Störungen setzen Phuket unter Druck

Zwischenfälle und Kosten belasten die Tourismusbranche

Die belebte Bangla Road bei Nacht ist Schauplatz zahlreicher Vorfälle und steht unter verstärkter Beobachtung. Fotoarchiv: Rüegsegger
Die belebte Bangla Road bei Nacht ist Schauplatz zahlreicher Vorfälle und steht unter verstärkter Beobachtung. Fotoarchiv: Rüegsegger

PHUKET: Die thailändische Ferieninsel Phuket sieht sich derzeit mit einer besorgniserregenden Häufung von Vorfällen durch ausländische Besucher konfrontiert. Diese Entwicklung belastet nicht nur das Image der Destination, sondern stellt auch die lokale Wirtschaft vor enorme Herausforderungen. Während die Behörden mit verschärften Kontrollen reagieren, wächst die Sorge vor langfristigen wirtschaftlichen Folgen für die gesamte Tourismusbranche.

Auf der berüchtigten Bangla Road in Patong kam es zu zwei heftigen Eskalationen, wobei Laut Berichten von The Thaiger und The Phuket News zunächst eine ausländische Touristin von Transfrauen angegriffen wurde. Wenig später musste ein betrunkener Tourist nach einer Provokation die harte Vergeltung einer Gruppe von Ladyboys zu spüren bekommen. Zuvor ereignete sich ein tragischer Vorfall an der Darasamut-Fußgängerbrücke, als ein türkischer Staatsbürger vor den Augen entsetzter Passanten in die Tiefe sprang und später seinen Verletzungen erlag.

Die Liste der Entgleisungen von Ausländern reißt nicht ab, da die Polizei zudem einen irischen Touristen festnahm, der im Vollrausch gefährliche Stunts auf dem Dach eines fahrenden Taxis vollführte. Auch eine blutige Schlägerei zwischen zwei australischen Urlaubern mitten auf der Straße sowie die Verhaftung eines per Interpol gesuchten Franzosen in seiner Luxusvilla sorgten für massives Aufsehen. Branchenvertreter weisen zudem auf strukturelle Probleme bei der Infrastruktur sowie der Wasser- und Abfallversorgung hin.

Machtkämpfe und Preisdiktat der Transport-Mafia

Ein weiteres ungelöstes Problem bleibt die angespannte Situation im Transportsektor, die den Ruf der Insel bei internationalen Besuchern massiv schädigt. In den Touristenzentren von Patong und Karon beherrschen informelle Taxi-Kartelle weiterhin den Markt und erzwingen durch illegale Preisabsprachen Tarife, die weit über dem landesüblichen Niveau liegen. Berichte über Einschüchterungsversuche gegenüber Fahrern moderner App-basierter Dienste häufen sich, was bei Urlaubern für Unmut und ein Gefühl der Unsicherheit sorgt.

Wirtschaftlicher Druck und Sorgen der Branche

Für die lokale Wirtschaft ist diese Entwicklung äußerst heikel, da Hoteliers gegenüber DER FARANG ihre massive Besorgnis über die Außenwirkung der Insel äußerten. Sie fürchten einen Imageschaden und daraus resultierende finanzielle Einbußen, da Gäste angesichts der Vorkommnisse und der Teuerung die Insel künftig meiden könnten. Zusätzlich zu dieser Sorge um das Klientel belasten die hohen Kerosinpreise sowie steigende Betriebskosten für Diesel und Benzin die Kalkulationen der Reisebranche erheblich.

Verschärft wird die Lage durch das Ausbleiben wichtiger Flugverbindungen aus dem Nahen Osten, wodurch vor allem zahlungskräftige Gäste aus der Golfregion fehlen. Viele Reisende sitzen derzeit fest und können ihre geplanten Flüge über Drehkreuze wie Abu Dhabi nach Phuket nicht antreten, was die Buchungszahlen zusätzlich einbrechen lässt.

