Ukrainekrieg: Meldungen am Montag

Foto: epa/Fotomontage
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«Sme»: Signal für Russlands Einlenken im Ukraine-Krieg

BRATISLAVA: Zu den letzten Entwicklungen in der Ukraine schreibt die slowakische Tageszeitung «Sme» am Montag:

«Dass (der bisherige Verteidigungsminister Mychajlo) Fedorow und (der bisherige Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Olexander) Syrskyj geopfert wurden, bringt sicherheits- und geopolitische Unsicherheit. Allzu pessimistisch sollte man diese aber nicht sehen. Die Russen rücken zwar in Kostjantyniwka vor, das ein strategisch bedeutender Knoten sein soll, aber die Ukraine gewinnt die technologische Vorherrschaft in der Luft und zu Wasser.

Das unerwartete Treffen von (US-Außenminister Marco) Rubio mit (dem russischen Außenminister Sergej) Lawrow ermuntert zum vorerst noch gewagt scheinenden Eindruck, dass in den Kreml erstmals seit viereinhalb Jahren auch der Gedanke an einen «Nicht-Sieg» durchdringt. Das kann auch zur Folge haben, dass ein Kompromiss, ein Waffenstillstand dort nicht mehr auf ein Denkverbot stößt. Denn Rubio ist nicht irgendein (US-Sondergesandter Steve) Witkoff oder (Jared) Kushner, er hat keinen Grund, sich einfach nur so mit Lawrow zu treffen.

Eine andere als diese optimistische Interpretation des «Gipfels» der beiden Außenminister könnte zwar das Szenario sein, dass (der russische Präsident Wladimir) Putin nur die russischen Wahlen abwartet und sofort danach eine größere Mobilisierung ausruft als alle bisherigen zusammen. Aber wer an ein solches Szenario glaubt, geht indirekt davon aus, dass in Russland Wahlen nicht manipuliert sind (...), sondern dass es bei ihnen tatsächlich um etwas geht. Quatsch! Wer glaubt, dass Putin nicht jetzt schon das Ergebnis der Wahlen kennt, die in zwei Monaten stattfinden, hat keine Ahnung.»


Ukraine greift mit Drohnen an - Tote in Rostow

MOSKAU: Kiew setzt die Angriffe auf das russische Hinterland mit Langstreckendrohnen fort. Erneut werden Hafenanlagen zum Ziel. Doch die Attacke fordert auch Opfer in der Zivilbevölkerung.

Bei ihrer Abwehr der russischen Invasion hat die Ukraine das Hinterland des Gegners erneut mit Hunderten Kampfdrohnen angegriffen. Dabei kamen in der südrussischen Hafenstadt Rostow-am-Don zwei Zivilisten ums Leben, als eine Drohne in ein Hochhaus einschlug, wie Gouverneur Juri Sljussar mitteilte. Weitere fünf Menschen seien verletzt worden, schrieb er auf Telegram. Der Angriff galt vermutlich dem nahegelegenen Hafen der Stadt, über dem nach Augenzeugenberichten eine Rauchwolke aufstieg.

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, in der Nacht seien insgesamt 276 ukrainische Kampfdrohnen über verschiedenen Landesteilen abgefangen worden. Diese Militärzahlen sind nicht unabhängig überprüfbar, sie deuten aber auf einen großangelegten ukrainischen Angriff hin. Zahlreiche russische Flughäfen mussten den Betrieb zeitweise einschränken. Drohneneinschläge wurden auch aus der russischen Großstadt Belgorod dicht an der Grenze zur Ukraine gemeldet. Es habe zwölf Verletzte gegeben.

Nach Kiewer Angaben griff die russische Armee die Ukraine über Nacht mit 147 Kampfdrohnen an, von denen 123 ausgeschaltet worden seien. Es habe Einschläge an zehn Orten im Land gegeben, teilte die Luftwaffe mit.

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