BANGKOK/NARATHIWAT: Die Regierung arbeitet an der Restaurierung alter Tempel und Moscheen im tiefen Süden Thailands. Mit der Maßnahme soll laut Regierung eine säkulare, multikulturelle Gesellschaft gefördert werden.
Die stellvertretende Regierungssprecherin Rachada Dhnadirek sagte am Montag gegenüber der Presse, dass das Southern Border Provinces Administrative Center (SBPAC) in diesem Jahr mit der Restaurierung von 138 alten Tempeln in der Region begonnen habe.
„Gläubige Buddhisten sollen mehr Orte zum Beten bekommen und eine multikulturelle, säkulare Gesellschaft gefördert werden“, erklärte sie die Zielsetzung des Projekts und fügte hinzu, dass es unter der Schirmherrschaft von Premierminister Prayut Chan-o-cha gestartet wurde.
Nach Aussage der Regierungssprecherin sollen im Rahmen des Projekts im nächsten Jahr 10 alte Tempel und sieben Tempel in abgelegenen Gebieten renoviert werden.
Neben der Restaurierung von Tempeln hat die Regierung bereits im Jahr 2016 mit dem Bau des Museums für das islamische Kulturerbe und des Al-Quran-Lernzentrums im Bezirk Yi-ngor in der Provinz Narathiwat begonnen. Das Museum ist bisher nur teilweise geöffnet, soll jedoch bis Ende nächsten Jahres komplett fertiggestellt sein.
„Das Museum zeigt alte heilige Korantexte und beleuchtet den Multikulturalismus im Süden“, informierte Khun Rachada.
Die stellvertretende Regierungssprecherin fungiert auch als Sonderbeauftragte der Regierung, die sich um die Probleme im tiefen Süden des Landes kümmert.
Nach Aussage der Sprecherin habe die Regierung auch Mittel für das SBPAC bereitgestellt, mit denen Pilgerreisen nach Indien, Nepal und Saudi-Arabien für Gläubige ermöglicht werden sollen.