In der Gesamtschau steht Phuket vor einer Zerreißprobe zwischen dem Anspruch als Premium-Destination und der rauen Realität in den Amüsiervierteln. Ob die angekündigten Maßnahmen der Behörden und eine Stabilisierung der internationalen Flugverbindungen ausreichen, um die Insel wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen, bleibt abzuwarten. Für die Tourismusverantwortlichen wird es in den kommenden Monaten vor allem darauf ankommen, das Vertrauen der Reisenden zurückzugewinnen und die strukturellen Defizite anzugehen, um den langfristigen Erfolg des Standorts nicht zu gefährden.

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Arno S. 22.03.26 15:44
Phuket braucht konsequentes Handeln
Auch ich habe nach vielen schönen Jahren vor 3 Jahren Phuket den Rücken gekehrt. Zu voll und zuviele Touristen, die sich nicht benehmen können. Besonders die vielen Russen nehmen keinerlei Rücksicht auf Landessitten und andere Menschen. Kommen in Badehosen ins Restaurant, telefonieren lautstark oder lassen laute Musikvideos laufen, kennen kein "Danke" oder "Bitte" und schlagen sogar ihre Kinder am Tisch. Und sind dabei jederzeit mies gelaunt bis aggressiv.
Das verdirbt nicht nur den Thais, sondern auch anderen Touristen die Laune. Leider sind die Thais mit ihrer sehr höflichen Art oft nicht willens oder in der Lage, solche Leute in ihre Schranken zu verweisen. Es braucht vielleicht neue Regeln seitens der Behörden, aber man sollte die Regeln nicht grundsätzlich für alle verschärfen (denn viele verhalten sich ordentlich), sondern gezielter und konsequent gegen Grobiane und Störer vorgehen und das gilt natürlich auch für andere Nationen. Und so etwas spricht sich auch in diesen Kreisen rum.
Roman Knöpfel 22.03.26 15:30
@ Michel
Verwechseln sie das Forum des WB nicht mit der Öffentlichkeit, aber man muss auch nicht auf jeden Mist aus der Rechtsaussen Ecke anspringen.
Michel Maillet 22.03.26 15:00
Phuket
Ich habe die Insel um 2014 besucht, war bereits damals nicht mein Fall
Michel Maillet 22.03.26 14:50
@Knöpfel
Sie verstehen eigentlich die meisten Metaphern. Wenn es um den Mittelpunkt Ihres Lebens geht, scheinbar nicht. Als Ausgleich dafür hat die Öffentlichkeit einen gratis Einblick in die intimsten Beziehungen zwischen Mensch und Tier erhalten.
Thomas Sylten 22.03.26 09:40
Auch ich habe Pukhet nur einmal gesehen, um festzustellen dass ich ganz was Anderes suche. Trotzdem muss es solche Orte geben - schon damit Diejenigen, die sowas toll finden, nicht dort aufkreuzen, was ich toll finde.
joe bachmann 22.03.26 09:40
@chris und @roman, fragt doch mal die KI was heinz mit seiner metapher eigentlich gemeint haben könnte. das wäre viel zielführender als hier über dinge zu diskutieren die überhaupt nicht gemeint waren.
btw, ich benötigte weder KI noch musste ich meine grauen zellen anstrengen um heinz zu verstehen.
Chris Jomtien 22.03.26 01:10
@Roman Knöpfel
Der obige Zeitungsartikel handelt weder von Flöhen noch Hunden. Mein Kommentar im eigentlichen Sinne ebenfalls nicht. Und das aktuelle K.I. Modelle fehlerbehaftet sind ist eine Binsenweisheit. Noch vor wenigen Jahren galt das Gleiche für auf Schwarmintelligenz beruhende Datenbanken. Einträge in Wikipedia waren häufig ungenau und manchmal völlig falsch. Daher empfahl sich bei wichtigen Daten unbedingt die Gegenkontrolle mittels Google, Fachbüchern oder Konversationslexika. Inzwischen ist Wikipedia ausgesprochen zuverlässig und Lexika sind Schnee von gestern. In ein paar Jahren wird Wikipedia wohl das gleiche Schicksal ereilen und unser Alltag ist ohne K.I. nicht mehr vorstellbar. Es ist die bislang größte technische Revolution. Bedeutender als die Dampfmaschine, der Computer, das Internet und das Smartphone. Auch jetzt schon ist in unserem Alltag vieles K.I.gesteuert, wovon wir jedoch nur wenig wahrnehmen. Auch hier; nach dem Absenden dieses Beitrags entscheidet blitzschnell eine K.I. ob ein roter oder ein grüner Hinweistext erscheint.
