Unwetter wüten in Chiang Rai

Behörden warnen vor Sturzfluten und Erdrutschen

Eine überflutete Straße in Ban Song Phi Nong im Bezirk Chiang Khong ist nach starken Regenfällen nur noch eingeschränkt passierbar. Bild Radio Chiang Rai PRD
Eine überflutete Straße in Ban Song Phi Nong im Bezirk Chiang Khong ist nach starken Regenfällen nur noch eingeschränkt passierbar. Bild Radio Chiang Rai PRD

CHIANG RAI: Die thailändische Katastrophenschutzbehörde (Department of Disaster Prevention and Mitigation, DDPM) hat die Einwohner des Bezirks Chiang Khong in der Provinz Chiang Rai vor möglichen Sturzfluten, Hangrutschen und Überschwemmungen gewarnt.

Hintergrund sind anhaltende Regenfälle sowie die Vorhersage des Thailändischen Meteorologischen Amts, das für den Zeitraum vom 30. Juni bis 3. Juli 2026 in mehreren Landesteilen mit starken bis sehr starken Niederschlägen rechnet.

Anwohner sollen Vorsorge treffen

Nach Angaben des DDPM sollten insbesondere Bewohner in der Nähe von Flüssen, Kanälen, tiefergelegenen Gebieten und Berghängen Vorsichtsmaßnahmen treffen. Die Behörde empfiehlt, Wertgegenstände und wichtige Dokumente an höher gelegene Orte zu bringen, Fahrzeuge rechtzeitig in Sicherheit zu bringen sowie auf mögliche Stromschlaggefahren durch überflutete Bereiche zu achten. Besondere Aufmerksamkeit gelte älteren Menschen, Kindern, Menschen mit Behinderungen und Personen, die auf medizinische Unterstützung angewiesen sind.

Zur schnellen Information der Bevölkerung wurden gemeinsam mit den Mobilfunkanbietern AIS, True und NT Cell-Broadcast-Warnmeldungen an Mobiltelefone im Bezirk Chiang Khong versendet. Notfälle können rund um die Uhr über die Hotline 1784 oder den offiziellen Line-Kanal der Behörde gemeldet werden.

In Ban Song Phi Nong im Bezirk Chiang Khong führten die Niederschläge zu Hangabbrüchen und beschädigten die Stromversorgung. Bild Radio Chiang Rai PRD
In Ban Song Phi Nong im Bezirk Chiang Khong führten die Niederschläge zu Hangabbrüchen und beschädigten die Stromversorgung. Bild Radio Chiang Rai PRD

Das Thailändische Meteorologische Amt führt die Wetterlage auf einen Monsuntrog über dem Norden und dem oberen Nordosten sowie einen sich verstärkenden Südwestmonsun über der Andamanensee, Thailand und dem Golf von Thailand zurück. Für den Norden, darunter auch die Provinz Chiang Rai, werden verbreitete Gewitter und örtlich kräftige Regenfälle erwartet. Aufgrund der anhaltenden Niederschläge bestehe insbesondere in Hanglagen, an Wasserläufen und in tiefergelegenen Gebieten die Gefahr von Sturzfluten, Erdrutschen und über die Ufer tretenden Gewässern.

Hohe Wellen in der Andamanensee

Auch auf See wird mit einer Verschlechterung der Wetterbedingungen gerechnet. In der nördlichen Andamanensee werden Wellenhöhen von zwei bis drei Metern erwartet, in Gewittergebieten sind Wellen von mehr als drei Metern möglich. In der südlichen Andamanensee sowie im oberen Golf von Thailand können die Wellen etwa zwei Meter erreichen und bei Gewittern weiter ansteigen. Allen Schiffen wird geraten, Gewittergebiete zu meiden und besondere Vorsicht walten zu lassen. Kleine Boote sollten in der nördlichen Andamanensee während des Warnzeitraums im Hafen bleiben.

Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, Reisen und Aktivitäten im Freien zwischen dem 30. Juni und 3. Juli 2026 sorgfältig zu planen und die aktuellen Wetterwarnungen des thailändischen Wetterdienstes fortlaufend zu verfolgen. Die nächste amtliche Wetterwarnung soll am 30. Juni um 17.00 Uhr veröffentlicht werden.

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