Thailands Ölreserven reichen 61 Tage

Ministerium sieht Energieversorgung derzeit gesichert

Thailand verfügt nach Angaben des Energieministeriums über Öl- und Gasreserven für insgesamt 61 Tage. Foto: epa/Narong Sangnak
Thailand verfügt nach Angaben des Energieministeriums über Öl- und Gasreserven für insgesamt 61 Tage. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Das thailändische Energieministerium hat am Sonntag (1. März 2026) mitgeteilt, dass das Land über Ölreserven für rund zwei Monate verfügt. Sollte sich der Krieg mit Beteiligung Irans auf weitere Staaten im Nahen Osten ausweiten, werde Thailand nach alternativen Bezugsquellen suchen, um die Energieversorgung zu sichern.

Nach Angaben des stellvertretenden Staatssekretärs Veerapat Kiatfuengfoo beliefen sich die inländischen Vorräte an Rohöl und raffinierten Erdölprodukten zum 23. Februar auf 4,92 Milliarden Liter. Diese Menge reiche aus, um den nationalen Bedarf für 38 Tage zu decken.

Weitere Importe sichern Versorgung

Darüber hinaus seien 1,75 Milliarden Liter Rohöl, die sich bereits auf dem Weg nach Thailand befänden – sowohl aus als auch außerhalb der Straße von Hormus – unterwegs. Weitere 1,12 Milliarden Liter aus anderen Quellen würden ebenfalls geliefert. Zusammengenommen könnten diese zusätzlichen Mengen den Bedarf für weitere 23 Tage decken. Insgesamt könne Thailand somit für 61 Tage versorgt werden, erklärte Veerapat.

Neben Rohöl seien derzeit vier Schiffe mit verflüssigtem Erdgas (LNG) auf dem Weg nach Thailand, zwei davon hätten die Straße von Hormus bereits passiert. Für den Fall eines länger andauernden oder eskalierenden Konflikts kündigte das Ministerium Maßnahmen zur Stabilisierung der Energiereserven an, um Engpässe zu verhindern.

Ministerium sieht Versorgung gesichert

Eine mögliche Schließung der Straße von Hormus würde nach Angaben Veerapats rund 20 Prozent der weltweiten Ölnachfrage betreffen. Derzeit gebe es jedoch weder Auswirkungen auf die nationalen Reserven noch auf die Energiepreise in Thailand. Er zeigte sich zuversichtlich, dass ausreichend Öl, Kochgas und Flüssigerdgas zur Deckung des inländischen Bedarfs verfügbar seien.

Unterdessen einigten sich das Arbeits- und das Außenministerium darauf, die Entsendung thailändischer Arbeitskräfte in Risikogebiete im Nahen Osten vorübergehend auszusetzen. Nach Angaben von Arbeitsministerin Treenuch Thienthong stehen derzeit 77.495 thailändische Arbeitskräfte unter der Aufsicht thailändischer Arbeitsbüros in Tel Aviv, Abu Dhabi und Riad.

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Ingo Kerp 02.03.26 16:30
Keine Sorge, es wird weiterhin Öl und Benzin in Thailand geben, ohne das eine Notsituation eintreten könnte. Im schlimmsten Fall wird beides teurer, aber es wird keine Not geben, da reichlich Öl auf dem Weltmarkt ist.

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