BANGKOK: Thailands Bevölkerung steht vor einer dramatischen Abnahme. Der stellvertretende Premierminister Somsak Thapsutin warnt, dass sich die Zahl der Einwohner innerhalb der nächsten sechs Jahrzehnte halbieren könnte. Ein Rückgang der Geburtenrate und eine alternde Bevölkerung bedrohen die wirtschaftliche Entwicklung und die nationale Sicherheit des Landes.
In einer alarmierenden Offenbarung hat Thailands stellvertretender Premierminister die potenziell verheerenden Auswirkungen einer schrumpfenden Bevölkerung auf das Land hervorgehoben. Mit einer aktuellen Geburtenrate, die weit unter dem Erhaltungsniveau liegt, steht Thailand vor einer Zukunft, in der die Anzahl der arbeitsfähigen Bürger von 46 Millionen auf etwa 14 Millionen sinken könnte. Diese Entwicklung hat weitreichende Folgen für die Wirtschaft und die nationale Sicherheit.
Die National Economic and Social Development Council (NESDC) prognostiziert, dass die Bevölkerung Thailands ihren Höhepunkt im Jahr 2028 mit 67,19 Millionen erreichen wird, bevor sie stetig auf 66,18 Millionen im Jahr 2037 sinkt. Parallel dazu wird ein Rückgang der arbeitsfähigen Bevölkerung von 66,1% im Jahr 2017 auf 56,8% im Jahr 2037 erwartet.
Thailand steht vor einer demografischen Herausforderung, die tiefgreifende Auswirkungen auf die Gesellschaft und Wirtschaft des Landes haben wird. Die sinkende Geburtenrate, gepaart mit einer zunehmenden Lebenserwartung, führt zu einer alternden Bevölkerung, die die sozialen Sicherungssysteme belastet und den Arbeitsmarkt verändert. Die Regierung ist gefordert, innovative Lösungen zu finden, um die Geburtenrate zu steigern und gleichzeitig die Qualität des Lebens für die alternde Bevölkerung zu sichern.
Ein Blick auf andere Länder zeigt, dass Maßnahmen wie familienfreundliche Arbeitspolitiken, finanzielle Anreize für Familien mit Kindern und Investitionen in Kinderbetreuung und Bildung positive Auswirkungen auf die Geburtenrate haben können. Thailand könnte ähnliche Strategien in Betracht ziehen, um den demografischen Wandel zu bewältigen.