Thaksin setzt Koalition unter Druck

Foto: epa-efe/Narong Sangnak
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BANGKOK: Der frühere Premierminister Thaksin Shinawatra soll laut gut informierten Kreisen Mitglieder der regierenden Koalition eindringlich aufgefordert haben, das umstrittene Gesetz zur Errichtung von Casinokomplexen zu unterstützen. Die erste Lesung des Gesetzesentwurfs ist für Mittwoch (9. April 2025) im Parlament angesetzt. Parteien, die dem Vorhaben ihre Zustimmung verweigern, drohe der Ausschluss aus der Regierungskoalition, hieß es weiter.

Demnach habe Thaksin alle Parteien innerhalb der von der Pheu-Thai-Partei geführten Koalition angewiesen, für den Gesetzentwurf zu stimmen. Die meisten Koalitionspartner, darunter Bhumjaithai und United Thai Nation, sollen ihre Zustimmung bereits signalisiert haben. Widerstand kommt allerdings von der Prachachat-Partei, die mit neun Abgeordneten im Parlament vertreten ist.

Die von Pol Col Tawee Sodsong geführte Partei gilt als besonders kritisch gegenüber der geplanten Legalisierung von Glücksspielen. Tawee ist der einzige buddhistische Abgeordnete der Partei, während die übrigen Abgeordneten aus den muslimisch geprägten Grenzprovinzen im tiefen Süden Thailands stammen. Aus religiösen Gründen lehnen sie das Vorhaben ab.

Laut den Quellen blieb Tawee einer Kabinettssitzung am 27. März 2025 fern, in der das Gesetz unterstützt wurde. Er habe das Thema auch innerhalb der Partei nicht zur Diskussion gestellt. Bereits am 13. Januar 2025 habe Tawee laut Angaben des Abgeordneten Sugarno Matha (Prachachat, Yala) in einem Schreiben an den Generalsekretär des Kabinetts seine Bedenken geäußert. Darin warnte er vor einem möglichen Anstieg von Kriminalität und Korruption unter staatlichen Bediensteten infolge einer Legalisierung von Casinos.

Zudem bezweifelte Tawee laut Sugarno, ob die wirtschaftlichen Vorteile eines solchen Gesetzes die gesellschaftlichen Folgen, insbesondere für die Jugend, aufwiegen könnten. Er forderte weitere Studien, bevor das Projekt weiterverfolgt werde. Auch habe er betont, dass Glücksspiele nicht nur im Islam, sondern auch in anderen Religionen wie dem Buddhismus kritisch betrachtet würden.

Das Justizministerium vertrete die Ansicht, dass bei der Auswahl der Standorte für etwaige Casinokomplexe religiöse und kulturelle Gegebenheiten berücksichtigt werden sollten, so Sugarno weiter.

Sorawong Thienthong, Generalsekretär der Pheu-Thai-Partei und gleichzeitig Minister für Sport und Tourismus, räumte am Montag (7. April 2025) ein, dass die Prachachat-Partei Vorbehalte gegenüber dem Gesetz habe. Dies sei nachvollziehbar, da deren Wählerbasis in den drei südlichen Grenzprovinzen liege, in denen mehrheitlich Muslime leben. „Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir durch Dialog Verständnis schaffen können“, sagte Sorawong. Er dementierte zugleich, dass Thaksin mit dem Ausschluss von Koalitionspartnern gedroht habe. „Diese Behauptungen sind falsch. Aber wir können nicht kontrollieren, was Menschen glauben.“

Kritik an dem Gesetzesvorhaben kommt auch aus der Bevölkerung. Ärzte, Wissenschaftler und Bildungseinrichtungen protestieren gegen das beschleunigte Verfahren, mit dem die Regierung das Gesetz durch das Parlament bringen will – trotz fehlender umfassender Studien zu den Auswirkungen.

Auch Jatuporn Prompan, Anführer der People's Unity Group, rief die Öffentlichkeit dazu auf, sich am Mittwoch an den Protesten gegen das Gesetz zu beteiligen.

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Harald Mom 10.04.25 12:28
Welches Amt bekleidet der Herr?
Wenn jemand so erpicht auf den bau von casino's ist.....wird wohl einiges Bargeld von einer Hand zur anderen wandern?
Harald Mom 10.04.25 12:26
Frage
Warum setzt ein Milliardär im Ruhestand., alle hebel in Bewegung, um grossprojekte durchzuboxen? Aus Liebe zum land??? In deutschland geht man von ca 5% aus. Soviel zahlt der ausführende Bauunternehmer für den Politiker...der ihm den ( meist sinnlosen) Bauantrag zu schiebt.......
Harald Mom 10.04.25 12:25
@ oliver harms
Es gibt länder( germany?) Da fließen ca.. 5 % dee bausumne in richtung des Politikers, der ein Bauvorhaben durchboxte. Natürlich vom Auftragnehmer. Stuttgart 21.....die knaltüte der cdu zb. bekam von der Bahn einen Vorstandsposten mit Millionen Gehalt. Und eigentlich müsste es Stuttgart 28 heißen. Denn 21 ist vorbei. Ebenso die veranschlagten 450 Millionen stand heute 10 Milliarden. Da fließt das Geld nur so . wie das Wohl in asien ist?
Maximilian Blaha 09.04.25 17:10
War T nicht mal sterbenskrank ...
... und wurde in einem Militärspital gerade noch mal so gerettet. Sollte er nicht bei der jetzigen Gesundheit eine noch ausständige Haftstrafe absitzen, statt die Regierung im Hintergrund zu führen?
Oliver Harms 09.04.25 12:50
Na so was aber auch
will da eine gewisse Person ganz groß in das Kasino Geschäft einsteigen?
Oder weshalb die Eile und das unter Druck setzen von Abgeordneten?

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