Britischer Rentner ertrinkt in Hua Hin

Gefahr durch Strömung am Hua Don Beach

Strand am Hua Don Beach in Hua Hin mit ruhigem Meer und feinem Sand, dennoch können im Umfeld von Piers gefährliche Strömungen auftreten. Archivfoto: DER FARANG/Rüegsegger
Strand am Hua Don Beach in Hua Hin mit ruhigem Meer und feinem Sand, dennoch können im Umfeld von Piers gefährliche Strömungen auftreten. Archivfoto: DER FARANG/Rüegsegger

HUA HIN: Ein 75-jähriger Brite ist am Hua Don Beach in Hua Hin beim Schwimmen ums Leben gekommen. Der Körper des Mannes wurde unweit des Fähranlegers in Nong Kae im Meer treibend entdeckt. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod feststellen. Die Ermittler gehen von einem Unglücksfall im Zusammenhang mit einer gefährlichen Strömung aus.

Der Brite war nach Angaben der Behörden allein im Meer, als er von starken Wellen und einer Unterströmung vom Ufer weggezogen wurde. Zeugen berichteten, dass sich der Vorfall in einem deutlich tieferen Abschnitt in der Nähe des Fährpieres ereignete, der für den Fährverkehr ausgebaggert worden war. Ein Fischer, der sich in der Nähe aufhielt, entdeckte den leblosen Körper im Wasser und alarmierte Polizei und Rettungskräfte.

Die freiwilligen Helfer der lokalen Rettungsstiftung und ein Jet-Ski-Team brachten den Mann an Land, doch für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der Leichnam wurde zur weiteren Untersuchung in das Krankenhaus von Hua Hin überführt, wo eine Autopsie die genaue Todesursache klären soll. Britische Medien berichten, der Verstorbene sei ein 75-jähriger Rentner aus Liverpool gewesen, der die Region regelmäßig besucht habe.

Gefährlicher Bereich am Fähranleger

Nach ersten Ermittlungen war der Mann offenbar in einem Bereich schwimmen, der wegen der Tiefe und der Strömungsverhältnisse als riskant gilt. Dort kann die Sogwirkung am Eingang der Bucht deutlich stärker sein als an den flacheren Strandabschnitten. Anwohner berichten, dass Schwimmer in der Nähe des Fähranlegers schon mehrfach von plötzlichen Strömungen überrascht wurden.

Am Tag des Unglücks herrschte ungewöhnlich starker Wellengang, weshalb sich kaum Badegäste im Wasser aufhielten. Die Behörden gehen davon aus, dass der Rentner die Kraft der Wellen und der Strömung unterschätzte und nicht mehr selbstständig zum Ufer zurückkehren konnte. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Warnungen vor Rip-Strömungen

Rettungskräfte und Stadtverwaltung nutzen den Vorfall, um erneut auf die Gefahren von Rip-Strömungen hinzuweisen, die auch an scheinbar ruhigen Strandabschnitten auftreten können. Besonders risikoreich sind laut Experten Stellen mit plötzlichen Tiefenzonen, Rinnen oder Ausbaggerungen, wie sie im Umfeld von Piers und Fähranlegern vorkommen.

Die Behörden raten Urlaubern und Einheimischen, ausschließlich in ausgewiesenen Badezonen zu schwimmen und die Warnflaggen am Strand strikt zu beachten. Wer dennoch in einen seewärts ziehenden Strudel gerät, soll nicht gegen die Strömung ankämpfen, sondern zunächst seitlich parallel zum Ufer schwimmen, bis der Sog nachlässt.

Folgen für die Sicherheit an Thailands Küsten

In Hua Hin sollen nach dem aktuellen Unglück die Kontrollen an den besonders gefährdeten Strandabschnitten vorübergehend verstärkt werden. Zusätzliche Patrouillen und Hinweisschilder sollen Badegäste auf riskante Bereiche aufmerksam machen, insbesondere im Umfeld des Fähranlegers.

Experten verweisen darauf, dass Wetterumschwünge und Seegang an vielen beliebten Stränden Thailands die Strömungsverhältnisse kurzfristig verändern können. Der Fall in Hua Hin könnte daher erneut eine Diskussion über mehr Aufklärung und besser sichtbare Warnhinweise für ausländische Besucher anstoßen.

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