BANGKOK: Die thailändische Polizei hat darauf hingewiesen, dass die Verweigerung eines Alkoholtests künftig rechtlich wie Trunkenheit am Steuer gewertet wird. Der stellvertretende nationale Polizeichef Pol Gen Samran Nualma erklärte, dass die Maßnahme Teil der Verkehrsdiziplinpolitik für das Jahr 2026 sei, die eine landesweit konsequente Durchsetzung der Verkehrsregeln vorsieht.
Alkohol am Steuer stelle ein erhebliches Risiko für die öffentliche Sicherheit dar und müsse transparent sowie einheitlich geahndet werden.
Betrunkener Fahrer greift Polizisten an
Ein aktueller Vorfall am Freitag (20. Februar 2026) verdeutlichte nach Angaben der Behörden die Gefahren: Ein sichtbar alkoholisierter Fahrer verweigerte den Atemtest, versuchte zu fliehen und griff Verkehrspolizisten an, bevor er festgenommen wurde. Spätere Untersuchungen ergaben einen Blutalkoholwert von 126 mg/dl und damit deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert. Gegen den Verdächtigen wurden mehrere Anklagen erhoben.
Bis zu ein Jahr Haft bei Alkoholfahrt
Nach dem Land Traffic Act drohen bei Trunkenheit am Steuer Geldstrafen zwischen 5.000 und 20.000 Baht, Haftstrafen von bis zu einem Jahr oder beides. Gerichte können zudem den Führerschein aussetzen oder entziehen. Kommt es zu Unfällen mit schweren Verletzungen oder Todesfolge, kann die Haftstrafe auf bis zu zehn Jahre steigen. Wiederholungstäter müssen innerhalb von zwei Jahren mit verschärften Sanktionen rechnen, darunter Geldstrafen von bis zu 100.000 Baht und der Entzug der Fahrerlaubnis.
Die Polizei betonte, dass die Verweigerung eines Alkoholtests rechtlich als Schuldeingeständnis gewertet werde und dieselben Strafen nach sich ziehe.