ARLINGTON: Spanien gegen Frankreich ist ein Traum-Halbfinale bei der WM. Frankreichs Stars um Kylian Mbappé haben schon kräftig geliefert - Lamine Yamal wartet noch auf seinen großen Moment.
Geht es nach Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente, kommt das beste WM-Spiel von Lamine Yamal erst noch. «Ich habe ihm gesagt, er soll ruhig bleiben und es genießen. Der große Tag von Lamine Yamal kommt noch bei dieser WM. Ich hoffe, es ist morgen - oder im Finale, wenn wir uns qualifizieren», sagte der 65-Jährige vor dem heutigen Halbfinale gegen Frankreich (21.00 Uhr MESZ/ZDF und Magenta TV).
Yamal war zwar schon mehrfach zum besten Spieler einer Partie gewählt worden, steht aber nach sechs Spielen bei nur einem Treffer und keiner Vorlage bei der XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko.
Halbfinale für Yamal wichtigstes Spiel der Karriere
Yamal, der am Tag vor dem Halbfinale seinen 19. Geburtstag feierte, stört sich nicht an seiner niedrigen Torausbeute. «Ich mache mir keine Sorgen, ob ich treffe oder nicht», betonte der Flügelspieler des FC Barcelona. Es gehe ihm alleine um den Erfolg der Mannschaft. Am Stellenwert der Partie im Dallas-Stadion ließ er keinen Zweifel. «Es ist das wichtigste Spiel, natürlich», sagte er. Spanien habe Frankreich in der Nations League und auf dem Weg zum EM-Titel 2024 jeweils geschlagen.
Trotz der enormen Star-Power im Team um Kapitän Kylian Mbappé, Weltfußballer Ousmane Dembélé und Bayern-Profi Michael Olise hat Spanien nicht die Absicht, sich anzupassen. «Wir müssen wir selbst bleiben», betonte de la Fuente. «Wir müssen stark bleiben und die Stärken unseres Gegners kontern.» Die Ansätze der beiden Mannschaft seien komplett gegensätzlich, sagte de la Fuente. Spanien hat oft einen sehr hohen Ballbesitz und legt sich seine Gegner geduldig zurecht, Frankreichs Spiel ist direkter.
Dass Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps die Favoritenrolle an Spanien abgab, interessierte de la Fuente nicht. «Ich habe von Anfang an gesagt, dass es nichts bedeutet, ob Leute sagen, dass wir Favoriten sind oder nicht», betonte er. Druck habe man ohnehin, «weil wir gut sein wollen für unser Land».