PATTANI/YALA/NARATHIWAT: Nach einer Serie von Bombenanschlägen in den südlichsten Provinzen Thailands will die Regierung ihre Bemühungen zur Eindämmung der anhaltenden Gewalt verstärken. Premierminister Anutin Charnvirakul wird am 9. und 10. Juli 2026 zu einem offiziellen Besuch nach Malaysia reisen, um mit der dortigen Regierung über eine engere Zusammenarbeit bei der Lösung des langjährigen Konflikts in den südlichen Grenzprovinzen zu beraten.
Vizepremierminister Phiphat Ratchakitprakarn erklärte, dass er Berichte der Gouverneure von Yala, Pattani und Narathiwat über die jüngsten Anschläge erhalten habe. Zunächst seien Explosionen in zwei Provinzen gemeldet worden. Später bestätigten die Behörden jedoch einen weiteren Bombenanschlag im Bezirk Tak Bai in der Provinz Narathiwat. Nach Einschätzung Phiphats handelte es sich um eine koordinierte Anschlagsserie. Der Nationale Sicherheitsrat (NSC) unter Vorsitz von Premierminister Anutin arbeite bereits an weiteren Maßnahmen zur Stabilisierung der Lage.
Tankstellen im Visier der Täter
Der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Chatchai Bangchuad, sagte, dass die Ermittler davon ausgingen, dass der Bombenanschlag auf eine PT-Tankstelle an der Straße Nr. 15 im Tambon Sateng Nok im Bezirk Mueang der Provinz Yala mit dem anhaltenden Aufstand in den südlichen Grenzprovinzen in Verbindung stehe. Das Vorgehen gleiche früheren Angriffen auf Tankstellen in der Region. Endgültige Schlussfolgerungen würden jedoch erst nach Abschluss der Beweissicherung gezogen.
Chatchai bestätigte zudem, dass bei Anutins Besuch in Malaysia die Intensivierung der bilateralen Zusammenarbeit zur Lösung des Konflikts zu den wichtigsten Gesprächsthemen gehören werde.
Behörden helfen Anschlagsopfern
Unterdessen hat das Southern Border Provinces Administrative Centre (SBPAC) die zuständigen Behörden angewiesen, die Opfer der Anschläge umfassend zu unterstützen. Mitarbeiter der Behörde besuchten einen Mann, der bei dem Bombenanschlag auf die PT-Piya-Tankstelle an der Fernstraße 42 im Bezirk Yaring in der Provinz Pattani verletzt worden war. Der Verletzte erlitt nach Angaben der Behörden einen vorübergehenden Hörverlust sowie Beschwerden im Brustbereich. Sein Zustand sei stabil, er werde jedoch weiterhin medizinisch behandelt.
Während des Besuchs informierten die Mitarbeiter den Verletzten über seine Ansprüche auf staatliche Entschädigungsleistungen und sicherten ihm weitere Unterstützung bei der medizinischen Versorgung und Rehabilitation zu.