PAI: Nach wiederholten Konfrontationen zwischen israelischen Besuchern und Einheimischen in Pai hat das Internal Security Operations Command (ISOC) verstärkte Maßnahmen zur Überwachung von Ausländern angeordnet. Ziel ist es, künftige Zusammenstöße zu verhindern und die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten.
Der Befehl wurde am Freitag (21. Februar 2025) vom Zweiten Einsatzkommando des ISOC erteilt, das für Angelegenheiten im Zusammenhang mit Einwanderern zuständig ist. Die Provinz- und Bezirksbüros des ISOC im ganzen Land wurden angewiesen, Gebiete mit einer hohen Zahl ausländischer Bewohner und Besucher verstärkt zu kontrollieren, um die Einhaltung der Gesetze zu gewährleisten und Störungen der einheimischen Bevölkerung zu verhindern.
Insbesondere soll verhindert werden, dass kleinere Konflikte zwischen Ausländern und Thailändern eskalieren und negative Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen haben. Der Schutz der nationalen Interessen Thailands, der inneren Sicherheit sowie die Förderung von Wirtschaft, Investitionen und Tourismus stehen dabei im Mittelpunkt der Maßnahmen. Gleichzeitig soll ein friedliches und respektvolles Zusammenleben zwischen Thailändern und Ausländern gewährleistet werden.

Spannungen zwischen Israelis und Einheimischen in Pai
Der Vorstoß der Sicherheitsbehörden erfolgt nach mehreren Vorfällen im Bezirk Pai der Provinz Mae Hong Son. Seit Anfang des Monats kam es wiederholt zu Spannungen zwischen israelischen Touristen sowie Einheimischen und Geschäftsleuten. Infolge dieser Vorfälle haben einige Restaurants und Geschäfte Schilder angebracht, die israelischen Staatsangehörigen den Service verweigern. Auslöser waren Berichte über Unruhen, die von ausländischen Besuchern in lokalen Einrichtungen und einem Krankenhaus verursacht worden sein sollen.
Pai ist ein beliebtes Reiseziel für ausländische Touristen, insbesondere Israelis. Monatlich besuchen etwa 3.000 israelische Staatsbürger die Stadt, während der Hochsaison steigt die Zahl auf bis zu 4.000. Der Ferienort zieht Besucher mit seinem ganzjährig angenehm kühlen Klima, preiswerten Unterkünften und vielfältigen gastronomischen Angeboten an.
Israelische Botschaft betont Beliebtheit von Pai
Eine Quelle der israelischen Botschaft in Bangkok erklärte gegenüber der Zeitung „The Nation“, dass israelische Touristen bevorzugt Attraktionen in den Bergen und Wäldern im Norden Thailands besuchen, anstatt die bekannten Strandziele wie Phuket oder Pattaya. Dies liege daran, dass Israel selbst am Mittelmeer liegt und seine Bürger daher häufig alternative Landschaften suchen.
Pai gilt unter israelischen Besuchern als besonders attraktiv, nicht zuletzt aufgrund der herzlichen Gastfreundschaft, des vielfältigen kulinarischen Angebots sowie der Verfügbarkeit koscherer Küche, die streng nach den jüdischen Speisegesetzen zubereitet wird.
Mit den verstärkten Überwachungsmaßnahmen will die thailändische Sicherheitsbehörde sicherstellen, dass sich ähnliche Vorfälle künftig vermeiden lassen und das friedliche Zusammenleben zwischen Einheimischen und Touristen erhalten bleibt.