UN wollen Milliardenbetrag für Flüchtlinge aus Venezuela sammeln

Foto: epa/Gildo Junior
Foto: epa/Gildo Junior

GENF (dpa) - Zwei Organisationen der Vereinten Nationen wollen 1,35 Milliarden Dollar für Flüchtlinge und Migranten aus Venezuela einsammeln.

Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk und die UN-Organisation für Migration am Mittwoch mitteilten, wurde ein Plan für die Region aufgestellt, um den Venezolanern und den aufnehmenden Staaten angemessen zu helfen. Nach UN-Angaben leben rund 4,6 Millionen Menschen aus Venezuela derzeit nicht in ihrem Heimatland. Rund 80 Prozent dieser Flüchtlinge und Migranten wären in anderen Ländern in Lateinamerika und der Karibik untergekommen. Der für die Region erstellte Plan soll nicht zuletzt die soziale und wirtschaftliche Inklusion der Flüchtlinge und Migranten an ihren neuen Lebensorten verbessern.

Derzeit sind viele aufnehmende Staaten mit der großen Anzahl an Flüchtlingen und Migranten aus Venezuela überfordert. Kolumbien hatte bereits im August gewarnt, dass es an seine Belastungsgrenze stoße. Das Land kritisierte damals, dass es bislang nur 96 Millionen US-Dollar an internationaler Hilfe erhalten habe - und damit lediglich rund ein Drittel des geschätzten Bedarfs.

Das ölreiche Venezuela steckt in einer schweren Krise. Korruption und Misswirtschaft haben die Wirtschaft zusammenbrechen lassen. Seit Monaten tobt zudem ein erbitterter Machtkampf zwischen der Regierung und der Opposition.

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