BANGKOK: Am Freitag, 15. November 2024 verwandelt sich das Königreich wieder in ein einzigartiges Lichtermeer. An Loy Krathong lassen die Menschen auf den Seen, Flüssen und Kanälen des Landes „krathongs“ schwimmen, kleine, aus Bananenblättern gefertigte, lotosförmige Schiffchen, die als Opfergabe für die Wassergeister mit brennenden Kerzen, glimmenden Räucherstäbchen, Blumen und kleinen Münzen bestückt sind.
Immer in der Vollmondnacht des zwölften Mondmonats in der zwölften Vollmondnacht des thailändischen Lunisolarkalenders wird im Königreich Loy Krathong gefeiert, in diesem Jahr am 15. November. Fester Bestandteil des Festes ist das Schwimmenlassen von lotusförmigen Schiffchen aus Bananenblättern („krathong“), mit denen die Flussgöttin Mae Khongkha geehrt und um Verzeihung gebeten wird. Man sagt, dass Sünden und Unheil in den mit brennenden Kerzen, Räucherstäbchen und Blumen geschmückten Schiffchen davongeschwemmt werden.

Thais danken der Wassergöttin
Der Name des Festes lässt sich mit „Schiffchen schwimmen lassen“ übersetzen. Denn „loy“ bedeutet „schwimmen“ oder „schweben“, und der Begriff „krathong“ beschreibt das aus Bananenblättern geformtes Schiffchen. Das Fest stammt vermutlich aus dem indischen Hinduismus und wurde im 14. Jahrhundert in Thailand eingeführt.
Mit Loy Krathong wird die Wassergöttin Mae Khongkha geehrt. Die Thais danken der Göttin, dass sie ihnen Wasser spendet. Ein besonders in den Tropen kostbares Gut, das das Alltagsleben der Menschen bestimmt. Man braucht es zum Trinken, Bestellen der Felder und für den Fischfang. Neben der Danksagung wird Mae Khongkha auch um Verzeihung gebeten: für den übermäßigen Verbrauch und die Verschmutzung des Wassers.

Auch das Fest der Liebenden
Sobald die Sonne untergeht, versammeln sich die Menschen, viele von ihnen in traditionelle Trachten gekleidet, an Loy Krathong an den Seen, Flüssen und Kanälen des Landes sowie in den Küstenregionen auch am Meer, um ihren krathong ins Wasser zu setzen und mit einem leichten Stoß auf die Reise zu schicken. Zuvor werden die lotosförmigen Schiffchen mit Räucherstäbchen, flackernden Kerzen, Geld und manchmal sogar einem Wunschzettel bestückt. Traditionell vertraut man seinem krathong geheime Wünsche an, damit alte Sünden und Unheil mit dem Schiffchen davongeschwemmt werden, um das Danach mit neuen, guten Vorsätzen zu beginnen.
Liebespaare setzen ihren krathong gerne gemeinsam ins Wasser, in der Hoffnung, die ewige Liebe zu erreichen. Sie schauen dem Schiffchen so lange hinterher, bis sie es in der Ferne des Lichtermeeres aus den Augen verlieren. Denn ein thailändisches Sprichwort sagt: „Je länger man das flackernde Kerzenlicht sehen kann, umso glücklicher wird das nächste Jahr werden.“

Die Wiege des Lichterfests
Seinen Ursprung hat das Fest im Sukhothai Historical Park, wo von Freitag, 8. November bis Freitag, 15. November 2024 wieder ein achttägiges Lichterfest veranstaltet wird. Die Feierlichkeiten finden im Herzen der mehr als 700 Jahre alten Ruinen des UNESCO-Weltkulturerbes statt und sollen die Höhepunkte der thailändischen Geschichte, die althergebrachten Traditionen, die kulturellen Werte sowie die Kunst und Kultur des alten Sukhothai-Volkes in der ganzen Welt bekanntmachen.

Ein Besuchermagnet ist der mittelalterliche Markt aus der Sukhothai-Periode (13. und 14. Jh.), wo regionale Spezialitäten sowie viele Speisen und Getränke erhältlich sind. Der Festivalhöhepunkt ist die grandiose Klang- und Lichtshow, die die spannende Geschichte Sukhothais erzählt und an allen Veranstaltungstagen um 19.00 Uhr beginnt. Abgerundet werden die Feierlichkeiten mit unterhaltsamen Bühnenaufführungen, Schönheitswettbewerben und vielen weiteren Aktivitäten.