PHETCHABUN: Der Norden Thailands wird von einer Welle von Waldbränden heimgesucht. In insgesamt 17 Provinzen wurden 401 Brandherde registriert, wie das Waldbrandkontrollzentrum der Region 3 mitteilte. Die Brände bedrohen nicht nur die Umwelt, sondern auch Gemeinden und religiöse Stätten.
Besonders stark betroffen ist die Provinz Phetchabun, in der mit 82 Brandherden die höchste Anzahl innerhalb der Region verzeichnet wurde. Die Feuer breiten sich nahezu flächendeckend aus und stellen eine erhebliche Gefahr dar.
Die jüngsten Daten, die am Donnerstagmorgen (13. Februar 2025) um 07.00 Uhr veröffentlicht wurden, verdeutlichen das Ausmaß der Krise. In Phetchabun wurden 32 Brandherde in Waldreservaten, 21 in Landreformgebieten, 15 in landwirtschaftlichen Nutzflächen, 11 in geschützten Wäldern und drei in Gemeindegebieten identifiziert. Seit dem 1. Februar wurden in der Provinz insgesamt 587 sogenannte Hotspots gezählt. Besonders stark betroffen sind die Landreformgebiete mit 198 Vorfällen, gefolgt von Waldreservaten (161) und landwirtschaftlichen Nutzflächen (109).

Die Bezirke Chon Daen und Si Thep verzeichneten jeweils 118 Brandherde, während Wichian Buri 110, Lom Sak 98 und Nam Nao 34 meldeten. Die Feuer bedrohen zahlreiche Gemeinden und religiöse Einrichtungen. Im Bezirk Nam Nao gelang es Feuerwehrleuten und Behörden, ein Feuer aufzuhalten, das sich dem Buddha Raksa Practice Centre im Unterbezirk Khok Mon näherte. Durch das schnelle Eingreifen konnte verhindert werden, dass das Kloster in Flammen aufgeht.
Dramatische Bilder aus dem Unterbezirk Phu Toei in Wichian Buri zeigen, wie sich die Flammen bedrohlich auf Wohnhäuser zubewegten. Dank des raschen Eingreifens der Rettungskräfte konnte das Feuer jedoch rechtzeitig gelöscht und größerer Schaden verhindert werden.
Die Vielzahl der Brände, insbesondere in Schutzgebieten, stellt die Behörden vor große Herausforderungen bei der Bekämpfung und dem Schutz der natürlichen Ressourcen. Die Ursachen der Feuer werden derzeit untersucht, während weitere Aktualisierungen durch das Waldbrandkontrollzentrum erwartet werden.
Um der Krise entgegenzuwirken, haben die Behörden in Phetchabun Maßnahmen gegen illegale Feuer intensiviert. Hintergrund sind wiederholte Verstöße gegen das Feuerverbot der Provinz. Gouverneur Saranyu Meethongkam hat die Kampagne „Stop Burning, Stop Dreaming, For You, For Us“ ins Leben gerufen, die das Bewusstsein für die Problematik schärfen und weitere Brände verhindern soll.
Indessen kämpfen Feuerwehrleute im Khao-Kho-Nationalpark gegen die sich weiter ausbreitenden Brände, die bereits rund 1,6 Hektar Wald zerstört haben. Die Feuer stellen eine erhebliche Bedrohung für das Ökosystem des Parks dar und machen deutlich, wie dringend effektive Maßnahmen zur Brandbekämpfung erforderlich sind.