Tourismus bangt nach Bomben-Funden

Die Polizei in Phang-nga reagiert auf die Sprengstoff-Funde der vergangenen Tage in den Nachbarprovinzen Phuket und Krabi mit verstärkten Sicherheitskontrollen und Checkpoints auf den wichtigsten Straßen. Foto: Newshawk Phuket
Die Polizei in Phang-nga reagiert auf die Sprengstoff-Funde der vergangenen Tage in den Nachbarprovinzen Phuket und Krabi mit verstärkten Sicherheitskontrollen und Checkpoints auf den wichtigsten Straßen. Foto: Newshawk Phuket

PHUKET/KRABI: Trotz erhöhter Sicherheitsmaßnahmen nach dem Fund mehrerer mutmaßlicher Sprengsätze in den südlichen Touristenhochburgen Phuket und Krabi am vergangenen Donnerstag (26. Juni 2025) bleibt die Sorge in der Tourismusbranche groß: Zwar wurden bislang keine Buchungen storniert, doch Befürchtungen über ein mögliches Negativimage für Thailand nehmen zu.

Die verdächtigen Gegenstände wurden auf dem Parkplatz des internationalen Flughafens Phuket, am Patong Beach, am Aussichtspunkt Promthep Cape sowie im Stadtzentrum von Krabi entdeckt und von Sicherheitskräften unschädlich gemacht. Verletzt wurde niemand, zwei Tatverdächtige wurden festgenommen. Die Behörden reagierten umgehend mit verstärkten Sicherheitsvorkehrungen.

Keine Stornierungen trotz Zwischenfällen

„Tourismusbetriebe bleiben wachsam und instruieren ihr Personal, die Sicherheitsmaßnahmen zu intensivieren und sich gut um die Gäste zu kümmern“, erklärte Chinnawat Udomniyom, Präsident des Phuket Boutique Accommodation Consortium. Derartige Vorfälle seien in den Andamanen-Provinzen äußerst selten, so Chinnawat weiter. Zwar reagierten internationale Gäste sensibel auf Zwischenfälle dieser Art, doch in den vergangenen Tagen sei es weder zu kurzfristigen Abreisen noch zu Stornierungen gekommen. „Wenn die Behörden die Lage im Griff behalten, dürfte sich das Vertrauen in den Tourismus nicht wesentlich verschlechtern“, betonte er.


Lesen Sie auch: Sprengsatzfund: Phuket erhöht Kontrolle


Besonders bei chinesischen Besuchern werde derzeit kein starker Rückgang des Sicherheitsgefühls erwartet. Chinnawat plädierte zugleich für verstärkte Überwachung an touristischen Schlüsselorten – etwa durch mehr Sicherheitspersonal und Überwachungskameras –, allerdings ohne die Urlaubsatmosphäre zu beeinträchtigen.

Krabis Hoteliers fordern Aufklärung der Vorfälle

Auch Kasmaporn Limpanapongthep, Präsidentin der Krabi Hotel Association, sprach sich für eine konsequente Aufklärung der Vorfälle aus. Es sei wichtig, die Beweggründe der Verdächtigen offenzulegen, um das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherzustellen. Zwar hätten sich einige Gäste nach der Sicherheitslage erkundigt, ihren Reiseplänen aber nicht abgesagt. Wegen der aktuellen Nebensaison mit einer Auslastung von 30 bis 50 Prozent sei die Lage bislang nicht kritisch, so Kasmaporn.

Thailands Tourismus- und Sportminister Sorawong Thienthong, der sich während der Vorfälle bei einem Muay-Thai-Festival in Italien aufhielt, wird laufend über die laufenden Ermittlungen informiert. Er appellierte an die Medien, bei der Berichterstattung zurückhaltend zu agieren, um die sensible Tourismusbranche nicht zusätzlich zu belasten.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.


Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.