Swiss Re setzt wegen Brexit Börsengang von britischer Tochter aus

Foto: epa/Eddy Risch
Foto: epa/Eddy Risch

ZÜRICH (dpa) - Gut drei Monate vor dem geplanten Brexit Ende Oktober hat die Schweizer Rückversicherung Swiss Re den angekündigten Börsengang ihrer britischen Tochter ReAssure vorerst gestoppt. Die Nachfrage großer institutioneller Investoren sei zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Zürich mit. Der geplante Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union schaffe Unsicherheit, sagte eine Pressesprecherin. Deshalb seien die Anleger zurückhaltend.

Ziel bleibe es, die Beteiligung an ReAssure zu reduzieren, sagte der bei Swiss Re für Finanzen verantwortliche John Dacey. «Es besteht jedoch keine dringende Notwendigkeit für Swiss Re, Aktien zu einem Preis zu veräußern, der unserer Meinung nach den Wert und die Zukunftsaussichten von ReAssure nicht repräsentiert.» Swiss Re ist mit 75 Prozent an dem britischen Lebensversicherer beteiligt. Das Unternehmen war Ende Juni von einem Börsenwert für ReAssure von 2,8 bis 3,3 Milliarden Pfund (knapp 3,7 Mrd Euro) ausgegangen.

Die Swiss Re hatte die Pläne für den Börsengang vor fast einem Jahr angekündigt. Nach Spekulationen über die Verschiebung am Mittwoch verlor die Swiss-Re-Aktie rund 2,5 Prozent. Swiss Re ist nach der deutschen Munich Re der zweitgrößte Rückversicherer der Welt.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.