. Das bedeutet, dass sie sich negativ auf die Lunge, das Herz und das Gefäßsystem der Nutzer auswirken und das Krebsrisiko erhöhen.
Dr. Roengrudee Patanavanich von der medizinischen Fakultät des Ramathibodi Hospital gab diese Warnung bei einer akademischen Diskussion mit dem Titel „Wissen Sie, dass E-Zigaretten gefährlich sind?“ heraus.
Sie sagte, dass es in der Gesellschaft ein Missverständnis darüber gebe, dass E-Zigaretten weniger gefährlich seien als normale Zigaretten. Bei Teenagern kann die Nikotinbelastung des sich entwickelnden Gehirns zu kognitiven Problemen wie schlechtem Gedächtnis, Depressionen, Frustration, mangelnder emotionaler Kontrolle sowie zu verminderter Lernfähigkeit und Konzentration führen.
Die Nikotinabhängigkeit erhöht laut Dr. Roengrudee auch das Risiko eines späteren Konsums von anderen Drogen.
Sie wies außerdem darauf hin, dass die Weltgesundheitsorganisation und die Weltbank E-Zigaretten eindeutig als Produkte mit enormen wirtschaftlichen Auswirkungen einstufen.
Die beiden internationalen Gremien haben darauf hingewiesen, dass E-Zigaretten die Gesundheit der Menschen zerstören und die Haushalte der Länder belasten, die die Krankheiten der E-Zigarettenkonsumenten behandeln müssen.
Als Reaktion darauf haben viele Länder begonnen, strenge Kontrollen für alle Arten von Zigaretten einzuführen.