UNmahnt Kambodscha zur Wahrung von Grundrechten

Foto: dpa-ann/The Phnom Penh Post
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GENF/PHNOM PENH: In Kambodscha sind laut UN in den vergangenen Wochen zahlreiche Aktivisten festgenommen worden. Die Regierung des südostasiatischen Landes schränke zunehmend Grundrechte wie Rede- und Demonstrationsfreiheit ein, warnte das UN-Menschenrechtsbüro in Genf am Freitag. «Wir fordern die Regierung zur sofortigen und bedingungslosen Freilassung derer auf, die diese Rechte ausübten», sagte Sprecherin Ravina Shamdasani.

Seit der Festnahme des prominenten Gewerkschafters Rong Chhun am 31. Juli wurden nach ihren Angaben zwei Dutzend weitere Menschenrechts- und Umweltaktivisten festgenommen. Andere seien telefonisch bedroht worden. Außerdem sei es zu übermäßiger Gewalt gegen Demonstranten gekommen, die unter anderem wirtschaftliche Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie, die Entlassung von Menschenrechtsaktivisten und Umweltschutz gefordert hatten.

Das südostasiatische Land mit mehr als 16 Millionen Einwohnern wird mit harter Hand regiert, Premierminister Hun Sen ist seit 35 Jahren an der Macht. International gibt es an den Zuständen in Kambodscha viel Kritik, auch wegen weit verbreiteter Korruption. Die EU hatte gegen Kambodscha wegen der anhaltenden Missachtung von Menschen- und Arbeitnehmerrechten zuletzt Handelssanktionen verhängt.

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