Sven Bode 21.03.26 19:30
Noch immer ungelöst?
Es ist schon Jahre her, dass wir Phuket besucht haben. Schon damals hatten wir schlechte Erfahrungen mit lokalen Taxiunternehmen gemacht und hatten dann ein schrottreifes Moped als Transportlösung gemietet. Natürlich wurden alle Mängel bei der Anmietung fotografiert. Moped mieten wurde von der Transportmafia toleriert.
Auch das Zweipreissystem in einigen Restaurants hatten wir genossen. Meine Frau ist thailändische Staatsangehörige und hatte sich (natürlich auf Thai) massiv darüber beschwert, dass wir 3x soviel zahlen mussten wie Thais am Nachbartisch. Genützt hatte es nichts.
Lesson learnt: Unser erster Besuch auf Phuket war auch der letzte. Wenn Insel, dann Koh Chang.
Roman Knöpfel 21.03.26 18:10
@ Chris
Ich schreibe ja, tierische Flöhe haben beim Mensch keine Lebensgrundlage....Mine 4 Hunde sind sehr eng mit mir verbunden und wir knuddeln mehrmals täglich, gerade wenn ich eine Filmkonserve reinziehe manchmal über Stunden. Und ich versichere, dass die kleinen Viecher schon mein Duschgel nicht goutieren.Auch mein Federvieh hat Flöhe im Gefieder und auch diese Tiere habe ich ab und an in den Händen, m zu schauen ob sie evtl. krank sind, wenn ich ihnen ansehe, dass sie sich unwohl fühlen.
Aber für meine Erfarngen mit Teen muss ich keine KI fragen, die laut Untersuchungen ungenaue Ergebnisse liefert.
Chris Jomtien 21.03.26 16:40
@Roman Knöpfel
Meine K.I. behauptet dazu: "Flöhe vom Hund können auf den Menschen übertragen werden, bevorzugen jedoch das warme Tierfell. ... Der Befall tritt meist durch direkten Kontakt zu befallenen Tieren auf. ... Da der Mensch ein sogenannter Fehlwirt ist, bleiben die Flöhe nicht lange auf ihm."
Ich gehe jedoch davon aus das die Absonderung von Herr Bergmann nicht von fremd gehenden Hundeflöhen handelt, sondern rei.nrassig rass.istischer Natur ist.
Rene Meyer 21.03.26 16:10
@Roman
Wer den Vergleich richtig versteht, verdteht auch den Sinn! Sehr guter Vergleich, Heinz. Treffender könnte man es gar nicht umschreiben.
Roman Knöpfel 21.03.26 15:30
@ Heinz
So en Seich. Tierische Flöhe finden auf dem Menschen keine Lebensgrundlage, daher gibt es auch keine Flöhe von Hunden auf dem Menschen.
Heinz Bergmann 21.03.26 14:20
Wer sich mit Hunden niederlegt
darf sich nicht wundern, wenn er mit Flöhen aufwacht !
Wildfried Mond 21.03.26 14:00
Nie wieder Phuket
Wir leben in Hua Hin und machten einen Zwischenstop mit dem Motorrad in Phuket.

Es ist Moskau 2.0.. wir haben uns nicht eine Minute wohl und sicher gefühlt. Auch die Preise in den Restaurants waren völlig überzogen. Nach 3 Tagen reisten wir wieder ab.

Nach Hua Hin fliehen immer mehr Expats, die viele Jahre auf Phuket lebten. Einheimische können sich die Wohnungen nicht mehr leisten.

Die russische Mafia hat sich erfolgreich dort eingenistet.. und wenn Thailand keinen Weg findet, diese Strukturen auf zu brechen, war es das mit Phuket.

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