Treibstofflimit in Hua Hin

Tankstellen begrenzen Abgabe auf 500 Baht

Ein Mitarbeiter betankt ein Fahrzeug an einer Tankstelle in Hua Hin. Archivfoto: epa/Narong Sangnak
Ein Mitarbeiter betankt ein Fahrzeug an einer Tankstelle in Hua Hin. Archivfoto: epa/Narong Sangnak

HUA HIN: An mehreren Tankstellen in Hua Hin wurde am Sonntagmorgen eine Obergrenze für den Kraftstoffkauf eingeführt. Autofahrer konnten bei der Caltex-Station in Hua Na zeitweise nur noch Treibstoff im Wert von maximal 500 Baht pro Fahrzeug beziehen. Zudem untersagten die Betreiber das Befüllen von Reservekanistern, um die verfügbaren Bestände für möglichst viele Kunden zu sichern.

Die Tankstellenbetreiber reagieren mit dieser Maßnahme auf Lieferverzögerungen und eine spürbar gestiegene Nachfrage, wie Hua Hin Today berichtete. Während die Station in Hua Na den Betrieb mit Einschränkungen aufrechterhielt, blieb die Caltex-Niederlassung in Hin Lek Fai am Sonntag komplett geschlossen. Die Personalsituation vor Ort erforderte zusätzliche Koordination, um die wartenden Fahrzeuge geordnet abzufertigen.

Engpässe durch Lieferverzögerungen

Hintergrund der lokalen Engpässe sind neue Richtlinien der PTT Oil and Retail Business Public Company Limited. Das Unternehmen hatte seine Händler angewiesen, die Kraftstoffabgabe angesichts globaler Unsicherheiten und steigender Nachfrage proaktiv zu steuern. Die Empfehlungen sehen vor, den Verkauf für PKW auf 500 Baht und für größere Fahrzeuge mit mindestens sechs Rädern auf 1.000 Baht zu limitieren.

Ausnahmeregelungen gelten weiterhin für Einsatzfahrzeuge von Behörden, wie etwa Krankenwagen oder die Feuerwehr, die uneingeschränkt betankt werden dürfen. Auch für Nutzer von Flottenkarten wurden höhere Limits zwischen 3.000 und 5.000 Baht eingeräumt. Die Konkurrenz von Bangchak Energy hatte eine ähnliche Deckelung bereits am Freitag kurzzeitig eingeführt, diese jedoch nach nur einem Tag wieder aufgehoben.

Ausbau der nationalen Reserven

Thailand verfügt über strategische Energiereserven, die auch in Krisenzeiten eine Grundversorgung sicherstellen sollen. Energieminister Auttapol Rerkpiboon betonte kürzlich nach Gesprächen mit internationalen Gasproduzenten, dass die LNG-Lieferungen nach Thailand von 1,0 auf 1,3 Millionen Tonnen pro Jahr aufgestockt werden. Dies soll die nationale Energiesicherheit trotz der angespannten Lage auf den Weltmärkten langfristig stabilisieren.

Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, von Hamsterkäufen abzusehen und Kraftstoff nur im üblichen Rahmen zu beziehen. Da die nationalen Vorräte als stabil gelten, wird erwartet, dass sich die Versorgungslage an den betroffenen Tankstellen in der Provinz Prachuap Khiri Khan nach dem Eintreffen neuer Lieferungen zeitnah wieder normalisiert.

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Chris Jomtien 16.03.26 20:40
@Roman
Zugegebenermaßen geht mein Vorsorgedenken in manchen Dingen weit über das vernünftige Maß hinaus. Da ist einiges an antiquierten Denken von meinen Eltern hängen geblieben, das ich (noch) nicht abstreifen kann. Allerdings verfolgt mich das in Thailand nicht so sehr. Da weiß ich das ich jederzeit, sogar Sonntags, alles bekommen kann was ich möchte. Ich weiß nicht wie es in der Schweiz ist. In Deutschland findet man zuweilen echte Schnäppchenpreise, welche sich erheblich von normalen Sonderangeboten unterscheiden. Da neige ich leider dazu viel mehr zu kaufen als ich in absehbarer Zeit brauche. Früher machte das meistens Sinn, aber mittlerweile gibt es solche "einmaligen Chancen" häufig, da Unternehmen am laufenden Band insolvent gehen und ihren Warenbestand zu Ramschpreisen veräußern. Vielleicht ist die gesteigerte Häufigkeit auch nur eingebildet, da ich mein Suchmuster stetig verbessert habe?
Ich arbeite nun daran, Vorräte abzubauen und mich an die geänderte Situation anzupassen.
Roman Knöpfel 16.03.26 18:30
@ Chris
Ich habe die Pandemie in der Schweiz, mindestens bis Thailand die Grenzen aufgemacht hat "genossen". Ich habe aber nie mehr als für einen Einpersonenhaushalt eingekauft. Selbst hier in Thailand, kaufe ich nur soviel ein, damit ich ungefähr eine Woche überleben kann. Und mein Fz. tanke ich auf,, wenn es notwendig ist, Schwankungen nehme ich in Kauf. Weil bis jetzt haben sich die Preisschwankungen mehr oder weniger immer ausgeglichen.
Chris Jomtien 16.03.26 18:00
@Roman Knöpfel
Aufgrund meiner Unintelligenz kam ich während der gesamten Pandemie und noch weit darüber hinaus nie in die Zwangslage, irgendetwas zu überhöhten Preisen kaufen zu müssen. Allerdings muss ich zugeben dass ich einige Artikel in erheblich zu großer Menge gekauft habe, so das ich diese vermutlich nie komplett aufbrauchen werde.
Mein einst riesiger Vorrat an Toilettenpapier ist nun jedoch auf knapp ein Dutzend Rollen geschrumpft. Damit komme ich zwar noch eine Weile aus, beobachte aber trotzdem bereits wieder die Preise. Dabei stellte ich fest das aktuelle Sonderangebote rund 50% über dem Kaufpreis vor 6 Jahren liegen. Besser wäre es natürlich gewesen wenn ich Gold- und Silberbarren statt Toilettenpapier, Konservendosen, Nudeln und anderen gekauft hätte. Aber wer kann das vorher schon genau wissen?
Beim Öl sehe ich das Risiko, dass die Kriege im Iran und in der Ukraine noch lange währen und in deren Verlauf zahlreiche Raffinerien, Pipelines, Lagertanks und Tankschiffe zerstört werden. Diese vollständig zu ersetzen kann, je nach Ausmaß der Schäden, mehrere Jahre dauern.
Roman Knöpfel 16.03.26 15:30
@ alex
Die Europäer horten bei einer Pandemie dafür Toilettenpapier, auch nicht sehr intelligent. Ich habe am Samstag mein Tank war leer, bei bangchak meinen Tank anstandslos gefüllt bekommen und das im Isaan.
leschim alex 16.03.26 11:48
Die entstandenen Engpaesse .....
..... wurden durch die Verbraucher - also Auto- und Zweiradfahrer - verursacht. Wenn jeder sein Fahr- und Tankverhalten so weiter fuehren wuerde wie ueblich - und nicht in Panik Treibstoff kauft und hortet - wuerde die lueckenlose Versorgung weiter gewaehrleistet werden.
Viele, die sonst immer nur fuer 200 BAHT tanken, machen jetzt ihre Tanks voll und stehen dafuer - meistens mit laufenden Motoren ! - stundenlang in den Reihen vor den Zapfsaeulen. Einfach nur dumm.

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