PHUKET: Thailands südliche Inselprovinz Phuket steht vor einer schweren Tourismusklemme: Eine Serie von Sicherheitsbedenken – darunter der Israel-Hamas-Krieg, Bombendrohungen und jüngste Tsunamiwarnungen – hat zu einer massiven Welle von Stornierungen geführt.
Sowohl thailändische als auch internationale Gäste sagen ihre Buchungen in der Nebensaison reihenweise ab. Die Folge: Die Auslastungsraten sind auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gefallen – ausgenommen die Zeit der COVID-19-Pandemie. Viele Hotels kämpfen ums Überleben.
Stornierungswelle lässt Auslastung sinken
Wie eine Quelle aus dem Umfeld eines großen Hotelunternehmens gegenüber der thailändischen Zeitung „Prachachat Business“ erklärte, sehen sich zahlreiche Hoteliers derzeit mit gravierenden Problemen konfrontiert. Insbesondere die Buchungen für die kommenden ein bis vier Wochen würden in großer Zahl storniert. In einigen Betrieben sei die Auslastung auf nur noch 20 bis 30 Prozent gesunken – ein Niveau, das es in den letzten zehn Jahren – abgesehen von der Corona-Zeit – nie gegeben habe.
Sicherheitsängste schrecken Touristen ab
Die Ursachen seien vielfältig: Der Nahostkonflikt habe zunächst zu einem Rückgang der Besucherzahlen geführt. Kurz darauf sorgten Berichte über Bombendrohungen in mehreren Andamanen-Provinzen für weitere Verunsicherung. Zuletzt habe die Nachricht über ein mögliches Tsunamirisiko das Vertrauen potenzieller Gäste zusätzlich erschüttert.
Preiskampf setzt Hotellerie unter Druck
Seit Mai 2025 tobt in Phuket ein regelrechter Preiskrieg unter den Hotels. Um Gäste anzulocken, haben selbst Fünf-Sterne-Häuser ihre Preise drastisch gesenkt, um mit Vier- und Drei-Sterne-Betrieben konkurrieren zu können. So bieten aktuell viele Vier-Sterne-Hotels Zimmer für nur 2.000 Baht pro Nacht an – ein Preisniveau, das zuvor bei Drei-Sterne-Häusern üblich war. Diese sehen sich nun gezwungen, ihrerseits die Raten auf teils knapp über 1.000 Baht zu senken. Etablierte Hotels, die bislang Zimmer zu 1.800 bis 1.900 Baht verkauft haben, geraten dadurch zunehmend unter Druck und müssen ebenfalls nachziehen.
Personalabbau und Perspektivlosigkeit
Manche Betriebe sehen keine andere Möglichkeit mehr, als Mitarbeiter in den unbezahlten Urlaub zu schicken, um Kosten zu sparen. Die Situation gilt unter Branchenkennern bereits jetzt als beispiellos – mit ungewisser Perspektive.
Ich habe keine Lust auf massenweise Russen.
Ich gehõrte 1975 mit zu den ersten Touristen in Phuket und habe die "vergewaltigung" der Insel über die Jahre miterlebt.
Die Gier ist zu groß geworden.