Saudi-thailändischer Diamantenstreit: Dieb wird Mönch

Saudi-thailändischer Diamantenstreit: Dieb wird Mönch

BANGKOK (dpa) - Der Dieb im Zentrum eines seit mehr als 25 Jahren schwelenden Diamantenstreits zwischen Saudi-Arabien und Thailand macht wieder Schlagzeilen: diesmal, weil er vor lauter Gewissensbissen dem weltlichen Leben abschwört und Mönch wird.

Wegen des spektakulären Falls von 1989 hat Saudi-Arabien bis heute keinen Botschafter mehr nach Thailand entsandt. Die Tat habe sein ganzes Leben zerstört, sagte der Dieb, Kriangkrai Techamong, am Donnerstag. Er gehe nun bis an sein Lebensende ins Kloster, um zu büßen.

Der Thailänder Kriangkrai war Putzmann im Palast eines Prinzen in Saudi-Arabien, als er 1989 dort Juwelen im Wert von mehr als 17 Millionen Euro stahl. Er floh nach Thailand und wurde kurze Zeit später festgenommen. Die thailändische Polizei stellte den Großteil der Beute sicher und brachte sie zurück.

Der Prinz aber war entsetzt: nach seiner Darstellung waren die zurückgegebenen vermeintlichen Diamanten alles wertlose Klunker. Die thailändische Polizei wies das zurück.

Drei saudische Diplomaten, die die echten Juwelen aufspüren wollten, wurden 1990 in Bangkok ermordet, ein Geschäftsmann verschwand. Saudi-Arabien argwöhnte, das höchste thailändische Kreise in den Komplott verwickelt seien. 2014 wurden vier Verdächtige, darunter ein Polizist, aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Der Fall ist bis heute ungelöst. Kriangkrai wurde einst in seiner Heimat Thailand zu fünf Jahren Haft verurteilt.

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Sitting Bull 21.03.16 12:02
@Kalus-Peter Schreoeder
Ich frage mich was Sie dazu berechtigt Glauebige pauschal zu verurteilen. Ich fuehle mich PERSONLICH durch Sie beleidigt. Zudem ist Ihr Kommentar in Thailand strafbewehrt. Offenbar haben Sie noch nicht begriffen, das sich hier Einiges geaendert hat. GERADE in einer Zeit wo es starke Spannungen innehalb der Thailaendischen Shanga gibt, sollte man da etwas zurueckhaltender sein. Es sei denn Sie wollen in einer Abschiebezelle landen.
Klaus-Peter Schröder 18.03.16 21:06
Guten Tag, nun wird er Mönch, und alles ist gut. Wenn man es religiös betrachtet, sollte er den Glauben wechseln, denn bei den Katholiken hat ja Jesus schon die Schuld vor und nach seiner Zeit für alle Ewigkeiten übernommen, also der Mönch ist solange schuldig, wie er der nicht Jesus orientierten Glaubensgemeinschaft sein da sein opfert, andererseits frage ich mich, wieso die Katholiken noch beichten müssen, wenn es seit Jesus doch keine Sünden mehr gibt, die auf den einzelnen Verursacher projiziert werden kann. Was sagt uns das, die Religion ist nur für den zum Vorteil der zu faul zum Arbeiten ist, und von den Einzahlungen der Heuchler und Schwachsinnigen sich einen geruhsamen Lenz macht. An alle Gläubigen, das ist nur auf die weltliche Religionsausübung gedacht. Der wahre Gläubige braucht weder einen Tempel noch eine Religion. Warum, Gott wenn man daran glaubt, lebt in dem Gläubigen und nicht in Personen die sich einbilden ohne Nachweis für ihn zu sprechen, um sein Wort zu verkünden, darauf ist Gott wenn es ihn gibt mit Sicherheit nicht angewiesen, das einige Schwachsinnige sich als sein Stellvertreter ausgeben.