Touristenboot kollidiert mit Tanker vor Phuket

Das Speedboot mit dem Namen „Sai Nam“ kollidierte auf dem Rückweg nach Phuket mit dem Tanker „Choke Kriangkrai“. Foto: The Thaiger
Das Speedboot mit dem Namen „Sai Nam“ kollidierte auf dem Rückweg nach Phuket mit dem Tanker „Choke Kriangkrai“. Foto: The Thaiger

PHUKET: Erneut ist vor Phuket ein Speedboot mit chinesischen Tagesausflüglern an Bord verunglückt. Und wieder einmal stellt sich die Frage, wie ernst die Marinebehörde ihre eigene Ankündigung nimmt, Touristenboote und ihren Kapitäne strenger überprüfen zu wollen? 

Beim jüngsten Unglück kollidierte am Samstag in den Nachmittagsstunden ein Speedboot mit einem kleinen Tanker östlich von Phuket. Es befand sich auf dem Rückweg von Koh Phi Phi nach Phuket. An Bord befanden sich 10 chinesische Urlauber, darunter auch zwei Kinder, viele Personen wurden verletzt, eine schwer. Das Speedboot mit dem Namen „Sai Nam“ befand sich auf der Höhe zwischen Koh Rung und Koh Ma Phrao, als es mit dem Tanker „Choke Kriangkrai“ zusammenstieß. Trotz erheblicher Schäden kenterte das Touristenboot nicht, der Tanker erlitt nur leichte Schäden. Ein zur Hilfe eilendes Speedboot nahm die in Seenot geratenen Urlauber auf und brachte sie zurück nach Phuket. Alle Verletzten wurden ins Mission Hospital in Phuket Town eingeliefert.

Bisher konnte noch nicht geklärt werden, wie es zu dem Unfall kam. Er zeigt jedoch auf, dass die Behörden das Sicherheitsproblem auf Touristenbooten nicht in den Griff bekommen und ihre Hausaufgaben nach dem verheerenden Unglück der „Phoenix“ vor Phuket vor einem Jahr, bei dem 47 chinesische Touristen ums Leben kamen, nicht gemacht haben. Um die Sicherheit auf thailändischen Ausflugsbooten in den Touristengebieten ist es weiterhin schlecht bestellt. Erst am Donnerstag verunglückte ein Speedboot vor Koh Samet in der Provinz Rayong, ebenfalls mit chinesischen Touristen an Bord. 

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Kanjana Khunthong 10.02.19 23:09
Verkehr generell
Ich würde für Thais als einziges Verkehrs u. Transportmittel Elefanten empfehlen ! Bei LKW, Bus, PKW und Zweiräder sind sie wie man täglich in den Nachrichten lesen kann, komplett überfordert .
Thomas Thoenes 10.02.19 23:08
Speedboote und Fährschiffe.
Thailands Wirtschaftskiller 2018/2019. Einnahmen der Unglücksboote schätzungsweise 100.000 Baht zusammen am jeweiligen Unfalltag. Verlust ca. 1 MIO Chinesische Touristen = schätzungsweise 1 Milliarde USD. Wenn das mal keine Milchmädchenrechnung ist.
Joerg Obermeier 10.02.19 19:43
Vielleicht täuscht nur der Eindruck, vielleicht auch weil zahlenmäßig einfach so viel mehr Chinesen in dieses Land reisen. Ich weiß es also nicht, aber könnte es damit zusammenhängen, dass in diesem Land in dem sowieso alles nur "billig" sein muss, die chinesischen Touristen mit noch "billigerem" abgespeist werden müssen damit für Reiseveranstalter, Tourveranstalter, Boots- oder Busbetreiber und sonst noch Beteiligte trotzdem noch ein genügend großer Teil vom Kuchen übrig bleibt?
Wolf Pattayafreak 10.02.19 17:08
Warum Speedboote?
Eigentlich brauch man diese Spritfresser so nötig wie Krebs! Sollen sie alle auf vernünftige größere Schiffe verfrachten und halt 1 Stunde mehr Zeit mitbringen. Dann hätten wir jede Menge für die Umwelt getan und solche Unfälle würden fast ganz verschwinden. Dieses Mal war es ein kleiner Tanker den der Speedbootführer garantiert wegen der stark in die Höhe zeigenden Schnauze des Boots nicht gesehen hat.
Jürgen Franke 10.02.19 17:07
Auch bei diesem Unfall konnte die Ursache
nicht geklärt werden, denn Dummheit kann, wie bei sämtlichen Unfällen in Thailand, grundsätzlich ausgeschlossen werden.