Zwei königliche Zeremonien im Mai

Krönungstag und königliche Pflugzeremonie – Symbole der Thai-Identität

Tausende Menschen verfolgen die Feierlichkeiten zum Krönungstag vor dem Großen Palast in Bangkok. Foto: epa/Pongmanat Tasiri
Tausende Menschen verfolgen die Feierlichkeiten zum Krönungstag vor dem Großen Palast in Bangkok. Foto: epa/Pongmanat Tasiri

BANGKOK: Der Monat Mai rückt näher und damit auch die traditionellen Feierlichkeiten rund um das thailändische Königshaus. Dieser Zeitraum ist für das südostasiatische Land von herausragender Bedeutung, da er sowohl den Krönungstag Seiner Majestät König Maha Vajiralongkorn als auch die königliche Pflugzeremonie markiert.

Am Montag, 4. Mai 2026 ehrt die thailändische Bevölkerung feierlich den Aufstieg von Seiner Majestät König Vajiralongkorn auf den Thron.

Krönungstag als nationaler Feiertag

Vor genau sieben Jahren, am 4. Mai 2019, fand die prächtige Krönungszeremonie im Großen Palast von Bangkok statt. Die Feierlichkeiten zu diesem Anlass erstreckten sich über mehrere Monate und spiegelten die tiefe Verbundenheit des Landes mit seinem König wider. Der zeremonielle Name seiner Majestät, Somdet Phra Chao Yu Hua Maha Vajiralongkorn Bodindradebayavarangkun, wird dabei stets mit höchstem Respekt und Ehrerbietung genannt.

Der Krönungstag ist in Thailand ein staatlicher Feiertag, der die Arbeit in öffentlichen Einrichtungen und Behörden (z. B. die landesweiten Immigration-Büros) ruhen lässt. Selbst einige private Unternehmen und Banken schließen an diesem Tag ihre Türen, um den festlichen Anlass gebührend zu würdigen.

Pflugzeremonie zum Start der Regenzeit

Ein weiteres Highlight im Mai ist die königliche Pflugzeremonie, die in diesem Jahr am Mittwoch, 13. Mai stattfindet. Der Hof-Astrologe und hohe Regierungsvertreter haben diesen Termin auf dem Sanam-Luang-Platz in Bangkok festgelegt. Die Zeremonie markiert symbolisch den Beginn der regenreichen Jahreszeit und gibt einen Ausblick auf die bevorstehende Ernte.

Brahmanen-Priester reichen den heiligen Ochsen Speisen während der Pflugzeremonie auf dem Sanam Luang. Foto: epa/Vinai Dithajohn
Brahmanen-Priester reichen den heiligen Ochsen Speisen während der Pflugzeremonie auf dem Sanam Luang. Foto: epa/Vinai Dithajohn

Brahmanen-Priester spielen eine bedeutende Rolle bei dieser althergebrachten Zeremonie. Mit einem geschmückten Pflug, der von heiligen königlichen Ochsen gezogen wird, wird eine Furche gepflügt und mit gesegneten Reiskörnern besät. Die Tiere erhalten dabei verschiedene Speisen, und die Priester beobachten aufmerksam, welche Vorlieben sie zeigen und wie die Reiskörner in die Furche fallen. Diese Beobachtungen dienen als Grundlage für Prophezeiungen über die bevorstehende Ernte und geben den Bauern wertvolle Einblicke in die kommende Saison.

Tradition bewahrt nationale Identität

Die königliche Pflugzeremonie ist nicht nur ein traditionelles Ritual, sondern auch ein Ausdruck der tiefen Verbundenheit zwischen dem Königshaus und dem thailändischen Volk. Sie zeigt die Kontinuität und Bedeutung dieser jahrhundertealten Bräuche, die das kulturelle Erbe des Landes prägen und bewahren.

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