Zentralbank interveniert an den Devisenmärkten

Foto: The Nation
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BANGKOK: Die Bank of Thailand (BOT) hat an den Devisenmärkten interveniert, um die Aufwertung der Baht-Währung zu stoppen.

Die Zentralbank will bei Bedarf weitere Maßnahmen ergreifen und fordert andere Agenturen auf, gemeinsam gegen die Aufwertung der Währung vorzugehen. Die BOT beobachte den Wert des Baht genau, sagte Mathee Supapongse, stellvertretender Gouverneur für Währungsstabilität, am Dienstag vor der Presse. Die Aufwertung sei auf strukturelle Probleme zurückzuführen, so in der zweiten Hälfte des letzten Jahres auf den hohen Leistungsbilanzüberschuss. Er resultiere aus höheren Einnahmen aus Exporten und Tourismus im Vergleich zu geringeren Abflüssen aus Importen. Die Staatsbank hat die Aufwertung des Baht durch den Kauf von Dollar und den Verkauf des Baht gebremst. In den letzten fünf Jahren hatten sich die Währungsreserven Thailands um 80 Milliarden US-Dollar erhöht.

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David Fischer 16.01.20 10:19
Zölle senken / Staatsferne Monopole abbauen
Ich kann dem Kommentar von Roman Müller nur zustimmen. Ein Abbau der extrem hohen Import-Zölle auf ein normales Mass von 10 bis 20 Prozent würde den Handelsbilanzüberschuss stark verringern, dadurch den Thai Bath schwächen, und den Export wieder in Schwung bringen. Ergänzend dazu kann die Wirtschaft weiter stimuliert werden mit: - Abbau von monopol-artigen Strukturen, Ersatz durch mehr Konkurrenz (Negativ-Beispiel: King Power) - Ausländischen Teil-Inhabern von Thai-Firmen erlauben, mehr als 50% oder sogar 100% der Firma zu besitzen (ergibt Investitionssicherheit und mehr einheimische Arbeitsplätze) Beispiel Schweiz: Nach langer Krise vor ca. 30 Jahren in der Schweiz wurde das nach und nach gemacht. Die Zölle sind nun bis auf die Landwirtschaft nahe bei 0% und Ausländische Inhaber von Firmen können 100% Anteil besitzen. Seitdem läuft die Wirtschaft wieder ziemlich gut.
Stefan Della Valle 15.01.20 16:00
Währungsreserven
Die notleidenden Bauern würden sich über die 80 Milliarden USD Währungreserve-Überschüsse freuen. Damit könnte man einiges verbessern.
Ingo Kerp 15.01.20 13:29
Warum sollten die intern. Devisenmäpkte der thail. Bitte nachkommen? Währungsspekulanten erfreuen sich am steigenden Baht und werden der thail. Regierung keinen Gefallen tun. Es liegt im freien Willen der Regierung und der BOT, den Baht abzuwerten, in welcher Hoehe auch immer. Die erwähnten hoeheren Einnahmen aus dem Tourismus, sind Wasser auf die Mühlen der TAT.
Siam Fan 15.01.20 06:59
Hawala-Finanzsystem u. a. + Gold
Damit werden jedes Jahr Milliarden Thai-Baht in die Heimat der Wanderarbeiter überwiesen. Würde das berücksichtigt werden, wäre die hohe Währungsreserve (die Hauptursache für den hohen Kurs ist) längst aufgebraucht. Das gleiche gilt für Gold. Wanderarbeiter nahmen und nehmen bei jeder Heimreise Goldschmuck mit. Ich schätze, das sind jedes Jahr 50-60Tonnen.
Roman Müller 15.01.20 06:55
Laut gedacht....
eigentlich eine ganz logische Angelegenheit. Es gäbe eine Unzahl von Produkten die importiert werden könnten, die Thais auch gerne hätten. NUR, alle Importe werden vom Staat mit zum Teil unglaublichen Import-Zöllen belegt. Damit wird alles so teuer, dass es unverkäuflich wird. Kein Mensch importiert etwas, wenn er zum Voraus weiss es lässt sich nicht verkaufen. So wird dieser Kurs mit einem Handelsüberschuss gerechtfertigt. Das hat nun ein paar Jahre funktioniert, wird aber früher oder später zum Eigentor werden. Viele Länder fangen an Produkte aus Thailand selber herzustellen um von Importen aus Thailand weniger abhängig zu sein weil Thailand im Gegenzug nichts von ihnen kauft. Mit dem hohen Baht gehen die Exporte zurück, Thailand verliert immer mehr Marktanteile, Investoren bleiben aus. Verlorene Marktanteile zurück zu gewinnen ist sehr schwierig, das weiss jeder mit kaufmännischem Denken. Längerfristiges Denken ist nicht unbedingt eine Stärke der Thais. Heute ist heute und morgen ist ein anderer Tag. Einige wenige profitieren von dieser Strategie, so die Chunta die mit den Devisen vergleichsweise " billig" militärisch aufrüsten können und ein paar "Amigos" die im Ausland ihr Geld investieren. Mal sehen wie lange dies noch gut geht.